Nö, ich habe Dan Browns Bücher nicht gelesen, Thriller sind nicht meine Welt. Zudem werden Verschwörungstheorien irgendwann ziemlich austauschbar und der ganze religiöse Schwurbel um den Vatikan als Setting ändert daran auch nichts. Mag sein, dass sich die Bücher auch ohne Megainhalt gut lesen lassen, so ähnlich wie die Twilight-Saga. Die hab ich wiederum gelesen, aber den Film nicht gesehen. Egal. Jetzt soll es um Illuminati gehen.
Illuminati ist die zweite Verfilmung von Dan Browns Büchern nach The Davinci Code. Grob gesagt geht es darum, dass der Geheimbund der Illuminaten hoch explosive Antimaterie aus dem Elektronenbeschleuniger von CERN stiehlt und ankündigt, den Vatikan in die Luft zu sprengen. Hauptfigur Robert Langdon (aufgedunsen: Tom Hanks) verbringt den Rest des Films damit Spuren von einer Kirche zur nächsten zu folgen um entführte Kardinäle zu befreien und natürlich den Sprengsatz zu finden. Mit von der Partie ist eine Wissenschaftlerin von CERN, Vittoria Vetra sowie der Chef der Schweizer Garde Kommandant Richter (Stiefelriemen-Bill: Stellan Skarsgârd) und der Vertraute des frisch verstorbenen Papstes, Camerlengo Patrick McKenna (glattrasiert: Ewan McGregor).

Die Jedi-Roben fand ich hübscher

Niemand kann so toll (und oft) aus dem Auto aussteigen und zur Kirche rennen wie ich!
Das ist kein Film über Menschen, sondern ein Film über den Vatikan. Die Charaktere könnte man komplett austauschen, es bliebe trotzdem nur eine hübsche Spurensuche mit etwas Geschichtsunterricht in Sachen Christentum und Papstwahl. Es wird ein, zwei mal das Verhältnis zwischen Religion und Wissenschaft angerissen, was durchaus ein spannendes Thema wäre, aber vom Film nur halbherzig verfolgt wird. Eigentlich schade, da es zwar als Grundkonflikt der Story herhalten muss, aber viel zu mager bearbeitet wird.
Fazit: Kann man sehen, wenn man Rom mag. Spannender als ein Museumsbesuch ist es dann doch noch, gerade so.
Kontra.

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