Meldung nach der ersten Woche regelmäßiger Bewegung: Ich lebe noch. Tatsächlich ist die Motivation zum Laufen immer noch hoch, denn es wiederholt sich der gleiche Prozess, wenn auch auf höherem Niveau, wie vor einigen Jahren: Stetige, schnelle Verbesserung der Kondition. Schauen wir uns mal die Zahlen an:

Samstag: 2,31km, 18:16min, 7:54min/km
Montag: 3,14km, 20:10min, 6:25min/km
Mittwoch: 3,35km, 22:23min, 6:41min/km 
Freitag: 3,64km, 24:35min, 6:45min/km

Am regnerischen Montag hatte ich sogar eine Laufbegleitung, meinen achtjährigen Neffen. Die Bedingung für das Mitlaufen war klar: Lautloser Schatten. Hat auch gut geklappt, bis auf die Tatsache, dass mein Schatten nebenher noch fröhlich über Büsche gehüpft ist, während ich versucht habe, nicht zusammenzubrechen. Und als ich schließlich keuchend auf einer Bank meinen Lauf beendet habe, hört der Kleine irgendwo eine Sirene und rennt noch wie von der Tarantel gestochen los, um nachzuschauen, was da so tönt. I’m feeling old.

Interessant ist die Entwicklung von Mittwoch auf Freitag. Am Mittwoch wollte ich ca. 22:30 Minuten laufen, es war relativ mild und nass. Nach ziemlich genau drei Runden um den Nordpark war das Ziel erreicht und ich unendlich durchgeschwitzt, fertig, nix ging mehr. Klare Sache: Am Freitag erstmal die gleiche Zeit laufen, vorerst keine Steigerung vornehmen. Die Bedingungen am Freitag waren dann auch weniger optimal: Strahlende Sonne. Zwar “nur” 22 Grad, aber ich bevorzuge zum Laufen kühlere Temperaturen, so als Ausgleich zur steigenden Körperhitze. Tatsächlich denk ich mir dann auch schon zu Beginn der zweiten Runde: Uh oh, mal schauen, ob das überhaupt was mit den 22:30 Minuten bzw. drei Runden wird. Wadenstechen. Dazu kommen 3(!) nervige Unterbrechungen für einige Sekunden, in denen der linke Schuh wieder gebunden werden muss. Nerv!

Irgendwie müssen dann aber Sonderreserven angezapft worden sein. Runde Drei ging relativ gut von der Hand (oder dem Fuß?): Nach dem Überqueren der “Ziellinie” hab ich spontan noch eine viertel Runde dran gehangen, um die Schuhbindpausen auszugleichen. Das Tempo war am Ende auch höher als in den Runden davor. Danach war ich in erheblich besserer Verfassung als am Mittwoch. Soll mir das mal einer erklären.

Wenn demnächst die 30 Minuten geschafft sind, gibt es ordentliche Schuhe! Belohnung muss sein.