Es ist vollbracht. Wochen von Stress, Selbstzweifel und schlichtem Wahnsinn neigen sich dem Ende zu. Am Montag wird abgegeben und wenn die beiden gebundenen Exemplare der Arbeit nicht vorher irgendwie herunterfallen, zerreißen oder explodieren war es das dann. Zumindest für 6 Wochen bis die Verteidigung ansteht.
58 Seiten sind es geworden. Zu einem einzigen Film, den ich nichtmal besonders unterhaltsam finde. Einem kitschigen Film. Aber was interessiert die Wissenschaft der persönliche Geschmack? Es ist eine werbende Arbeit. Sie sagt, wir sollten mehr Filme über das Jenseits haben. Weil uns das bildet. Halleluja!
Unzufrieden bin ich natürlich. Wie immer. Aber vermutlich muss man das sein, um sich nicht auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Das sagt einem: Es gibt noch was zu lernen!
All die Ängste und Befürchtungen, die ich hatte – in Luft aufgelöst. Die Menschen, von denen mein Erfolg abhing, alle waren sie freundlich und hilfsbereit. Toll, wenn man sich auf seine Mitmenschen verlassen kann. Ein riesiges Dankeschön an alle, die es betrifft!
Und eine neue Wohnung gibt es noch obendrein. Na dann, der Master kann kommen!
Pro.

Es ist Bachelor-Anmeldungszeit für mich und meine Mitstudenten und oben genanntes Phänomen scheint gerade Konjunktur zu haben. Eigentlich gibt es kein fixes Datum und die empfohlene Anmeldezeit ist noch 3-4 Wochen entfernt. Jedoch fehlen vielen noch bestimmte Dokumente und die Angst greift wieder um sich: Was ist, wenn einer meiner Scheine (von mir) verschlampt wurde? Wenn mein Arbeitgeber mir die Praktikumsbescheinigung nicht schnell genug ausstellen mag? Wenn ich zwar alles zwei Wochen vorher abgebe, aber das Anmeldeverfahren dann noch mal 4 Wochen in Anspruch nimmt? Ich melde mich zu spät an, werde, wenn überhaupt, zu spät fertig mit dem Bachelor und muss dann mindestens ein halbes Jahr warten bis ich wieder irgendwo etwas arbeiten / studieren kann und überhaupt geht die Welt unter, meine Eltern verstoßen mich und McCain wird doch noch Präsident.