
Habe gerade (endlich) die Keynote zu Apples iPad gesehen. Es ist in etwa das eingetreten, was ich erwartet habe: Nachdem ich dem Tablet gegenüber durch die Reaktionen im Netz sehr negativ eingestellt war, hat mich die Präsentation wieder gierig gemacht. Gierig, selbst Hand anzulegen.
Es ist nachvollziehbar für iPhone bzw. iPod Touch Besitzer, dass sie etwas enttäuscht sind. Zunächst mal ist das iPad tatsächlich nicht viel mehr als ein großer iPod Touch. Mit wenig Speicherplatz (16GB-64GB) wenn man bedenkt, dass da Filme und Musik konsumiert werden sollen. Klar, als Ergänzung zu einem Mac hat man zwar einen Lagerplatz dafür. Aber ich möchte spontan das iPad greifen und einen Film gucken können. So muss ich immer erst einen Austausch mit dem Mac anleiern oder unterwegs ganz auf das Schauen verzichten. Suboptimal.
Wozu ein iPad, wenn man ein Netbook hat? Letzteres hat ungefähr die selbe Größe, leichteres Tippen, die bessere Leistung. Die Frage ist: Wer braucht zu Hause etwas Schlechteres als seinen Laptop, wer braucht unterwegs etwas Größeres als ein Smartphone?
Ich besitze kein iPhone oder iPod Touch. Unterwegs und unmittelbar will ich telefonieren können und Musik hören. Da reicht mir mein normales Handy und mein iPod. Alle Aktivitäten im Internet erfordern soviel Aufmerksamkeit, dass ich eben so gut mein MacBook aufklappen kann, wo ich einen Screen in vernünftiger Größe habe um das Internet zu nutzen.

Die Größe war für mich der Aspekt, der die durchaus tollen Features von iPhone und iPod Touch entwertet hat gegenüber dem Preis. Kurz gesagt: Das iPad merzt dieses Problem aus. Bleibt die Frage: Wozu ein iPad, wenn ich einen netten Laptop habe (in meinem Fall: Ein MacBook)? Einfache Antwort: Der Touchscreen und die darauf ausgelegte Software. Mitarbeiter, Studenten etc. mit iPads auf denen sie ihre Notizen machen, Recherche betreiben und Präsentationen halten? Erscheint irgendwie vorstellbarer und dynamischer als mit Klappcomputern. Ich habe wegen dem Größenfaktor komplett ignoriert, inwiefern MultiTouch die Bedienung von Programmen intuitiver und meinetwegen spaßiger machen kann. Apple war schon immer groß im Bereich Wohlgefühl, selbst wenn sie in Sachen Leistung Abstriche gemacht haben.
Ich weiß es mangels Erfahrung nicht, aber der Eindruck ist: Es ist möglich, dass 80-90% meiner Aktivitäten vor einem Monitor durch das iPad komfortabler umgesetzt werden können als mit einem Laptop. Falls das Tippgefühl hinhaut. Und für die restlichen Prozent bleibt der Mac als Alternative erhalten. Ob die Bedienung letztendlich wirklich angenehmer und spaßiger ist, muss sich zeigen. Ich sehe das ganze nach wie vor kritisch und werde mir sicherlich nicht sofort ein iPad kaufen, sobald es erhältlich ist. Aber die Chancen auf Erfolg von Tablets sehe ich inzwischen etwas weiter oben. Und wenn, dann wird Apple wieder Marktführer sein, selbst wenn andere Firmen (was Leistung und Features angeht) bessere Produkte entwickeln. Bei Apple geht Spaß über Zweckmäßigkeit. Die Frage ist, wie lange der Spaß anhält und wann die Ärgernisse überhand nehmen.
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Ich glaube das geht bisschen an der Realität vprbei hier.
Was ist das iPad als ein extra dafür angedachter 1-Trick-Dog. Bücher aus dem Bookshop kaufen und darauf lesen, Apps aus dem Appstore kaufen und darauf laufen lassen. Haufenweise “com-in-handy”-spielerreien aber keine mgl wirklich software darauf zu installieren. Komplett geschlossenes System wie ne Spielkonsole.
Und warum auchnicht: Wer nen Computer braucht muss sich einen Kaufen. Für knapp 100 Euro mehr als das iPad. Macht Sinn in der Gadgetworld: Neben dem 1000Euro Note(Mac)book das 900Euro iPad was nicht mehr sondern weniger kann. Damit wir uns das aufklappen sparen.
Dazu noch das iPad nano — äääh ich meine iPhone. Damit kann man dann fast dieselben apps nochmal haben und zudem noch telefonieren – damit das iPad da nicht konkurriert hat apple clevererweise die kamera und das mikro rausgelassen – dann hat man noch die 500 Euro für iphone mehr. Nunhat Apple zwei recht Effiziente Gelddruckmachienen (nie vergessen: nen iPhone kostet 180$ – und verkauft für 500…)
Macht insgesamt: 2400 Euro. Wobei das 1000er Teil die Aufgaben des 1400er Teils auch übernehmen könnte. Aner das müsste man ja aufklappen.
Convience die wir gerne bezahlen. — Ich hoffe nicht.
Die Apple Fans reagierten Negativ: Sie wollten ein Laptop ohne Tastatur. Ich hoffe das sich dies, wenn es denn da ist, die Nokia geräte sind ja auch nicht so toll, dann später doch besser verkauft. – Obschon das fast zuviel Intelligenz verlangt…
Mal abgesehen vom Pro-Open-Source-Apple-Gebashe (anderes Thema): “Damit wir uns das aufklappen sparen.” umfasst so ziemlich genau den Hauptpunkt hinter dem iPad. Das einfach so abzuwatschen erscheint mir doch etwas arg. Gerade das Handling und der Touchscreen sollen ja das Weniger an Leistung ausgleichen. Ich mag da nicht super informiert sein, aber ich denke doch man hätte es sofort von allen Tech-Blogs donnern hören wenn es so klar wäre, dass ein iPad mit normalem MacOS ohne Probleme realisierbar gewesen wäre? Vom höheren Preis ganz zu schweigen. Der ist denke ich auch ein Grund für die fehlende Kamera…das Gerät ist ja als Ergänzung gedacht, nicht als Ersatz. Wieso sollte ich ein iPad mit Kamera bezahlen, wenn ich schon eine in meinem Handy habe? Das vermutlich im iPhone-Fall sogar super komfortabel mit dem iPad kommuniziert?
Die ganzen Kritikpunkte könnte man 1zu1 aufs iPhone bzw IPod Touch übertragen. Die Frage ist aber wohl wirklich, ob das größere Display (für mein Erachten absolut notwendig um sinnvoll zu sein) den größeren Preis wert ist.
Du verteidigst diese Entscheidungen, ich fasse es nicht. Selbstverständlich erwarte ich von einem Gadget in der Preisklasse mehr als nur eine Ergänzung. Selbst die PSP ist eine eigenständige Konsole und nicht nur ne Ergänzung zur PS3 (die es ausserdem ist). Ein Internettablet könnte für leute das Notebook ersetzen die eben nicht … heck. Bild oder Tonbearbeitung machen wn. Sondern ein Netbook möchten. Aber so nicht. So muss man sich das Lap- oder Netbook noch kaufen. Hätte nicht sein müssen Apple. Mus aber sein FÜR Apple denn so verkaufen sie diese Ergänzung auch an bereits bestehende Kunden. Way to go…
Was bietet die PSP gegenüber der PS3 außer ihrer Mobilität?
Man muss das iPad ja nicht kaufen, man wird ja nicht gezwungen. Wenn es so leicht ist ein Netbook mit abgesägter Tastatur und Touchscreen anzufertigen zu nem Preis der als Ergänzung zu nem VollePower-Rechner in Ordnung geht..dann immer her damit. Irgendjemand? Ich bin gerne offen für Alternativen.
Evtl. ist es auch ein zu großes Risiko einen MacBook-Killer zu entwickeln, der aufgrund seiner neuartigen Bedienung auch floppen könnte? Angenommen wir hätten ein voll leistungsfähiges iPad für 2000+ Euronen…wieviele Leute würden sich trauen, soviel Geld in etwas Unbekanntes zu investieren?
Falls solche Tablets tatsächlich noch dieses Jahr kommen, kann man natürlich davon ausgehen dass Apple etwas verzweifelt jetzt die Aufmerksamkeit auf sich konzentrieren will…
PSP: dedizierte Spiele – aber argumentiert man dass die mobilität das einzige ist dann kostet diese mobilität immerhin nur 150 Euro. inkl. webbrowser, skype, audio & video, ps1 kompatibilität…
Ich will keine volle rechenpower – ich will rechenpower auf netbook niveau. und ich will freiheiten! meine von mir bezahlte Hardware is meine sache – und da möchte ich dinge mit machen die mir, nicht dem hersteller, gefallen – darum ist meine PSP auch mit CFW ausgestattet.
es geht mir nicht darum dass das iPad völlig hinter den erwartungen zurückbleibt. Es ist nur ein weiterer Schritt den es zu verhindern bevor es droht sich durchzusetzen. Apple haben es schon gaschafft, dass jeder scheiss mp3 player proprietäre kabel und extra software braucht, haben es geschaffft das kaum ein Hersteller mehr als 1 Jahr Garantie gibt. Weil sie damit durchgekommen sind, war die tür eingetreten und alle anderen sind hinterher.
Ich will nicht in einer welt leben in der man ohne probleme für ne tolle verarbeitung und super eingabemöglichkeiten sich nicht nur vieles gefallen lässt, sondern dieses auch noch verteidigt. Apple agieren mir zu Hyperkapitalistisch. Bauen tolle Hardware die wir gerne nutzen würden aber zwängen den Nutzer den so sehr in ihr Korsett dass es keinen Spass mehr macht. Wieso, wenn nicht für die 1-Trick-Doggerei dürfen wir auf dem (erbärmlichen Handy-) 1GHz Prozessor keine Software Installieren? Wieso muss Apple alle Inhalte dafür absegnen? Ich will PornoApps! Erlaubt mir Apple nicht. Ich bin auch bereit etwas instabilität für neue Perspektiven in kauf zu nehmen. Erlaubt mir Apple nicht. Wenn ich wichsen will is das mein goddamn business, wenn ich ne virtuelle pussy mit touchscreen reiben will bis sie virtuel kommt – dann ist das mein willen, wenn ich Software haben will auch, da brauchen die mich nicht nur nicht zu gängeln sondern sollen mir auch nischt vorschreiben.
Ich weiss dass ich das iPad nicht kaufen muss wenn es mir nicht passt. Ich weiss auch das ich nicht in der Ukraine wohne und dennoch gehe ich emotional mit der Wahl mit. “Muss nicht hingehen – muss mich nicht kümmern” – fürn Arsch.