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	<title>Moosbett &#187; Cannes</title>
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		<title>The Wrestler</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 17:36:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Goldene Palme von Cannes. Mickey Rourke (Oscar-nominiert) in der Rolle seines Lebens. Darren Aronofskys „The Wrestler“ ist einer der viel gelobten Filme, die auf meiner aktuellen To-Do Liste noch gefehlt haben. Der Regisseur hatte mich schon mit „Requiem for a &#8230; <a href="http://tomhartig.de/wordpress/the-wrestler">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><font size="2"><img class="alignright size-medium wp-image-349" title="tw_PlakatZitat_0701.indd" src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/04/the_wrestler_3771.jpg?w=300" alt="tw_PlakatZitat_0701.indd" width="200" />Goldene Palme von Cannes. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mickey_Rourke" target="_blank">Mickey Rourke</a> (Oscar-nominiert) in der Rolle seines Lebens. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Darren_Aronofsky" target="_blank">Darren Aronofskys</a> „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Wrestler" target="_blank">The Wrestler</a>“ ist einer der viel gelobten Filme, die auf meiner aktuellen To-Do Liste noch gefehlt haben. Der Regisseur hatte mich schon mit „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Requiem_for_a_Dream" target="_blank">Requiem for a Dream</a>“ schwer getroffen, ich war also guter Dinge. Leider hielten die vielen Vorschusslorbeeren dann doch nicht ganz, was sie versprachen&#8230;</p>
<p><span id="more-340"></span></p>
<p>Der Film handelt von Randy „The Ram“ Robinson, einem Wrestler, der seinen Zenit bereits seit 20 Jahren überschritten hat. Die Einnahmen seiner Kämpfe reichen kaum mehr zum Leben, selbst mit Lagerarbeiten unter der Woche kann er die Miete seines heruntergekommenen Trailers kaum bezahlen. Als er schließlich nach einem Kampf zusammenbricht und sich einer Bypass-Operation unterziehen muss, ist es mit dem Kämpfen plötzlich vorbei. Randy merkt, dass sein Leben völlig leer geworden ist. Das Verhältnis zu seiner Tochter Stephanie (Evan Rachel Wood) ist zerrüttet, seine einzige nähere Bekanntschaft ist die ebenfalls nicht mehr ganz junge Stripperin Cassidy (Marisa Tomei), von deren Privatleben als Mutter er jedoch auch bis dato nicht das Geringste weiß. Er beginnt mit beiden mehr Kontakt aufzubauen, scheitert jedoch an seinem alten Verhalten und kehrt zurück in seine einzige Heimat, dem Ring, zu seinem letzten Kampf.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-342" title="thewrestler2" src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/04/thewrestler2.gif?w=300" alt="thewrestler2" width="200" />Was bleibt, wenn der Ruhm vergeht und man darüber hinaus die wichtigen Dinge im Leben, etwa die Familie, vergessen hat? Interessanterweise hat „The Wrestler“ mit seinem Grundthema da einiges mit „Watchmen“ gemein. Der ganze Film zeichnet das Portrait eines gefallenen Kriegers, der zu einem Abziehbild, zu einer Figur geworden ist. Randy schlüpft gar in sein eigenes Alter Ego „The Ram“, um einen Nachbarjungen in einem veralteten Nintendo-Spiel zu besiegen. Sein Leben besteht aus Medikamenten, Oberflächlichkeiten und Einsamkeit. Die Zuneigung der anonymen Massen steht im krassen Gegensatz zu seinem leeren Inneren. Ein Star im Ring, der sich als Verkäufer an der Wursttheke demütigen lassen muss.</p>
<p>Schaut man sich Rourke und seine Figur Randy an, zeigen sich einige Parallelen. Beide zehren heute noch vom Ruhm der Vergangenheit, beide sind vom Leben auch körperlich gezeichnet. Mickey selbst war vor und nach seinen schauspielerischen Erfolgen in den 80ern jahrelang Profiboxer. Fast könnte man sagen, er spielt einfach sich selbst. Dies tut er auch mit Bravour. Man nimmt ihm mit jeder Faser diesen Verlierer-Typen ab, dessen ausgebrannte Existenz zu nichts mehr nütze ist und dessen Fehler in der Vergangenheit nicht mehr wieder gut zu machen sind.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-347" title="thewrestler1" src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/04/thewrestler1.gif?w=300" alt="thewrestler1" width="200" />Warum bin ich trotzdem etwas enttäuscht? Weil „The Wrestler“ ausser einem tollen Mickey Rourke nichts zu bieten hat. Die Geschichte selbst bietet kaum Überraschungen und driftet stets nah am Klischee vorbei, die Beziehungen zu Stephanie und Cassidy werden kaum vertieft. Irgendwie hat man das Gefühl als hätte man die Story schon ein dutzend mal woanders gesehen, das einzige Novum ist, dass es um einen alten Wrestling-Star geht und nicht etwa um das Film- oder Musikbusiness. So plätschert der Film fast ohne musikalische Untermalung und mit einer stets unruhigen Handkamera einfach so ohne große Überraschungen dahin. Rourkes Charme rettet viel, täuscht aber nicht über den unspektakulär inszenierten und routiniert geschriebenen Inhalt hinweg. Deswegen, obwohl ich den Film wegen Rourke auf jeden Fall empfehlen würde, ein leicht enttäuschtes:</p>
<p>Kontra.</font></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=WARtDLf_rAQ">http://www.youtube.com/watch?v=WARtDLf_rAQ</a></p>
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		<title>I&#039;m a cyborg, but that&#039;s ok</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 18:13:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Film aus der Abteilung: DIe spinnen, die Asiaten. Neben &#8220;Juno&#8221; zählt &#8220;I&#8217;m a cyborg, but that&#8217;s ok&#8221; zu den neuesten Errungenschaften meiner DVD-Sammlung. Gehört hatte ich von diesem Film ursprünglich in einem Uni-Seminar, ich weiß nicht mehr zu welchem &#8230; <a href="http://tomhartig.de/wordpress/im-a-cyborg-but-thats-ok">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><font size="2"><img src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/03/i-am-a-cyborg-btok_poster-01.jpg?w=212" alt="i-am-a-cyborg-btok_poster-01" title="i-am-a-cyborg-btok_poster-01" width="212" height="300" class="alignright size-medium wp-image-273" />Ein Film aus der Abteilung: DIe spinnen, die Asiaten. Neben &#8220;Juno&#8221; zählt &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/I’m_a_Cyborg,_But_That’s_OK" target="_blank">I&#8217;m a cyborg, but that&#8217;s ok</a>&#8221; zu den neuesten Errungenschaften meiner DVD-Sammlung. Gehört hatte ich von diesem Film ursprünglich in einem Uni-Seminar, ich weiß nicht mehr zu welchem Thema. Aber da das moderne asiatische Kino ja visuell wie inhaltlich beeindruckende Werke wie &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/2046" target="_blank">2046</a>&#8221; oder &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oldboy" target="_blank">Oldboy</a>&#8221; hervorgebracht hat, warum nicht? Letzter teilt sich mit diesem Film den gleichen südkoreanischen Regisseur: Chan-wook Park. Und Preise in Cannes hat er mit diesem Werk ebenfalls erneut abgeräumt. Was kann da schon schiefgehen?<br />
<span id="more-271"></span><br />
Realitätsfreunde und Kulturbegrenzer aufgepasst: &#8220;I&#8217;m a cyborg, but that&#8217;s ok&#8221; ist nichts für euch. Der Film springt munter zwischen Fantasie und Wirklichkeit hin und her. Das erleichtert nicht gerade das Verständnis, zumal einem als westlichen Zuschauer vieles aufgrund der kulturellen Unterschiede eh schon spanisch genug vorkommt. Etwas Toleranz und Filmerfahrung ist also Voraussetzung, um dem Geschehen einigermaßen folgen zu können.</p>
<p><img src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/03/i_m_a_cyborg_but_thats_ok_gross.jpg?w=300" alt="i_m_a_cyborg_but_thats_ok_gross" title="i_m_a_cyborg_but_thats_ok_gross" width="300" height="193" class="alignleft size-medium wp-image-275" />Der Film spielt fast ausschließlich in einem Irrenhaus. Dorthin wird unsere Heldin Young-goon gebracht, nachdem sie ihre Pulsadern an eine Steckdose angeschlossen hat. Young-goon hält sich nämlich für einen Cyborg, also eine Mensch-Maschine. Im Verlauf des Films begegnen wir verschiedenen Charakteren, die alle ihre eigenen Macken haben. Neben Young-goon, die fleißig mit Lampen und Getränkeautomaten spricht, ist vor allem Park Il-sun zu nennen, welcher ständig mit Hasenmasken herumläuft und anderen Insassen ihre Fähigkeiten raubt. Zwischen den beiden entspinnt sich eine Romanze, welche allen Widerständen durch die Ärzte und den anderen Bewohnern trotzt. Dass Young-goon Batterien leckt statt richtige Nahrung zu sich zu nehmen oder verzweifelt versucht, ihrer Großmutter ihr Gebiss zu bringen, macht das Leben in der Anstalt nicht leichter.</p>
<p>Chan-wook Park liefert uns hier ein wahres Feuerwerk an Ideen und Verrücktheiten, alle Register der Filmkunst werden gezogen. Auf der Packung steht &#8220;Amelie im Irrenhaus&#8221; und das trifft zu. Die Bilder sind gewaltig wie kunstvoll, die Charaktere verrückt wie liebenswürdig. Ähnlich wie in &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Einer_flog_übers_Kuckucksnest" target="_blank">Einer flog übers Kuckucksnest</a>&#8221; erscheinen uns die Fantastereien ehrlicher und lebendiger als die kalte Realität da draußen. Der ganze Film ist ein Plädoyer für Träume und die Vorstellungskraft an sich. So ist der intimste Moment nicht etwa die grandiose Kusszene im Wald (in der sich Young-goons Kopf um 360° gedreht hat und sieh mit Düsentriebwerken über dem Boden schwebt), sondern der, wo die beiden Liebenden im kalten Heizungskeller sitzen und Park Il-sun ihr (vorgeblich) einen Reiskorninenergieumwandler in den Rücken einbaut. Das mag sich verrückt anhören, ist aber einfach nur das: schön.</p>
<p><img src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/03/imacyborg03.jpg" alt="imacyborg03" title="imacyborg03" width="497" height="142" class="aligncenter size-full wp-image-276" /></p>
<p>Chan-wook Park, sonst eher für blutige Filme bekannt, hat sich hier laut eigener Aussage eine Pause vom Gemetzel gegönnt. Dennoch gibt es einige absurde Szenen, in denen Young-goon Kugelsalven aus ihren Fingerkuppen verschießt und die Patronen aus dem Mund ausspuckt. Auch dass sie am Ende erkennt, eine Atomwaffe zu sein, deren Ziel es ist die Welt zu vernichten, lässt die Geschichte nicht allzu weich werden. Doch fast wünscht man den Figuren, dass sie ihre Bestimmung erfüllen können. Sie tragen keinerlei Schuld in sich.</p>
<p>Pro.</font></p>
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