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	<title>Moosbett</title>
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	<description>Alles Andere ist Wikipedia</description>
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		<title>Der Gott des Gemetzels – Zum Kotzen wunderbar</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 15:21:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Waltz]]></category>
		<category><![CDATA[Der Gott des Gemetzels]]></category>
		<category><![CDATA[Jodie Foster]]></category>
		<category><![CDATA[John C. Reilly]]></category>
		<category><![CDATA[Kate Winslet]]></category>
		<category><![CDATA[Roman Polanski]]></category>

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		<description><![CDATA[Roman Polanksi zeigt mit seiner Adaption von  Yasmina Rezas Bühnenstück eindringlich, dass ein Film spannend, lustig, traurig und interessant zugleich sein kann - auch wenn er fast ausschließlich in einer Wohnung spielt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/der-gott-des-gemetzels-–-zum-kotzen-wunderbar"><img class="aligncenter size-full wp-image-1348" title="Der Gott des Gemetzels" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/canrage1.jpg" alt="" width="560" height="150" /></a></p>
<p>Roman Polanksi zeigt mit seiner Adaption von  <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yasmina_Reza">Yasmina Rezas</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Gott_des_Gemetzels">Bühnenstück</a> eindringlich, dass ein Film spannend, lustig, traurig und interessant zugleich sein kann &#8211; auch wenn er fast ausschließlich in einer Wohnung spielt.<span id="more-1345"></span></p>
<p><strong>Ein ganz normaler Besuch</strong></p>
<p>Wer kennt diese Situation nicht? Man trifft einen fremden Menschen und muss mit ihm umgehen. Man ist freundlich, betreibt Small Talk. Man stößt auf unterschiedliche Ansichten, versucht diese vielleicht noch ein wenig fair zu diskutieren und lässt dann davon ab, um Streit zu vermeiden. Doch was passiert, wenn man diese Unstimmigkeiten nicht mehr ignorieren kann? Genau darum dreht sich „Der Gott des Gemetzels“.</p>
<p>Ein Kind schlägt ein anderes mit einem Stock. Die Eltern treffen sich, um darüber zu reden. Dabei herrscht zunächst kein Groll zwischen Penelope und Michael Longstreet (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jodie_Foster">Jodie Foster</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_C._Reilly">John C. Reilly</a>) sowie Nancy und Alan Cowan (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kate_Winslet">Kate Winslet</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Waltz">Christoph Waltz</a>). Alle sind sich einig, dass es sich um eine Lappalie handelt. Das Gespräch entwickelt sich, man tauscht Nettigkeiten aus, isst Kuchen zusammen.  Der Aufenthalt zieht sich in die Länge, als sich Nancy übergeben muss, Alan ständig telefoniert und zur Beruhigung der Whisky aufgemacht wird. Damit hat das Chaos erst begonnen.</p>
<p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/carnage3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1349" title="Der Gott des Gemetzels" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/carnage3.jpg" alt="" width="560" height="370" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Alles nur Fassade</strong></p>
<p>Der Film demontiert Stück für Stück die bürgerliche Fassade, hinter der sich seine Protagonisten verstecken. Oberflächlich freundlich halten sich beide Paare zunächst an die Regeln des sozialen Zusammenlebens. Doch die unterschiedlichen Lebensentwürfe prallen zunehmend aufeinander. Alan ist mehr oder weniger skrupelloser Anwalt eines Pharmakonzern, Michael ein Haushaltswarenvertreter. Nancy ist Anlageberaterin, Penelope eine Kunstliebhaberein, die sich für Kinder in Afrika engagiert. Die Gespräche drehen sich um Blumenläden, ausgesetzte Hamster und nicht zuletzt: Wie hat man eigentlich sein Kind zu erziehen?</p>
<p>Das Drehbuch ist ein Lehrstück in Charakterzeichnung. Ein harmloser Anlass führt dazu, dass die Figuren ihr Leben offenlegen. Ständig wird gestritten und versöhnt. Mal geht es Frauen gegen Männer, Paar gegen Paar, jeder gegen jeden. Alan bringt deutlich auf den Punkt, er glaube an einen Gott des Gemetzels: Unter der Oberfläche brodelt doch in jedem ein Tier, dass sich selbst über alles stellt.</p>
<p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/carnage2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1351" title="Der Gott des Gemetzels" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/carnage2.jpg" alt="" width="560" height="342" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fazit: Grandios</strong></p>
<p>Es ist schwer, die Brillanz des Drehbuchs wiederzugeben. Die Dialoge strotzen vor Witz und Tragik. Sie werden von vier super Schauspielern wiedergegeben, bei denen sich vor allem Jodie Foster als humorloser Moralapostel und Christoph Waltz als zynischer Workaholic  selbst übertreffen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roman_Pola%C5%84ski">Polanski</a> wird mit seiner subtilen Inszenierung dem fast 1 zu 1 übernommenen Bühnenstück absolut gerecht, ohne es mit filmischem Schnickschnack zu überladen.</p>
<p>&#8220;Der Gott des Gemetzels&#8221; &#8211; das sind vier Menschen in einer Wohnung, die reden. Das ist aber auch Saufen, Kotzen, Schreien, Weinen und Lachen. Top Vorlage, top Regisseur, top Schauspieler. Der Kinosaal war bei meinem Besuch fast leer, 3 Tage nach Premiere wohlgemerkt. Das hat der Film nicht verdient. Klar ist er kein Blockbuster, aber unterhaltsam trotzdem ohne Ende. Denn es werden genügend Rollen angeboten, mit denen man sich identifizieren kann. Und das sind mehr als vier. Anschauen!</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/wLW-mbn7Z7c?rel=0&amp;hd=1" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<div class="shr-publisher-1345"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Troja und Piraten</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 18:24:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Staatstrojaner]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja ich weiß. Mal wieder Monate lang keine Einträge auf Moosbett. Und keine Beiträge bedeutet den Tod, zumindest aber das Koma für jeden Blog. Also probier ichs heute mal mit einer Senfsammlung zu mehreren Themen der Weltgeschichte, möglichst kurz gehalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a title="Troja und Piraten" href="http://tomhartig.de/wordpress/troja-und-piraten"><img class="aligncenter size-full wp-image-1337" title="Troja und Piraten" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/troja.png" alt="Troja und Piraten" width="560" height="150" /></a></p>
<p>Ja ich weiß. Mal wieder Monate lang keine Einträge auf Moosbett. Und keine Beiträge bedeutet den Tod, zumindest aber das Koma für jeden Blog. Also probier ichs heute mal mit einer Senfsammlung zu mehreren Themen der Weltgeschichte, möglichst kurz gehalten. <em>Edit: Ist mir nicht gelungen, deswegen doch eher einen monothematischen Rant.</em></p>
<p><span id="more-1330"></span></p>
<p><strong>Staatstrojaner-Affäre</strong></p>
<p>Wer nicht weiß um was es geht, belese sich z.B. auf <a href="http://netzpolitik.org/?s=staatstrojaner&amp;amp;searchsubmit=Suchen" target="_blank">Netzpolitik.org</a>.</p>
<p>Unbelehrbare werden sagen, die Aufregung wäre übertrieben. Es ginge hier ja nicht um die totale Überwachung, Diktatur etc. sondern um Verbrechensbekämpfung, die in den heutigen Zeiten keine andere Wahl hat. Dass der Staat keine Skrupel haben darf die neuen technologischen Möglichkeiten zu nutzen, Kriminelle hätten sie ja auch nicht. Zuerst kommt das Überleben, danach die Moral. So argumentieren in etwa auch die entblößten Beamten derzeit.</p>
<p>Achtung, ich hole jetzt vielleicht ein völlig unpassendes Beispiel aus dem Keller: Mit dem gleichen Argument wurde die Mauer gebaut. Noch heute sagen mir Ex-DDRler „Der Staat hatte ja keine andere Wahl, es sind ja alle abgehauen!“. Es ist ein Denken, dass den Staat über seine Bürger stellt. Als dienen die Menschen dem System, und nicht umgekehrt. Es sollte gelten: Wenn das System nicht funktioniert, muss es geändert werden. Es ist erschütternd und macht mich unendlich wütend, wenn „unser“ Bundesinnenminister Friedrich im Grunde sagt, das Gesetz gelte für den Staat nicht. Auch wenn er es etwas netter verpackt, indem er meint die Gerichte seien halt der einen Meinung, und die Behörden einer anderen. Geht’s noch?</p>
<p>Nennt mich Gutmensch oder weltfremd. Aber man muss sich nur den Diskurs über den Staatstrojaner anschauen, um sich relativ einfach positionieren zu können. Auf der einen Seite die Bürger, welche mit unzähligen Argumenten stichhaltig nachweisen können, dass der Staat illegal Spähsoftware eingesetzt hat. Die noch dazu so schlampig programmiert, unkontrolliert von einer Privatfirma produziert  (welche vor wenigen Jahren in einen Bestechungsskandal verwickelt war) wurde, dass sie von Laienhackern gekapert werden kann um die gewonnenen Daten zu missbrauchen. Auf der anderen Seite der Staat, welcher den Doktor a.D. zu Guttenberg macht: Lügen, immer nur soviel zugeben wie eh schon  bewiesen ist und diesmal dann lächerlicherweise nicht einmal mehr das: Nämlich schlichte Realitätsverweigerung trotz klarer Tatsachen. Friedrich und Co. Präsentieren nicht nur völlige Inkompetenz, sondern einen verdorbenen Charakter sondergleichen, der das eigene Überleben über das Grundgesetz stellt.</p>
<p>Bürger: Sie haben das Gesetz gebrochen.</p>
<p>Behörden: Wir finden, das Gesetz ist blöd.</p>
<p>Argumentationen für oder gegen Überwachungsmaßnahmen sind sicherlich Aufgabe der Legislative, aber völlig fehl am Platz wenn es um Rechtsbruch durch die Exekutive geht. Da hilft auch Friedrichs Mantra: <em>Es gab kein Rechtsbruch -&gt; Es gab keinen Rechtsbruch durch Bundesbehörden -&gt; Es gibt kein Rechtsbruch der mir unterstellten Behörden -&gt; Von einem Rechtsbruch ist mir grad nichts bekannt.</em></p>
<p>Ich weiß bei diesem Thema nicht, ob ich mich zu sehr echauffiere oder zu wenig. Meine primären Quellen sind ja nun mal Digital Natives mit relativ homogener Meinung zu solchen Themen. Und sie regen sich gerne sehr stark auf, was vom restlichen Teil der Bevölkerung vielleicht eher belächelt wird, sofern er etwas davon mitbekommt. Wenn auch zunehmend weniger, wie der Erfolg der Piratenpartei ja zeigt.</p>
<p><strong>Erfolg der Piratenpartei</strong></p>
<p>Ich freue mich sehr über den Erfolg, aus verschiedenen Gründen.</p>
<p>1.	Sie repräsentieren sowohl einen großen Teil bisheriger Nichtwähler, welche offensichtlich nicht zwangsläufig politikverdrossen sind, sondern lediglich keine Lust auf die Art und Weise haben, wie zur Zeit Politik gemacht wird. Zum anderen zeigen sie das steigende Interesse an Themen wie Datenschutz, Bürgerrechten etc.</p>
<p>2.	Ihr Grundverständnis keine Ansammlung von Experten für alle Probleme dieser Welt zu sein, sondern die Stimme des Volkes, bläst erfrischenden Wind in die Segel der aktuellen Politik. Ich sehe auf keinen Fall die Piratenpartei zur Zeit als eine Partei an, die Deutschland regieren kann. Sie stellt aber ein bedeutsames Korrektiv für den Bundestag dar: Meinetwegen können die Piraten wieder verschwinden, wenn sie ihre Botschaft in den etablierten Parteistrukturen hinterlassen haben: Nehmt euer Volk ernst, redet mit ihm in einer Art, die der heutigen Zeit angemessen ist und vor allem: Habt keine Geheimnisse vor eurem Volk und lasst sie teilhaben!</p>
<p>Übrigens hat die Piratenpartei &#8211; wie <a href="http://blog.fefe.de/" target="_blank">Fefe</a> richtig sagte &#8211; ihre Chance gründlich in den Sand gesetzt, die ganze Trojaneraffäre für sich zu nutzen. Immerhin haben sie u.a. den <a href="http://www.internet-law.de/2011/10/strafanzeige-wegen-bayerntrojaner.html" target="_blank">Staatsminister von Bayern angeklagt</a>, für das Verbrechen, was er allem Anschein nach begangen hat. Wenn man den Behörden schon nicht mit Argumenten gut zureden kann, muss man sie eben mit den eigenen Mitteln zur Räson bringen. Sollte dies nicht mehr möglich sein, muss man fast schon über gewaltsamen Widerstand nachdenken. Die Judikative sehe ich hier als letzte halbwegs vertrauenswürdige Instanz. Doch selbst deren Handlungsoptionen werden zunehmend eingeschränkt, wie sich in unzähligen Fällen von vertuschter Polizeibrutalität etc. gezeigt hat.</p>
<p>Tja, nun konnt ich mich doch nicht kurz halten. Naja, vielleicht verheißt das ja in Zukunft weitere Einträge? <img src='http://tomhartig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>P.S. Sehe grad: <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,794126,00.html" target="_blank">Aktuellere Trojanervariante aufgetaucht und analysiert</a>, immer noch Mist, Behörden dementieren nach rekordverdächtigen 9 Minuten. Es ist einfach traurig.</p>
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		<title>Bastion</title>
		<link>http://tomhartig.de/wordpress/bastion</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 14:27:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Videospiele]]></category>
		<category><![CDATA[Bastion]]></category>
		<category><![CDATA[Supergiant Games]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich möchte mal wieder ein Spiel empfehlen. Und weil Mainstream-Titel das nicht nötig und noch seltener verdient haben, handelt es sich dabei um eine Indie-Perle, die man z.B. bei Steam für gerade mal 13,99€ erwerben kann: "Bastion" von Supergiant Games.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p style="text-align: center;"><a href="http://tomhartig.de/wordpress/bastion"><img class="aligncenter size-full wp-image-1306" title="Bastion" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/bastion1.png" alt="Bastion" width="565" height="262" /></a></p>
<p>Ich möchte mal wieder ein Spiel empfehlen. Und weil Mainstream-Titel das nicht nötig und noch seltener verdient haben, handelt es sich dabei um eine Indie-Perle, die man z.B. <a href="http://store.steampowered.com/app/107100/" target="_blank">bei Steam für gerade mal 13,99€ erwerben kann</a>: &#8220;Bastion&#8221; von Supergiant Games.<span id="more-1305"></span></p>
<p><strong>Story</strong></p>
<p>Die Geschichte ist schnell erzählt: „Kid“ wacht auf seinem Bett auf einem Felsen auf, der einsam im Himmel schwebt. Er ist auf der Spur einer großen Katastrophe, die sein Volk ausgelöscht hat. Er trifft auf wenige Überlebende und reist von der sogenannten Bastion aus in die verschiedenen Teile des zerstörten Kontinents, um alles wieder zum Guten zu wenden. Dabei wird er nicht nur mit Feinden und Verrat, sondern auch mit seiner eigenen Vergangenheit und der seines Volkes konfrontiert.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1307" title="Kid schlummert in seinem Bett" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/bastion5.png" alt="Kid schlummert in seinem Bett" width="565" height="360" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Spielprinzip</strong></p>
<p>Vordergründig ist Bastion erst mal ein Hack’n’Slay Game: Man rennt durch die Level, kämpft gegen allerlei Getier mit unterschiedlichen Waffen und sammelt dabei verschiedene Gegenstände ein. Das Gameplay ist gut durchdacht und bietet mit einer Vielzahl an Gegnertypen, Waffenmodifikationen und Herausforderungen genügend Abwechslung. Doch es ist weniger das solide Spielprinzip, was Bastion aus der grauen Masse der isometrischen Actionspiele abhebt, sondern sein Design.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1308" title="Kid im Kampf gegen Maschinen, die ständig neue Gegner ausspucken" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/bastion2.png" alt="Kid im Kampf gegen Maschinen, die ständig neue Gegner ausspucken" width="565" height="318" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Design</strong></p>
<p>Bastion ist einfach schön. Ähnlich wie in <a href="http://tomhartig.de/wordpress/braid" target="_blank">Braid</a> ist die Grafik vollständig und hochauflösend von Hand gezeichnet und gibt mir das Gefühl, mich innerhalb eines Gemäldes zu bewegen. Mit jedem Schritt den ich gehe, setzt sich die Welt weiter zusammen. Alles was ich mache, wird dabei von einem großartigen Erzähler begleitet, der das Geschehen kommentiert als wäre es eine alte Heldensage. Überhaupt verdient neben der Optik der Klang des Spiels besondere Aufmerksamkeit. Neben der tollen Stimme des Erzählers erwartet den Spieler ein phantastischer Soundtrack, der orientalische Klänge mit Western vereint und eine traumartige Atmosphäre schafft.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1309" title="Eine Herausforderung für den Hammer - So schnell wie möglich alles kaputtschlagen" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/bastion3.png" alt="Eine Herausforderung für den Hammer - So schnell wie möglich alles kaputtschlagen" width="565" height="318" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Bastion ist ein spaßiges Actionspiel mit viel Witz, welches zur gleichen Zeit ein tolles Maß an Poesie und Melancholie vermittelt. Diese Mischung muss man erst einmal hinkriegen. Für den geringen Preis bekommt man mehr als genug Inhalt und ein Spielerlebnis, dass das vieler Vollpreistitel bei weitem übertrifft. Kaufen!</p>
<p>Wer Interesse hat, aber noch nicht zum Kauf bereit ist: Es gibt auch eine <a href="http://store.steampowered.com/app/107100/" target="_blank">Demoversion zum Anspielen</a>.</p>
<p><iframe width="565" height="347" src="http://www.youtube.com/embed/mX48y24t9iU?rel=0&amp;hd=1" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Tree of Life</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 10:32:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Brad Pitt]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Ebert]]></category>
		<category><![CDATA[Stanley Kubrick]]></category>
		<category><![CDATA[Terrence Malick]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Eltern bekommen einen Anruf: Einer ihrer Söhne ist gestorben. Eine Welt bricht zusammen. Doch was für eine Welt? Und was wird nun? Tree of Life ist kein einfacher Film. Er stellt die ganz großen Fragen und lässt dem Zuschauer viel Zeit, darüber nachzudenken. Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Und wieso machen wir uns das Leben so kompliziert? Meisterregisseur Terrence Malick hat sich damit auseinandergesetzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p style="text-align: center;"><a title="Tree of Life" href="http://tomhartig.de/wordpress/tree-of-life"><img class="aligncenter size-full wp-image-1277" title="Tree of Life" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/tree1.png" alt="" width="560" height="150" /></a></p>
<p>Die Eltern bekommen einen Anruf: Einer ihrer Söhne ist gestorben. Eine Welt bricht zusammen. Doch was für eine Welt? Und was wird nun? Tree of Life ist kein einfacher Film. Er stellt die ganz großen Fragen und lässt dem Zuschauer viel Zeit, darüber nachzudenken. Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Und wieso machen wir uns das Leben so kompliziert? Meisterregisseur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Terrence_Malick" target="_blank">Terrence Malick</a> hat sich damit auseinandergesetzt.<span id="more-1275"></span></p>
<p><strong>Alles wird kompliziert</strong></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Tree_of_Life" target="_blank">Tree of Life</a> zeigt die Welt in 3 Phasen, die trotz ihrer zeitlichen Trennung miteinander verbunden sind. Zunächst ist dies der Ursprung allen Seins, die Entstehung der Welt, des Lebens. Ein Chaos in prächtiger Schönheit. Wir sehen Minuten lang die Entwicklung vom Urknall, von den Vulkanlandschaften der frühen Erdgeschichte bis zur Entwicklung des Lebens in den Meeren und die Gewinnung des Festlandes durch die ersten Dinosaurier. Natur pur, sozusagen.</p>
<p>Es folgt die Geburt und das Aufwachsen von Jack O’Brien (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hunter_McCracken" target="_blank">Hunter McCracken</a>) in der harmonischen Kulisse des mittleren Westens in den 50er Jahren. Worte sind nicht wichtig, die Faszination für die Welt und das Leben steht im Vordergrund. Stets präsent ist seine feengleiche Mutter (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jessica_Chastain" target="_blank">Jessica Chastain</a>), voller Liebe und Geborgenheit. Es sind glückliche Erinnerungen.</p>
<p>Mit dem Alter wächst die Verantwortung. Der Vater (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brad_Pitt" target="_blank">Brad Pitt</a>) nimmt eine immer größere Rolle ein. Er ist Lehrmeister der drei Söhne, will sie auf das Leben vorbereiten. Bringt ihnen bei, wie sie sich zu verhalten haben. Sagt ihnen, sie müssen hart sein, bringt ihnen den Boxkampf und die Musik nahe. Er selbst wollte immer Musiker werden, hat es aber selbst im Leben scheinbar zu nichts gebracht. Am Ende verliert er seine Arbeit. Wie sagt man seinem Kind, es könne alles erreichen, wenn man selbst kein Vorbild sein kann?</p>
<p>Beim Schwimmen stirbt ein Junge und Jack fragt seinen Vater: „Müssen wir alle sterben?“ Jack lernt: Darüber spricht man nicht. Weil es keine Antworten gibt? Die Welt wird komplizierter, die Regeln des Vaters und der Gesellschaft werden in Frage gestellt. Die Eltern sind nicht mehr nur das, sie sind Menschen wie alle anderen auch. „Er ist ein Lügner. Er sagt uns wir sollen die Ellenbogen vom Tisch nehmen, hält sich aber selbst nicht dran.“ Es ist eine Phase, die jeder Mensch durchmachen muss: Die heile Welt der Eltern zerbricht und man muss sich neu orientieren. Welche Regeln gelten für mich?</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/tree2.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1280" title="Jack in der Klammer seines Vaters" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/tree2.png" alt="Jack in der Klammer seines Vaters" width="560" height="300" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Rebel without a cause</strong></p>
<p>Es wird kein konkreter Grund präsentiert, warum Irgendetwas schiefläuft. Man spürt die zunehmende Bedrohung der Familie, das Auseinanderbrechen. Der Sohn begehrt gegen den Vater auf, denkt sogar daran, ihn zu töten. Er hört nicht mehr auf die Mutter, weil diese ja auch nur dem Vater hörig sei. Streit zwischen den Eltern, bisher nur durch die Fenster der Nachbarhäuser gesehen, zieht ins eigene zu Hause ein. Jack verstößt bewusst gegen Regeln, testet seine Grenzen. Er verletzt seinen Bruder mit dem Luftgewehr. Bricht in ein fremdes Haus ein, zerschmeißt Fenster, bindet Frösche an Raketen. Jack fragt: „Wie sollen wir etwas lernen, wenn wir nichts ausprobieren dürfen?“ Und doch ist es nicht so einfach. Jack hasst seinen Vater nicht, er liebt ihn. Trotz aller Probleme ist er als Vater sein Vorbild. Manchmal werden wir wie unsere Eltern, mit all ihren Fehlern. „Vater und Mutter, stets ringt ihr in mir.“</p>
<p>Schließlich sehen wir Jack als Erwachsenen (Sean Penn), welcher ziellos durch ein Labyrinth von Hochhäusern und Glaspalästen irrt. Das einzige Stück Natur ist hier ein Baum in einer großen Halle, überdacht von Glas. Scheinbar hat Jack es zu etwas gebracht, wie sein Vater es immer wollte. Glücklich ist er nicht. Er trauert um seinen toten Bruder, bereut seinen Neid auf ihn, steckt in einer Sinnkrise. Die Welt wird vom Menschen künstlich geordnet, sich Untertan gemacht und trotzdem erhalten wir keine Antworten. Jack ist so verloren wie nie zuvor.</p>
<p>Am Ende finden alle Menschen in einer weiten Landschaft wieder zueinander. Ist dies das Jenseits? Die bildliche Darstellung der Sehnsüchte, wieder zum Ursprung zurückkehren zu können? All das Vergessen zu machen, was an irgendeinem Punkt im Leben schiefgelaufen ist? Wir wissen es nicht.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/tree4.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1281" title="Jack ist verloren" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/tree4.png" alt="Jack ist verloren" width="560" height="300" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>(Zu) Große Fragen?</strong></p>
<p>Der Film ist eine große Meditation über das Leben. Man muss kein spiritueller Mensch sein, um das faszinierend zu finden. Es gibt wunderschöne Bilder, sphärische Musik. Wir sehen keine große, zusammenhängende Story. Lediglich Fragmente werden gezeigt, einzelne Situationen. Diese reichen aus, um die Fragen aufzuwerfen, die dieser Film verfolgt. Die Verknüpfung des Universums, der Natur und den  O’Briens ruft die universalen Zusammenhänge ins Bewusstsein. Was ist das Leben des einzelnen im Vergleich zum Sein? Alles? Nichts? Wir sind winzig im Hinblick auf die Geschichte der Welt und doch riesig gegenüber dem kleinsten Atom. Und wieso sollte das menschliche Leben nichts mit der Entstehung allen Seins zu tun haben, nur weil da ein großer Zeitraum zwischen ist? Der Film versteht es, solche banalen Grenzen zu durchdringen.</p>
<p>Tree of Life ist nicht unterhaltsam im Sinne von kurzweiligem Vergnügungen. So sehr ich die Funktion der Endlosbilder von Flüssen, Wäldern etc. auch verstehe &#8211; mir war es ab und an etwas zu viel. ABER: Das ist subjektiv und immer davon abhängig, wie weit die Gedanken des Zuschauers derweil wandern können. Ich nehme an, das nennt sich Anspruch.  Viele werden verprellt sein und fragen: „Was soll der Scheiß? Ich wollt nen schönen Film mit Brad Pitt sehen und dann über 2 Stunden nur zusammenhangslose Bilder vom Weltall, spielenden Kindern und Kirchengesang!“</p>
<p>Zu Recht hat <a href="http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20110602/REVIEWS/110609998" target="_blank">Roger Ebert Tree of Life mit Stanley Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum verglichen</a>: Wir haben hier einen meditativen Film, in dem auf der Handlungsebene nicht viel passiert, der aber unglaublich tiefgründig ist, wenn der Zuschauer den entsprechenden Hintergrund besitzt und die Bilder mit seinen eigenen Gedanken füllen kann. Und wo 2001 noch kalt und künstlich erschien, besitzt Tree of Life eine Wärme und Menschlichkeit, die ihres Gleichen sucht.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/tree31.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1294" title="Neid" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/tree31.png" alt="Neid" width="560" height="300" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Nix für jeden</strong></p>
<p>Man kann sagen: Eine Gewisse Vorliebe für Philosophie ist von Nöten. Oder einfach die Einstellung: Ich lass mich nicht von einem Film berieseln sondern nutze diese Stunden, um über mein Leben, meine Kindheit, meine Kinder, meine Eltern etc. nachzudenken. Ich fands dufte. Aber vielleicht braucht man auch eine gewisse Erfahrung mit Filmen, um sich nicht von der ungewöhnlichen Erzählweise verwirren zu lassen, so dass man sich auf das Wesentliche konzentrieren kann? Leichte Kost ist der Film nicht, aber auf jeden Fall etwas für die Kritiker.</p>
<p>Zitat einer Freundin: „Den möchte ich noch einmal sehen, um ihn besser zu verstehen.“ Das schaffen nicht viele Filme und ich bin immer froh, wenn so einer auftaucht.</p>
<p>P.S. Der Film ist ein super Beispiel dafür wie Leute oft sagen „Der Film ist scheiße“ wenn sie eigentlich meinen „Der Film hat mir nichts gesagt“. Das ist schon ein Unterschied. So mies und undurchdacht kann Tree of Life nicht sein, wenn einige Menschen darüber stundenlang diskutieren können. Leider gibt es auch da die arrogante Haltung: „Das sind Kunstschnösel die sich wichtigmachen wollen.“ Seufz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/E6n_eEuo2is" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Mein Gott, wie ich die BILD verachte</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 12:53:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>

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		<description><![CDATA[Bild-Schlagzeile zum Thema Griechenland und Eurokrise: Kommt mir vor wie: Mehr Infos unter http://www.stefan-niggemeier.de/blog/und-die-eulen-wollen-wir-auch-zuruck/ Nuff said, dieses Blatt ist einfach nur zu verachten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Bild-Schlagzeile zum Thema Griechenland und Eurokrise:</p>
<p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/euroluege.jpeg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1270" title="euroluege" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/euroluege.jpeg" alt="Quelle: BILD" width="330" height="334" /></a></p>
<p>Kommt mir vor wie:</p>
<p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/euroluege2.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1271" title="euroluege2" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/euroluege2.png" alt="Quelle: Ich" width="330" height="334" /></a></p>
<p>Mehr Infos unter <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/und-die-eulen-wollen-wir-auch-zuruck/">http://www.stefan-niggemeier.de/blog/und-die-eulen-wollen-wir-auch-zuruck/</a></p>
<p>Nuff said, dieses Blatt ist einfach nur zu verachten.</p>
<div class="shr-publisher-1268"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Facebook erkennt Gesichter &#8211; So what?</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 08:02:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Gesichtserkennung]]></category>

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		<description><![CDATA[Hilfe! Facebook(!) erkennt mein Gesicht!!11Elf. Das soziale Netzwerk hat jetzt auch in Deutschland die Funktion eingeführt, dass Freunde auf den eigenen Fotos erkannt und zur Markierung vorgeschlagen werden. Datenschützer zetern, wiedereinmal stehe die Privatsphäre jedes Einzelnen auf dem Spiel. Auf allen Kanälen gehen Anleitungen herum, wie man in 
den eigenen Einstellungen ausschalten kann, dass man auf Fotos vorgeschlagen wird. Ich frage mich: DARÜBER regt ihr euch auf?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/facebook-erkennt-gesichter-so-what"><img class="aligncenter size-full wp-image-1250" title="modern" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/modern.jpg" alt="Modern Times" width="565" height="150" /></a></p>
<p>Hilfe! Face(!)book erkennt mein Gesicht!!11Elf. Das soziale Netzwerk hat jetzt auch in Deutschland die Funktion eingeführt, dass Freunde auf den eigenen Fotos erkannt und zur Markierung vorgeschlagen werden. Datenschützer zetern, wiedereinmal stehe die Privatsphäre jedes Einzelnen auf dem Spiel. Auf allen Kanälen gehen Anleitungen herum, wie man in den eigenen Einstellungen ausschalten kann, dass man auf Fotos vorgeschlagen wird. Ich frage mich: DARÜBER regt ihr euch auf?</p>
<p><span id="more-1249"></span></p>
<p><strong>Was  los ist</strong></p>
<p>Eins vorweg: Es erscheint mir sogut wie unmöglich ausführlich zu sagen, womit die Leute hier angeblich ein Problem haben. Jetzt hilft eine Gesichtserkennungfunktion dem Fotobesitzer Leute schneller zu markieren. Nichts anderes! Facebook geht NICHT durch eure Fotos und markiert jede Person darauf öffentlich die es erkennt! Es schlägt lediglich Namen aus der Freundesliste vor, wenn man ohnehin jemanden auf einem neu hochgeladenen Foto markieren will. Was ändert sich also effektiv? Der Fotobesitzer braucht im Zweifelsfall nur auf den Namen zu klicken anstatt die ersten 2-3 Buchstaben seines Freundes einzutippen um dann auf den Namen zu klicken. Oh my god! Automatisierte Gesichtserkennung ist nichts Neues, Apple&#8217;s iPhoto hat schon lange genau dieses Feature. Hat sich auch keiner drüber aufgeregt.</p>
<p>Das wahre Problem, wenn man es als solches betrachtet, ist generell die Funktion, andere Menschen auf Fotos öffentlich zu markieren. Oder noch grundsätzlicher: Fotos von anderen Personen ohne deren Einverständniserklärung zu veröffentlichen. Darüber hat sich bisher aber kaum jemand aufgeregt. Im Gegenteil, es wird fleißig praktiziert. <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-06/facebook-gesichtserkennung-rechtfertigung" target="_blank">Zeit.de schreibt zur Gesichtserkennung</a>: &#8220;Solche Verfahren sind umstritten, da die Betroffenen keine Kontrolle mehr darüber haben, wer sie wobei identifiziert.&#8221; Ähem, inwiefern hatten sie die vorher? Ich hatte noch nie Einfluss darauf, ob mich jemand auf einem Foto erkennt oder nicht.</p>
<p><strong>Was eigentlich los ist</strong></p>
<p>Die Debatte zeigt doch Folgendes: Die Leute merken, dass sie die Kontrolle verlieren, ja. Seit Jahren posten sie fleißig Fotos auf Facebook, markieren Leute, freuen sich markiert zu werden, es ist hip, es ist cool. Doch nun hören sie Worte wie &#8221;automatisiert&#8221; und merken, in was für einer Maschine sie da hineingeraten sind. Ihnen wird durch die automatische Erkennung von Bildern bewusst, dass ihre Daten ohne ihr Zutun verwendet werden, zu welchem Zweck auch immer. Vordergründig bashen alle darauf ein, dass Facebook seine Analysetechniken jetzt auch als Feature anbietet, was in diesem Fall wie gesagt Schwachsinn ist, doch im Grunde geht es um die Angst, dass solche Techniken überhaupt existieren. Dass die eigene Identität zu einer Ware wird, mit der andere tun können was sie wollen.</p>
<p>Insofern geht es nicht um das aktuelle Feature, sondern um die Frage: Wo führt das hin? Mich wundert nur, dass diese Frage JETZT gestellt wird und nicht schon beim Posten und Taggen von Bildern.</p>
<p>P.S. Natürlich wird die Frage schon lange gestellt, es ist geradezu das Hauptthema in kritischen Facebook-Debatten. Aber die Sache wegen so einer Kleinigkeit aufkochen? Nunja, immerhin kommt die Kritik so auch bei den Usern an und sorgt vielleicht für einen etwas reflektierteren Umgang mit sozialen Netzwerken&#8230;naaah, just kidding. Ich besuch dann mal mein CityVille&#8230;</p>
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		<title>Pirates Of The Caribbean &#8211; Fremde Gezeiten</title>
		<link>http://tomhartig.de/wordpress/pirates-of-the-caribbean-fremde-gezeiten</link>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2011 20:12:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Fluch der Karibik]]></category>
		<category><![CDATA[Fremde Gezeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Johnny Depp]]></category>

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		<description><![CDATA[Jack Sparrow ist wieder da. Fehlt da nicht irgendwo ein Capt'n? Ja, tut er. Der vierte Aufguss des eigentlich amüsanten Südseeabenteuers schippert nämlich zielos umher, geht mächtig baden, läuft ordentlich auf Grund.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://wp.me/pDE8C-jS"><img class="aligncenter size-full wp-image-1233" title="jack" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/jack.png" alt="Jack Sparrow" width="565" height="153" /></a></p>
<p>Jack Sparrow ist wieder da. Fehlt da nicht irgendwo ein Capt&#8217;n? Ja, tut er. Der vierte Aufguss des eigentlich amüsanten Südseeabenteuers schippert nämlich zielos umher, geht mächtig baden, läuft ordentlich auf Grund.<span id="more-1232"></span></p>
<p><strong>Neues Spiel, neues Glück?</strong></p>
<p>Ich mein, ich hab es ja geahnt. Neuer Regisseur (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rob_Marshall" target="_blank">Rob Marshall</a>), neue Story. Und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johnny_Depp" target="_blank">Johnny Depp</a> macht nur mit, weil seine Kinder das so wollten. Und darf als Jack Sparrow jetzt ganz konkret den ganzen Film als Held leiten, was halt einfach nicht zur Rolle passt. Aber man schauts sich ja doch an, die Hoffnung stirbt zuletzt. Bei mir dann etwa so nach 15 Minuten im Film.</p>
<p>Jack begibt sich in diesem Film auf die Suche nach der Quelle der ewigen Jugend, mit an Bord sind Kapitän Blackbeard (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ian_McShane" target="_blank">Ian McShane</a>) sowie  Angelica (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pen%C3%A9lope_Cruz" target="_blank">Penelope Cruz</a>) als Love Interest. Auch Barbossa (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geoffrey_Rush" target="_blank">Geoffrey Rush</a>) und Gibbs (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kevin_McNally" target="_blank">Kevin R. McNally</a>) sind wieder mit von der Partie. Auf ihrer Reise kriegen sie es mit Meerjungfrauen und der spanischen Marine zu tun&#8230;und das wars. Die Story des Films ist leider eine völlige Gurke. Lieblos wird von Schauplatz zu Schauplatz gesprungen, werden Nichtigkeiten ausgetauscht, die später nie wieder eine Rolle spielen werden. Wer mit wem, wann und warum&#8230;es ist einem schnell egal. Moment, war das nicht auch schon bei Teil 2 und 3 so? Aber die fand ich doch gar nicht soo übel?</p>
<p><strong>Es geht nicht um das Was, sondern um das Wie</strong></p>
<p>Das liegt daran, dass man Fluch der Karibik nicht wegen einer großen Story guckt. Es ist ein Abenteuerfilm, man will unterhalten werden. Tolle Orte sehen, Kostüme bewundern, abwechslungsreiche Action betrachten und über schmissige Oneliner von Capt&#8217;n Jack Sparrow lachen. Und genau hierbei versagt Teil 4 leider völlig. Der Film ist ein Paradebeispiel dafür, dass es nicht ausreicht, liebgewonnene Figuren in vertrauter Umgebung zu platzieren und auf den Geldsegen an den Kinokassen zu warten (der natürlich kommen wird). Denn sowohl Drehbuch als auch Action lassen jenen Einfallsreichtum vermissen, der Teil 1 bis 3 (abnehmend) zu tollem Popcornkino machten. Gags wirken bemüht, sind selten lustig (man lächelt halt höchstens weils eben Jack Sparrow ist) und sind einfach nur ein lauer Aufguss von Altbekanntem. Die Dialoge führen nirgendwo hin und lassen den Zuschauer oft mit einem Fragezeichen zurück: Was sollte das jetzt? Das Drehbuch baut immer wenns gerade einmal passt irgendeine Prophezeiung oder ähnliches ein, um Dinge zu erklären, die gerade keinen Sinn machen. Screw this, next scene. Logik kann man bei Fremde Gezeiten komplett über Bord werfen. Die Filme haben sich zwar schon immer von toller Szene zu toller Szene gehangelt, aber das ist es eben: Sie waren toll. Oder zumindest beeindruckend. Oder interessant. IRGENDWAS.</p>
<p><strong>Und wieder ne Prügelei. Und wieder ein Schwertkampf.</strong></p>
<p>Was ich noch schlimmer finde als uninspirierte Sinnlosdialoge: Uninspirierte Action. Wann kapieren Filmemacher das endlich: Es ist nicht unterhaltsam, fünf Minuten am Stück Sachen explodieren zu lassen oder Leute die Schwerter kreuzen zu lassen. Da muss auch was Originelles bei passieren! In Teil 1-3 war in Kampfszenen bei jeder 3. Einstellung ein Gag enthalten oder zumindest eine interessante Idee, zum Beispiel Jack und Wills erster Kampf in der Schmiede &#8211; Kampf auf den Dachbalken, auf einer wippenden Karre, Katapultwirkung, Blasebalk, Esel, in den Pausen guter Dialog&#8230;so muss datt. Das war interessant zuzuschauen. Wenn Jack im 4. Teil auf Angelica trifft und mit ihr kämpft, schaut man den beiden 2 Minuten lang zu wie sie fechten. Was, beide stehen auf rollenden Fässern? Ja, das könnte doch spannend..ach nee, sind schon wieder runter. Blupp. Die bekannte Musik ist dabei übrigens auch nur noch ein Schatten ihrer selbst. Ab und zu die altbekannten Motive, sonst nur Lärm. Meine Abneigung zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Zimmer_(Komponist)" target="_blank">Hans Zimmer</a> wächst, zumal ja alles Gute vom Karibik-Soundtrack eh dem ursprünglichen Komponisten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Badelt" target="_blank">Klaus Badelt</a> zuzuschreiben sein soll.</p>
<p><strong>Wann gehts endlich los?</strong></p>
<p>Der Film strotzt von Möglichkeiten, die nicht genutzt werden. Das ist es, was am meisten wehtut. Man sieht Figuren, die man eigentlich mochte, die sich aber irgendwie verändert haben. Andere lieb gewonnene Nebenfiguren sind verschwunden (Pintel und Ragetti) und wurden durch Pappkameraden ersetzt. Man sieht Schauplätze und Handlungsfetzen mit Potential, die dann aber so schnell fallengelassen werden, wie sie kamen. Ein Subplot um einen Kleriker und eine Meerjungfrau zählt übrigens nicht dazu, den hätte man gerne komplett streichen können. Es ist kein gutes Zeichen, wenn ich im Kinosessel sitze, zunehmend mit den Fingern auf die Lehne klopfe und alle 2 Minuten zur Leinwand rufe: WHAT? Bullshit! HÄ? Argh.</p>
<p>Der Film wirkt im großen und Ganzen wie eine reduzierte Fassung des Originals, dem der Witz und die Energie ausgesaugt wurden. Alles scheint etwas billiger, etwas weniger beeindruckend. Leere Figuren vor leeren Kulissen. Teil 2 und 3 waren storymäßig zwar überladen, aber hatten Witz, Charisma und Tempo. Teil 4 fehlt jeglicher Drive. Ich vermag nicht zu sagen, obs am Regisseur liegt. Es scheint, als hätte er die Triologie kopieren wollen, aber nicht die Fähigkeiten dazu gehabt.  Fazit:  Geschichte schlecht, Handwerk schlecht. Da kann auch Jack Sparrow nichts mehr retten. Der Witz wurde zu oft erzählt.</p>
<p>P.S. Aber ein toller Film für &#8220;Das hätte ich aber anders gemacht&#8221;-Hobbyregisseure.</p>
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		<title>Killerspiele doch gefährlich! Wuff!</title>
		<link>http://tomhartig.de/wordpress/killerspiele-doch-gefahrlich-wuff</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 10:55:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Videospiele]]></category>
		<category><![CDATA[EA]]></category>
		<category><![CDATA[Killerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Rheinische Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Videogames]]></category>
		<category><![CDATA[www.nrhz.de]]></category>

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		<description><![CDATA[Hey, ich habe eine neue Zeitung, die ich nicht mögen darf! Die Neue Rheinische zeitung, ein Webmagazin in Marxscher Tradition. Wo die Autoren ohne Bezahlung arbeiten, sich also vermutlich genauso gern über Herzensangelegenheiten ereifern wie meinereiner in diesem Blog. Diesmal geht es mal wieder gegen "Killerspiele".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/killerspiele-doch-gefahrlich-wuff"><img class="aligncenter size-full wp-image-1212" title="mario" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/04/mario.png" alt="" width="555" height="150" /></a></p>
<p>Hey, ich habe eine neue Zeitung, die ich nicht mögen darf! Die Neue Rheinische Zeitung, ein Webmagazin in Marxscher Tradition. Wo die Autoren ohne Bezahlung arbeiten, sich also vermutlich genauso gern über Herzensangelegenheiten ereifern wie meinereiner in diesem Blog. Diesmal geht es mal wieder gegen &#8220;Killerspiele&#8221;.<span id="more-1208"></span></p>
<p>Der Artikel heißt: &#8220;<a href="http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13254" target="_blank">Killerspiele doch gefährlich!</a>&#8220;. Ziemlich endgültig. Und mit Ausrufezeichen. Kann man nichts mehr sagen, zu dem Thema. Oder doch? Ich versuchs mal, gehe den Artikel Stück für Stück durch und reg mich auf.</p>
<p>Der Aufmacher spricht davon, dass ein Skandal ein neues Licht auf die sog. &#8220;medienpädagogische&#8221; Verharmlosung der Wirkungen von &#8220;Killerspielen&#8221; werfe. Journalistische Objektivität kann man also gleich nach dem ersten Satz in die Tonne schmeißen, diese Zeitung kennt die Wahrheit meine Damen und Herren &#8211; und sie wird sie uns aufs Brot schmieren!</p>
<p>Innerhalb des Aufmachers scheint der Skandal daraus zu bestehen, dass Nintendo Deutschland und EA ein &#8220;Institut zur Förderung von Medienkompetenz&#8221; an der FH Köln mit 250.000 Euro gefördert hat. Man ahnt in welche Richtung das Ganze geht&#8230;Lobbyismus, klar. Der Artikel fängt an, die wirtschaftliche Größe von EA zu beschreiben. Direkt danach:</p>
<blockquote><p>Von 1994 bis 1999 entwickelte EA unter der Bezeichnung &#8220;Jane’s Series&#8221; eine Reihe von militärischen Simulationen und erhielt dafür eine Lizenz der Jane’s Information Group, einem &#8220;militärwissenschaftlichen“ Verlag, der u.a. Jane’s Defence Weekly herausgibt.</p></blockquote>
<p>Dem uninformierten Leser wird damit suggeriert, EA hätte nichts anderes gemacht als Militärsimulationen zu entwickeln. Und allein damit seine Marktgröße erreicht. Okay, mächtiger Spielekonzern, Militärsimulationen (wir vermeiden hier noch das Wort &#8220;Spiele&#8221;), Lizenz eines militärwissenschaftlichen Verlags&#8230;wir müssen diese Firma hassen, Leute!</p>
<p>Jetzt macht der Autor einen (absichtlich?) verwirrenden Gedankenprung zurück zum Aufmacher: Man redet von einer Kooperation zwischen Forschern und Industrie, welche dem Wissenschaftsethos zuwider läuft. Der Direktor des Instituts Prof. Winfried Kaminski&#8230;moment&#8230;achso&#8230;jetzt reden wir wieder über die Förderungsgeschichte in Deutschland, nicht über den bösen Großkonzern in den USA und diesem Militärverlag dort.</p>
<p>Jedenfalls wirft der Autor den Professoren des Instituts die Verharmlosung von Gewaltspielen vor. Freilich ohne Quellen oder Zitate (außer nicht verlinkten Verweisen auf eigene Artikel). Er sagt, die Texte der Forscher lesen sich wie Werbeschriften der Computer(!)industrie und meint, dadurch wirken sie wie Lobbyisten der Games(!)industrie. Müssen wir ihm einfach mal so glauben.</p>
<p><strong>Die Politik steckt auch mitdrin!</strong></p>
<p>Im nächsten Absatz wird gejammert (&#8220;Skandalös&#8221;), dass die Bundeszentrale für politische Bildung das alles unterstützt und deren Vertreter auf Kongressen auftreten, die (&#8220;u.a.&#8221; füge ich hier gedanklich mal dazu) von Computerspielkonzernen gesponsert werden. Ähem. Klar, Mitarbeiter in öffentlichen Ämtern dürfen auf keinen Fall irgendwas mit der Wirtschaft zu tun haben. Die müssen gefälligst in ihrem steuerfinanzierten Kabuff sitzen und Urteile über die Wirtschaft abliefern, die sie nicht kennen, nicht mehr und nicht weniger!</p>
<p>Nächstes Thema ist Kritik an einem der Professoren, Prof. Fritz. Plagiatsfälle, weil das grad so Mode ist. Mag berechtigt sein, hat aber mit dem Artikelthema soviel zu tun wie Angela Merkel mit Hannah Montana. Desweiteren würde er krude sozialdarwinistische Thesen verbreiten&#8230;siehe vorheriger Satz.</p>
<p>Nach einem Absatz FH-nichtstaatlich-buhu wird durch Anführungszeichen und geschickte Wortwahl (&#8220;&#8221;Kulturgut&#8221;", &#8220;ganz offen&#8221;, &#8220;hofiert&#8221;) suggeriert, dass der Staat aus Profitgier und wider besseren Wissens Computerspiele kulturell anerkennen wolle. Der eben runtergemachte Fritz wird als Gutachter für den Staat vorgestellt, der o wunder, keine neuen Verbote oder Verschärfungen für nötig hält. Skandal! Da wird Teufelszeug in den Adelsstand gehoben!</p>
<p>Nun wird es vollends lächerlich und perfide. Der Artikel zitiert Fritz indirekt:</p>
<blockquote><p>Die USK, die herstellereigene (!) Alterskennzeichnung von Computerspielen, funktioniere wunderbar.</p></blockquote>
<p>Das Ausrufezeichen soll den Todesstoß für die Glaubwürdigkeit der Aussage bedeuten: Hey Leser, das ist doch lachhaft, die Gamehersteller bestimmen selber, ab wann ihr Spiel ist?</p>
<p>Wenn der Autor sich auch nur den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unterhaltungssoftware_Selbstkontrolle" target="_blank">Wikipedia-Artikel zur USK</a> durchgelesen hätte, wüsste er, dass die USK</p>
<p>1. nichts mit dem Hersteller zu tun hat</p>
<p>2. Sachverständige des Landes dabei sind. Nennt sich halbstaatliche Selbstkontrolle. Ne Firma macht die Kontrollen und der Staat passt auf und prüft das.</p>
<p>Wenn ein Hersteller sein Spiel NICHT freiwillig zur USK schickt, dann kriegt es einfach gar keine Freigabe und kann nur an Personen ab 18 verkauft werden. Und darf nicht beworben bzw. öffentlich ausgestellt werden, nennt sich Indizierung. Vermutlich weiß der Autor das sogar. Aber würde ja seinem Artikelziel widersprechen, wenn er nicht das Gegenteil suggerieren würde.</p>
<p>Es folgt Gewäsch, das darauf abzielt Computerspiele grundsätzlich als zu gewalttätig darzustellen, auch viele Spiele ab 12. Fassungslos wird zitiert, wie Fritz sage, Formen von Gewalt gehören zum Wesen fast aller Spiele, eben das Überwinden von Hindernissen. Für den Artikelautor ist Gewalt vermutlich immer gleichbedeutend mit Tod, Brutalität etc. Tenor vor allem zum Schluss: Eigentlich sind fast alle Spiele schlimm, müsste man verbieten, aber das böse Industrie-Politik-Gespann traut sich das nicht weil es ihrer eigenen Profitgier schadet. Seufz.</p>
<p><strong>Computerspiele als Ausbildungsstätten für Kindersoldaten</strong></p>
<p>Es geht weiter: Alle, die gegen Verbote sind, sind Lobbyisten. Dann wird es richtig lustig:</p>
<blockquote><p>Die verheerenden Auswirkungen sind längst klar belegt und in der Praxis offensichtlich. Killerspiele sind den Trainingssimulatoren der US-Armee nachempfunden, mit denen die Soldaten emotional desensibilisiert und auf reflexartiges Töten konditioniert werden – warum sollte dies bei Kindern nicht genauso wirken?</p></blockquote>
<p>Erster Satz: Keine Quelle, einfach ne Behauptung, die alle Diskussionen der letzten Jahrzehnte ignoriert. Muahaha. Danach: Schwachsinn, vielmehr ist das Umgekehrte der Fall. Und was die angeblich gewollte emotionale Desensibilisierung, die Konditionierung auf reflexartiges Töten angeht&#8230;alles ohne Quellen, alles Schwachsinn. Man wird nicht aufs Töten konditioniert, allenfalls auf schnelles Reagieren auf Bedrohungssituationen. Das sind Fähigkeiten, die im Krieg sicherlich von Nutzen sind, aber für den Nicht-Soldaten allenfalls sinnlos, und wenn nicht, dann nicht im schädlichen Sinne. Ähnliche Reflexe werden beim Fußball trainiert. Auch wenn der Autor es nicht wahrhaben will: Ja, Gewalt und Macht gehört in verschiedenen Formen zu unserem Alltag und zu unserer Natur. Das hat nichts mit Sozialdarwinismus zu tun.</p>
<p>Und natürlich sind Eltern verwirrt, weil die bösen Lobbyleute überall zu Wort kommen (Das Wort &#8220;Wissenschaftler&#8221; wird gleich in Gänsefüßchen gesetzt), weil sich die Medien ja meist durch Werbung finanzieren. Hey, und wer macht Werbung? Genau, die nichtstaatlichen Game-Firmen! Verschwööörung! Und was soll dieses Gewäsch von &#8220;monokausalen&#8221; Schlussfolgerungen? Ihr belabert uns doch alle nur und seit auf Schotter aus! Doppelseufz.</p>
<p><strong>Wird Zeit, dass wir was dagegen tun!</strong></p>
<p>Und nun der Glanzpunkt des Artikels: Ein Aufruf, was dagegen zu tun. Für die Kinder! Der <a href="http://www.nrhz.de/flyer/media/13254/Aufruf_gegen_Computergewalt.pdf" target="_blank">Kölner Aufruf gegen Computergewalt</a> (PDF). Ein Klassiker des KeineAhnungHabens! Zeichnet sich zumeist durch emotionales Gerede ohne Argumente aus. Und steckt wie üblich voller Suggestion. Beispiel:</p>
<blockquote><p>Wir lassen nicht zu, dass Kinder und Jugendliche zu Tötungsmaschinen auf den virtuellen und realen Schlachtfeldern dieser Welt abgerichtet werden.</p></blockquote>
<p>Ja, find ich auch. Außerdem lass ich nicht zu, dass auf Dinosauriern reitende Nazis meine Innenstadt verwüsten!</p>
<p>Dann wird da noch gefordert, dass kriegsverherrlichende und gewaltfördernde Spiele u.a. für Erwachsene verboten werden. Bullshit. Spiele die sowas im Extremen tun, werden eh schon beschlagnahmt (indiziert sowieso). Ansonsten wird hiermit gefordert, dass erwachsene Bürger entmündigt werden. Wir wissen besser was gut für euch ist. Achja.</p>
<p>Soviel zum Artikel &#8220;<a href="http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13254" target="_blank">Killerspiele doch gefährlich!</a>&#8220;. Man kann ja von dem Thema halten was man will. Aber dieser Beitrag (wie so viele andere aus der Kontra-Fraktion) in seiner polemischen, reißerischen Subjektivität trägt weder zur Aufklärung über den Sachverhalt bei, noch sammelt er für seine Seite Stimmen&#8230;bei einigermaßen aufgeklärten Leuten. Zielgruppe ist offensichtlich, Bild-like, der uninformierte Wutbürger. Es wird sich eine Verschwörung konstruiert, durch Formulierungen Dinge suggeriert (Topwort dieses Blogposts) die halt nicht stimmen, Befürworter der Gegenseite werden niedergemacht, Quellen zum Selbstinformieren werden weggelassen. Und völlig verschiedene Themen angedeutet (so das man jeweils nichts weiß, aber ne Meinung hat) und miteinander verquirlt zu einem großen Stimmungsmacherbrei. Im Grunde ist es ein großer Meinungsbeitrag ohne Hintergründe objektiv zu erläutern. Ganz übler Schund das Ganze. Meiden!</p>
<p>(via <a href="http://twitter.com/Bombilein" target="_blank">Bombilein</a>, thx!)</p>
<p>P.S. Muaha, ich sehe gerade, dass der Autor sich unter anderem bei Texten von Dr. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Pfeiffer" target="_blank">Christian Pfeiffer</a> informiert hat. Ja, der Typ den kaum ein Wissenschaftler ernst nimmt, weil er unsauber arbeitet, zielgerichtet gegen Videospiele agiert und möglichst seine Meinung in alle Medien verbreitet, so wenig Ahnung er auch hat. Dann ist ja alles klar.</p>
<p>P.P.S. Und mal wieder zur eigenen Absicherung: Natürlich bin ich auch gegen Lobbyismus. Und gegen nicht altersgerechte Gewaltdarstellungen. Aber die Methoden, mit denen öffentlichkeitswirksam dagegen mobil gemacht wird, sind lächerlich, schaden der Glaubwürdigkeit der Sache und sind kontraproduktiv. Dagegen vorgehen, ja, aber nicht so. Anders als häufig dargestellt, ist man nicht automatisch für Gewalt, wenn man gegen zu umfassene Restriktionen ihrer Darstellung ist.</p>
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		<title>Innenminister Friedrich? Spalter!</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 09:49:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdenhass]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Peter Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Innenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte. Ja, das wird ein kleiner Politik-Rant. Und ja, es geht mal wieder um die Integrationsdebatte. Ich habe gerade diesen Artikel über Innenminister Friedrich auf der Islamkonferenz gelesen und danach im dazugehörigen Forumsthema gestöbert. Ich lerne auch nicht wirklich aus meinen Fehlern, denn wie üblich habe ich dabei den Glauben an die Menschheit verloren. Aber hey, wenn man das nicht immer wieder schaffen würde, wäre man ja Zyniker.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/innenminister-friedrich-spalter" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-1198" title="friedrich" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/friedrich.png" alt="Innenminister Friedrich" width="555" height="150" /></a></p>
<p>Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte. Ja, das wird ein kleiner Politik-Rant. Und ja, es geht mal wieder um die Integrationsdebatte. Ich habe gerade <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,753953,00.html" target="_blank">diesen Artikel</a> über Innenminister Friedrich auf der Islamkonferenz gelesen und danach im <a href="http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=32501" target="_blank">dazugehörigen Forumsthema</a> gestöbert. Ich lerne auch nicht wirklich aus meinen Fehlern, denn wie üblich habe ich dabei den Glauben an die Menschheit verloren. Aber hey, wenn man das nicht immer wieder schaffen würde, wäre man ja Zyniker.<span id="more-1196"></span></p>
<p>Der Sachverhalt ist relativ klar und führt zu den logischen Folgen: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Friedrich" target="_blank">Innenminister (und CSU-Hardliner) Friedrich</a> sagt auf der Islamkonferenz: Moslems, guckt euren Glaubensbrüdern mal auf die Finger ob die net vll. Terroristen sind.<br />
Die Muslime fühlen sich natürlich angepisst.</p>
<p>Nach der Konferenz sagt Friedrich dann noch:</p>
<blockquote><p>&#8220;Selbstverständlich sind die vielen Muslime, die in diesem Land leben, ein Teil dieser Gesellschaft.&#8221;</p></blockquote>
<p>Und:</p>
<blockquote><p>&#8220;Dieses Land ist ein christlich-abendländisch geprägtes Land, &#8230; daran bestand und besteht hoffentlich auch kein Zweifel.&#8221;</p></blockquote>
<p>Zur Erinnerung: Herr Friedrich hatte vor einigen Wochen für Aufregung gesorgt, als er Bundespräsident Wulff widersprach, der Islam gehöre zu Deutschland, weil sich dies historisch nicht belegen ließe.</p>
<p>Okay, wo fange ich an? Erstmal ein grundsätzliches Problem, was sich Herr Friedrich u.a. mit der Bildzeitung und Sarrazin teilt: Er spricht manchmal (streitbare) Wahrheiten aus. Menschen, die verzweifelt Argumente für ihre rechte Gesinnung suchen, jubeln dann und nehmen das zum Anlass, einen neuen Helden der Meinungsfreiheit zu feiern.</p>
<p>Aber: Es geht gar nicht darum, ob eine Aussage der Wahrheit entspricht. Es geht darum, was diese Aussage bewirkt und welchem Geist sie entspringt. Stellen wir uns vergleichsweise mal einen Politiker in den USA vor der den lieben langen Tag herumzieht und in die Kameras sagt: &#8220;Der größte Teil der Kriminellen in unserem Land ist schwarz!&#8221; Ja, das ist faktisch richtig. Hilft aber nicht die Bohne. Führt dazu, dass Toleranz abgebaut wird, was in seinen sozioökonomischen Folgen nur zu mehr Straftaten durch ausgegrenzte Bevölkerungsgruppen führt. Setzen, 6.</p>
<p>Friedrich verstärkt ein ohnehin zu stark verankertes Gedankenbild in der Bevölkerung, das &#8220;Wir&#8221; gegen &#8220;Die Anderen&#8221;. Die meisten Leute wissen nicht so genau, was das &#8220;Wir&#8221; eigentlich ist, es definiert sich durch die Abgrenzung vom Anderen. Das Andere wird kategorisch ausgezeichnet durch Symbole: Kopftuch, Döner, Terror etc. Und weil diese Symbole alle gleichberechtigt mit dem Anderen verknüpft sind, werden sie in der Debatte zu einem Brei verrührt. In dem o.g. Forum wird u.a. die Meinung vertreten, dass Moslems natürlich in &#8220;ihren Kreisen&#8221; auch radikale Leute kennen&#8230;gehts noch?</p>
<p>Viele Menschen haben keine Ahnung, kennen keinen Moslem persönlich (&#8220;weil DIE sich ja selber ausgrenzen blabla&#8221;). Sie hören von Muslimen nur im Zusammenhang mit Terror, Unterdrückung der Frau etc., da kann auch kein Verständnis, keine Toleranz entstehen. Im Notfall beruft sich &#8220;der Deutsche&#8221; auf den Koran (den er nie gelesen hat) und sagt, die Religion sei halt schon per se böse. Und ignoriert dabei den Unterschied zwischen Fundamentalismus und alternativer Auslegung von Glaubensschriften. Das Christentum hat doch schon vorgemacht, wie unterschiedlich Religion gelebt werden kann. Von den Kreuzzügen und der Inquisition bis zu Kinderdörfern in Afrika. In der Bibel steht auch, dass Kinder, die nicht auf ihre Eltern hören, zu Tode gesteinigt werden sollen (5. Mose 21,18-21). Whatever.</p>
<p>Aufmerksamkeit richtet sich immer auf das Extreme, da machen Medien keine Ausnahme. Wenn man keine Moslems kennt, dann kennt man nur die Terroristen aus dem Fernsehen. Dass die Weltanschauung dadurch absolut unfair ist, ist logisch. Ich bin beispielsweise in einem unchristlichen Umfeld aufgewachsen und sehe bestimmte Handlungen der Kirche deswegen auch mal kritisch&#8230;aber ich maße mir deswegen nicht an, eine ganze Religion oder ihre Glaubensanhänger zu verurteilen.</p>
<p>Die selektive Darstellungen in den Medien/Debatten führt zu einer verzerrten Wahrnehmung der Verhältnisse. Wieviele aktiv gewordene Terroristen gabs so in absoluten Zahlen in den letzten Jahren? 100? Wieviele Moslems gibts auf der Welt? <a href="http://www.islam-verstehen.de/aktuelles/58-islam-aktuell/127-ein-viertel-der-weltbevoelkerung-ist-muslimisch.html" target="_blank">Ca. 1.6 Milliarden</a>. Selbst wenn man die große Dunkelziffer an radiaklen Moslems dazunimmt ist das doch kein Verhältnis, welches das Misstrauen zwischen &#8220;den Deutschen&#8221; und &#8220;den Moslems&#8221; rechtfertigen würde. Über die schwachsinnige Einteilung von Nationalität A und Religion B hab ich ja schonmal geschrieben.</p>
<p>Am schlimmsten sind die latenten Rechten. Sie argumentieren stets mit &#8220;Ich bin tolerant und habe nichts gegen Ausländer, die sich integrieren. ABER&#8230;blabla&#8230;DIE..blabla&#8230;SELBER SCHULD&#8230;&#8221;. Sie sind sich gar nicht bewusst, dass sie in ihren Reden gegen die sog. &#8220;Gutmenschen&#8221; sich selbst als Schlechtmenschen entlarven und Fremdenhass fördern. Auch wenn sie sich dessen nicht bewusst sind. Hallo, Herr Friedrich!</p>
<p>Ich könnt mich ewig weiter aufregen&#8230;</p>
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		<title>Oscars 2011 &#8211; Naja.</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Feb 2011 14:10:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Oscars 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Was für eine Blamage. Wieder einmal haben die Oscars versagt &#8211; und ich weiß nicht einmal, ob das die schlechteste Vorstellung gewesen ist, die ich je gesehen habe. James Franco und Anne Hathaway sind das jüngste Moderatorenpaar ever und sollten die verschlafene Veranstaltung eigentlich aufpeppen, haben aber exakt das Gegenteil erreicht. Sie wirkten zunehmend überfordert, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/oscars-2011-naja"><img class="aligncenter size-full wp-image-1188" title="oscar2011" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/02/oscar2011.png" alt="Oscars 2011" width="555" height="150" /></a></p>
<p>Was für eine Blamage. Wieder einmal haben die Oscars versagt &#8211; und ich weiß nicht einmal, ob das die schlechteste Vorstellung gewesen ist, die ich je gesehen habe.<span id="more-1186"></span></p>
<p>James Franco und Anne Hathaway sind das jüngste Moderatorenpaar ever und sollten die verschlafene Veranstaltung eigentlich aufpeppen, haben aber exakt das Gegenteil erreicht. Sie wirkten zunehmend überfordert, langweilig und unvorbereitet. Man merkte dem Saal an, dass an diesem Abend Fremdschämen angesagt war. Schlechte Gags, Versprecher, eine kichernde Hathaway und ein völlig zugedröhnter Franco, der wirkte, als würde er jeden Moment mit der gleichen zugetackerten Miene lächelnd nach hinten aufs Parkett donnern. Ob da improvisiert wurde, weil Franco seine geplanten Acts wegen Rauschmittelzufuhr nicht mehr durchführen konnte…?</p>
<p>Die beiden sind jedoch nicht allein verantwortlich für diesen TV-Totalausfall. Das ganze Konzept der Show war absolut wirr. Ganz wenige, schlechte Sketche, viel zu viele ganz miese Songdarbietungen (ganz schlimm: Celine Dion singt die verstorbenen Filmschaffenden endgültig ins Jenseits), alle 5 Minuten Werbung. Alles wirkte sehr gehetzt, kein Glanz, kein Glamour. Scheinbar ist da bei der Planung der Awards einiges schiefgelaufen…viele Programmpunkte hinterließen einfach nur ein großes Fragezeichen, z.B. der ständige Einsatz einer hässlichen runden Bühnendeko, auf der immer mal wieder an ein paar bisherige Oscar-Gewinner erinnert werden sollte…oder so. Wer den Ehren-Oscar nun gekriegt hat, hab ich nicht mal mitbekommen, weil da mittendrin Werbung reingepflanzt wurde, ähem. Einer von den 3 Laudatoren? Oder waren das die Gewinner? Keine Ahnung. Höhepunkt an einem Abend, der jeglichen Höhepunkt vermissen ließ, war vielleicht noch der Auftritt von Kirk Douglas, 94 Jahre alt. Also das Alter ist der Wahnsinn, nu. Gähn. Und dabei hatte er trotz Beinahe-Tod noch mehr Esprit als viele andere Redner des Abends. Mit Ausnahme noch von Billy Crystal, selbst langjähriger Oscar-Host, der in seinem Gastauftritt allein mehr gute Pointen brachte als Franco und Hathaway den ganzen Abend zusammen.</p>
<p>Ach ja, die Gewinner. Keine großen Überraschungen. Die Liste folgt. Tom Hooper für beste Regie bei King’s Speech find ich nicht berechtigt, der hätte eher an David Fincher gehen sollen für The Social Network. Colin Firth und Natalie Portman war klar und gut so. Bester Film King’s Speech…vielleicht etwas zu offensichtlicher Oscar-Pick. Hätte da TSN oder Inception weiter vorne gesehen. BTW hat Inception, trotz hauptsächlicher Ehrung in technischen Kategorien, doch noch neben The King’s Speech die meisten Oscars abgeräumt, nämlich 4 Stück. Ich meine, dass er Oscars kriegt war relativ klar, aber dass die anderen Filme ihre Preise so verteilen, dass er mit zu den Meistausgezeichneten gehört, hätte ich nicht gedacht. Best FX für Inception war fast klar und find ich auch sehr gut, weil da vieles tatsächlich am Set realisiert wurde und nicht einfach alles per Greenscreen drübergeklatscht wurde. Trent Reznor für Best Score für The Social Network ist sehr gut. Drehbuch (Original) für TKS…naja, hätte Inception zugestanden. Drehbuch (adaptiert) für TSN ist sehr richtig.</p>
<p>Kein Oscar für True Grit (immerhin 10 Nominierungen!)…also, mein Review folgt ja (hoffentlich) noch, aber so viel sei gesagt: Find ich gut so. Hätte vielleicht noch bei Kostüme oder Setdesign was reißen können, aber wer kennt sich da als Laie schon aus. Als beste Nebendarstellerin wurde ja Hailee Steinfeld favorisiert…ich fand sie nicht so beeindruckend, auch wenn sie natürlich gut war. Allerdings hab ich außer TKS mit Helena Bonham Carter die Konkurrenz auch nicht gesehen. Und HBC ist zwar amüsant, aber so toll auch wieder nicht. Jeff Bridges war auch nicht so stark, dass er gleich wieder einen Oscar kriegen müsste, gerade im Vergleich mit Collin Firth. Und die Story…naja. Achja, kein Oscar für Banksy und &#8220;Exit through the gift shop&#8221;. Hab ich zwar nicht gesehen (eben so wenig wie den Gewinner Inside Job), aber Banksy scheint ja als Street-Art-Legende Kult zu sein und ein eventueller Streich des anonymen Provokateurs hätte der Veranstaltung echt mal gut getan.</p>
<p>Alles etwas zusammengewürfelt, aber wenn einem die Oscars so gelangweilt präsentiert werden, was soll man sich da die Mühe machen. Hoffentlich ist das kein Trend für die nächsten Jahre…</p>
<p><strong>Bester Film</strong> &#8220;The King&#8217;s Speech&#8221;<br />
<strong>Hauptdarstellerin</strong> Natalie Portman, &#8220;Black Swan&#8221;<br />
<strong>Hauptdarsteller</strong> Colin Firth, &#8220;The King&#8217;s Speech&#8221;<br />
<strong>Nebendarstellerin </strong>Melissa Leo, &#8220;The Fighter&#8221;<br />
<strong>Nebendarsteller </strong>Christian Bale, &#8220;The Fighter&#8221;<br />
<strong>Regie </strong>Tom Hooper, &#8220;The King&#8217;s Speech&#8221;<br />
<strong>Nicht-englischsprachiger Film</strong> &#8220;In a Better World&#8221;, Susanne Bier, Dänemark<br />
<strong>Adaptiertes Drehbuch</strong> Aaron Sorkin, &#8220;The Social Network&#8221;<br />
<strong>Original-Drehbuch</strong> David Seidler, &#8220;The King&#8217;s Speech&#8221;<br />
<strong>Kamera </strong>Wally Pfister, &#8220;Inception&#8221;<br />
<strong>Schnitt </strong>Angus Wall, Kirk Baxter, &#8220;The Social Network&#8221;<br />
<strong>Ausstattung </strong>Robert Stromberg, Karen O&#8217;Hara, &#8220;Alice in Wonderland&#8221;<br />
<strong>Kostümdesign </strong>Colleen Atwood, &#8220;Alice in Wonderland&#8221;<br />
<strong>Ton </strong>&#8220;Inception&#8221;<br />
<strong>Ton-Schnitt</strong> &#8220;Inception&#8221;<br />
<strong>Maske </strong>Rick Baker, &#8220;The Wolfman&#8221;<br />
<strong>Spezial-Effekte</strong> &#8220;Inception&#8221;<br />
<strong>Original-Filmmusik</strong> Trent Reznor and Atticus Ross, &#8220;The Social Network&#8221;<br />
<strong>Original-Song</strong> Randy Newman, &#8220;We Belong Together&#8221; aus &#8220;Toy Story 3&#8243;<br />
<strong>Kurzfilm </strong>&#8220;God of Love&#8221;<br />
<strong>Animationsfilm</strong> &#8220;Toy Story 3&#8243;<br />
<strong>Animations-Kurzfilm</strong> &#8220;The Lost Thing&#8221;<br />
<strong>Dokumentarfilm </strong>&#8220;Inside Job&#8221;<br />
<strong>Kurz-Dokumentarfilm</strong> &#8220;Strangers No More&#8221;</p>
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