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	<title>Moosbett &#187; Videospiele</title>
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	<description>Alles Andere ist Wikipedia</description>
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		<title>Bastion</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 14:27:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Videospiele]]></category>
		<category><![CDATA[Bastion]]></category>
		<category><![CDATA[Supergiant Games]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich möchte mal wieder ein Spiel empfehlen. Und weil Mainstream-Titel das nicht nötig und noch seltener verdient haben, handelt es sich dabei um eine Indie-Perle, die man z.B. bei Steam für gerade mal 13,99€ erwerben kann: "Bastion" von Supergiant Games.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p style="text-align: center;"><a href="http://tomhartig.de/wordpress/bastion"><img class="aligncenter size-full wp-image-1306" title="Bastion" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/bastion1.png" alt="Bastion" width="565" height="262" /></a></p>
<p>Ich möchte mal wieder ein Spiel empfehlen. Und weil Mainstream-Titel das nicht nötig und noch seltener verdient haben, handelt es sich dabei um eine Indie-Perle, die man z.B. <a href="http://store.steampowered.com/app/107100/" target="_blank">bei Steam für gerade mal 13,99€ erwerben kann</a>: &#8220;Bastion&#8221; von Supergiant Games.<span id="more-1305"></span></p>
<p><strong>Story</strong></p>
<p>Die Geschichte ist schnell erzählt: „Kid“ wacht auf seinem Bett auf einem Felsen auf, der einsam im Himmel schwebt. Er ist auf der Spur einer großen Katastrophe, die sein Volk ausgelöscht hat. Er trifft auf wenige Überlebende und reist von der sogenannten Bastion aus in die verschiedenen Teile des zerstörten Kontinents, um alles wieder zum Guten zu wenden. Dabei wird er nicht nur mit Feinden und Verrat, sondern auch mit seiner eigenen Vergangenheit und der seines Volkes konfrontiert.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1307" title="Kid schlummert in seinem Bett" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/bastion5.png" alt="Kid schlummert in seinem Bett" width="565" height="360" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Spielprinzip</strong></p>
<p>Vordergründig ist Bastion erst mal ein Hack’n’Slay Game: Man rennt durch die Level, kämpft gegen allerlei Getier mit unterschiedlichen Waffen und sammelt dabei verschiedene Gegenstände ein. Das Gameplay ist gut durchdacht und bietet mit einer Vielzahl an Gegnertypen, Waffenmodifikationen und Herausforderungen genügend Abwechslung. Doch es ist weniger das solide Spielprinzip, was Bastion aus der grauen Masse der isometrischen Actionspiele abhebt, sondern sein Design.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1308" title="Kid im Kampf gegen Maschinen, die ständig neue Gegner ausspucken" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/bastion2.png" alt="Kid im Kampf gegen Maschinen, die ständig neue Gegner ausspucken" width="565" height="318" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Design</strong></p>
<p>Bastion ist einfach schön. Ähnlich wie in <a href="http://tomhartig.de/wordpress/braid" target="_blank">Braid</a> ist die Grafik vollständig und hochauflösend von Hand gezeichnet und gibt mir das Gefühl, mich innerhalb eines Gemäldes zu bewegen. Mit jedem Schritt den ich gehe, setzt sich die Welt weiter zusammen. Alles was ich mache, wird dabei von einem großartigen Erzähler begleitet, der das Geschehen kommentiert als wäre es eine alte Heldensage. Überhaupt verdient neben der Optik der Klang des Spiels besondere Aufmerksamkeit. Neben der tollen Stimme des Erzählers erwartet den Spieler ein phantastischer Soundtrack, der orientalische Klänge mit Western vereint und eine traumartige Atmosphäre schafft.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1309" title="Eine Herausforderung für den Hammer - So schnell wie möglich alles kaputtschlagen" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/bastion3.png" alt="Eine Herausforderung für den Hammer - So schnell wie möglich alles kaputtschlagen" width="565" height="318" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Bastion ist ein spaßiges Actionspiel mit viel Witz, welches zur gleichen Zeit ein tolles Maß an Poesie und Melancholie vermittelt. Diese Mischung muss man erst einmal hinkriegen. Für den geringen Preis bekommt man mehr als genug Inhalt und ein Spielerlebnis, dass das vieler Vollpreistitel bei weitem übertrifft. Kaufen!</p>
<p>Wer Interesse hat, aber noch nicht zum Kauf bereit ist: Es gibt auch eine <a href="http://store.steampowered.com/app/107100/" target="_blank">Demoversion zum Anspielen</a>.</p>
<p><iframe width="565" height="347" src="http://www.youtube.com/embed/mX48y24t9iU?rel=0&amp;hd=1" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Killerspiele doch gefährlich! Wuff!</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 10:55:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Videospiele]]></category>
		<category><![CDATA[EA]]></category>
		<category><![CDATA[Killerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Rheinische Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Videogames]]></category>
		<category><![CDATA[www.nrhz.de]]></category>

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		<description><![CDATA[Hey, ich habe eine neue Zeitung, die ich nicht mögen darf! Die Neue Rheinische zeitung, ein Webmagazin in Marxscher Tradition. Wo die Autoren ohne Bezahlung arbeiten, sich also vermutlich genauso gern über Herzensangelegenheiten ereifern wie meinereiner in diesem Blog. Diesmal geht es mal wieder gegen "Killerspiele".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/killerspiele-doch-gefahrlich-wuff"><img class="aligncenter size-full wp-image-1212" title="mario" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/04/mario.png" alt="" width="555" height="150" /></a></p>
<p>Hey, ich habe eine neue Zeitung, die ich nicht mögen darf! Die Neue Rheinische Zeitung, ein Webmagazin in Marxscher Tradition. Wo die Autoren ohne Bezahlung arbeiten, sich also vermutlich genauso gern über Herzensangelegenheiten ereifern wie meinereiner in diesem Blog. Diesmal geht es mal wieder gegen &#8220;Killerspiele&#8221;.<span id="more-1208"></span></p>
<p>Der Artikel heißt: &#8220;<a href="http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13254" target="_blank">Killerspiele doch gefährlich!</a>&#8220;. Ziemlich endgültig. Und mit Ausrufezeichen. Kann man nichts mehr sagen, zu dem Thema. Oder doch? Ich versuchs mal, gehe den Artikel Stück für Stück durch und reg mich auf.</p>
<p>Der Aufmacher spricht davon, dass ein Skandal ein neues Licht auf die sog. &#8220;medienpädagogische&#8221; Verharmlosung der Wirkungen von &#8220;Killerspielen&#8221; werfe. Journalistische Objektivität kann man also gleich nach dem ersten Satz in die Tonne schmeißen, diese Zeitung kennt die Wahrheit meine Damen und Herren &#8211; und sie wird sie uns aufs Brot schmieren!</p>
<p>Innerhalb des Aufmachers scheint der Skandal daraus zu bestehen, dass Nintendo Deutschland und EA ein &#8220;Institut zur Förderung von Medienkompetenz&#8221; an der FH Köln mit 250.000 Euro gefördert hat. Man ahnt in welche Richtung das Ganze geht&#8230;Lobbyismus, klar. Der Artikel fängt an, die wirtschaftliche Größe von EA zu beschreiben. Direkt danach:</p>
<blockquote><p>Von 1994 bis 1999 entwickelte EA unter der Bezeichnung &#8220;Jane’s Series&#8221; eine Reihe von militärischen Simulationen und erhielt dafür eine Lizenz der Jane’s Information Group, einem &#8220;militärwissenschaftlichen“ Verlag, der u.a. Jane’s Defence Weekly herausgibt.</p></blockquote>
<p>Dem uninformierten Leser wird damit suggeriert, EA hätte nichts anderes gemacht als Militärsimulationen zu entwickeln. Und allein damit seine Marktgröße erreicht. Okay, mächtiger Spielekonzern, Militärsimulationen (wir vermeiden hier noch das Wort &#8220;Spiele&#8221;), Lizenz eines militärwissenschaftlichen Verlags&#8230;wir müssen diese Firma hassen, Leute!</p>
<p>Jetzt macht der Autor einen (absichtlich?) verwirrenden Gedankenprung zurück zum Aufmacher: Man redet von einer Kooperation zwischen Forschern und Industrie, welche dem Wissenschaftsethos zuwider läuft. Der Direktor des Instituts Prof. Winfried Kaminski&#8230;moment&#8230;achso&#8230;jetzt reden wir wieder über die Förderungsgeschichte in Deutschland, nicht über den bösen Großkonzern in den USA und diesem Militärverlag dort.</p>
<p>Jedenfalls wirft der Autor den Professoren des Instituts die Verharmlosung von Gewaltspielen vor. Freilich ohne Quellen oder Zitate (außer nicht verlinkten Verweisen auf eigene Artikel). Er sagt, die Texte der Forscher lesen sich wie Werbeschriften der Computer(!)industrie und meint, dadurch wirken sie wie Lobbyisten der Games(!)industrie. Müssen wir ihm einfach mal so glauben.</p>
<p><strong>Die Politik steckt auch mitdrin!</strong></p>
<p>Im nächsten Absatz wird gejammert (&#8220;Skandalös&#8221;), dass die Bundeszentrale für politische Bildung das alles unterstützt und deren Vertreter auf Kongressen auftreten, die (&#8220;u.a.&#8221; füge ich hier gedanklich mal dazu) von Computerspielkonzernen gesponsert werden. Ähem. Klar, Mitarbeiter in öffentlichen Ämtern dürfen auf keinen Fall irgendwas mit der Wirtschaft zu tun haben. Die müssen gefälligst in ihrem steuerfinanzierten Kabuff sitzen und Urteile über die Wirtschaft abliefern, die sie nicht kennen, nicht mehr und nicht weniger!</p>
<p>Nächstes Thema ist Kritik an einem der Professoren, Prof. Fritz. Plagiatsfälle, weil das grad so Mode ist. Mag berechtigt sein, hat aber mit dem Artikelthema soviel zu tun wie Angela Merkel mit Hannah Montana. Desweiteren würde er krude sozialdarwinistische Thesen verbreiten&#8230;siehe vorheriger Satz.</p>
<p>Nach einem Absatz FH-nichtstaatlich-buhu wird durch Anführungszeichen und geschickte Wortwahl (&#8220;&#8221;Kulturgut&#8221;", &#8220;ganz offen&#8221;, &#8220;hofiert&#8221;) suggeriert, dass der Staat aus Profitgier und wider besseren Wissens Computerspiele kulturell anerkennen wolle. Der eben runtergemachte Fritz wird als Gutachter für den Staat vorgestellt, der o wunder, keine neuen Verbote oder Verschärfungen für nötig hält. Skandal! Da wird Teufelszeug in den Adelsstand gehoben!</p>
<p>Nun wird es vollends lächerlich und perfide. Der Artikel zitiert Fritz indirekt:</p>
<blockquote><p>Die USK, die herstellereigene (!) Alterskennzeichnung von Computerspielen, funktioniere wunderbar.</p></blockquote>
<p>Das Ausrufezeichen soll den Todesstoß für die Glaubwürdigkeit der Aussage bedeuten: Hey Leser, das ist doch lachhaft, die Gamehersteller bestimmen selber, ab wann ihr Spiel ist?</p>
<p>Wenn der Autor sich auch nur den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unterhaltungssoftware_Selbstkontrolle" target="_blank">Wikipedia-Artikel zur USK</a> durchgelesen hätte, wüsste er, dass die USK</p>
<p>1. nichts mit dem Hersteller zu tun hat</p>
<p>2. Sachverständige des Landes dabei sind. Nennt sich halbstaatliche Selbstkontrolle. Ne Firma macht die Kontrollen und der Staat passt auf und prüft das.</p>
<p>Wenn ein Hersteller sein Spiel NICHT freiwillig zur USK schickt, dann kriegt es einfach gar keine Freigabe und kann nur an Personen ab 18 verkauft werden. Und darf nicht beworben bzw. öffentlich ausgestellt werden, nennt sich Indizierung. Vermutlich weiß der Autor das sogar. Aber würde ja seinem Artikelziel widersprechen, wenn er nicht das Gegenteil suggerieren würde.</p>
<p>Es folgt Gewäsch, das darauf abzielt Computerspiele grundsätzlich als zu gewalttätig darzustellen, auch viele Spiele ab 12. Fassungslos wird zitiert, wie Fritz sage, Formen von Gewalt gehören zum Wesen fast aller Spiele, eben das Überwinden von Hindernissen. Für den Artikelautor ist Gewalt vermutlich immer gleichbedeutend mit Tod, Brutalität etc. Tenor vor allem zum Schluss: Eigentlich sind fast alle Spiele schlimm, müsste man verbieten, aber das böse Industrie-Politik-Gespann traut sich das nicht weil es ihrer eigenen Profitgier schadet. Seufz.</p>
<p><strong>Computerspiele als Ausbildungsstätten für Kindersoldaten</strong></p>
<p>Es geht weiter: Alle, die gegen Verbote sind, sind Lobbyisten. Dann wird es richtig lustig:</p>
<blockquote><p>Die verheerenden Auswirkungen sind längst klar belegt und in der Praxis offensichtlich. Killerspiele sind den Trainingssimulatoren der US-Armee nachempfunden, mit denen die Soldaten emotional desensibilisiert und auf reflexartiges Töten konditioniert werden – warum sollte dies bei Kindern nicht genauso wirken?</p></blockquote>
<p>Erster Satz: Keine Quelle, einfach ne Behauptung, die alle Diskussionen der letzten Jahrzehnte ignoriert. Muahaha. Danach: Schwachsinn, vielmehr ist das Umgekehrte der Fall. Und was die angeblich gewollte emotionale Desensibilisierung, die Konditionierung auf reflexartiges Töten angeht&#8230;alles ohne Quellen, alles Schwachsinn. Man wird nicht aufs Töten konditioniert, allenfalls auf schnelles Reagieren auf Bedrohungssituationen. Das sind Fähigkeiten, die im Krieg sicherlich von Nutzen sind, aber für den Nicht-Soldaten allenfalls sinnlos, und wenn nicht, dann nicht im schädlichen Sinne. Ähnliche Reflexe werden beim Fußball trainiert. Auch wenn der Autor es nicht wahrhaben will: Ja, Gewalt und Macht gehört in verschiedenen Formen zu unserem Alltag und zu unserer Natur. Das hat nichts mit Sozialdarwinismus zu tun.</p>
<p>Und natürlich sind Eltern verwirrt, weil die bösen Lobbyleute überall zu Wort kommen (Das Wort &#8220;Wissenschaftler&#8221; wird gleich in Gänsefüßchen gesetzt), weil sich die Medien ja meist durch Werbung finanzieren. Hey, und wer macht Werbung? Genau, die nichtstaatlichen Game-Firmen! Verschwööörung! Und was soll dieses Gewäsch von &#8220;monokausalen&#8221; Schlussfolgerungen? Ihr belabert uns doch alle nur und seit auf Schotter aus! Doppelseufz.</p>
<p><strong>Wird Zeit, dass wir was dagegen tun!</strong></p>
<p>Und nun der Glanzpunkt des Artikels: Ein Aufruf, was dagegen zu tun. Für die Kinder! Der <a href="http://www.nrhz.de/flyer/media/13254/Aufruf_gegen_Computergewalt.pdf" target="_blank">Kölner Aufruf gegen Computergewalt</a> (PDF). Ein Klassiker des KeineAhnungHabens! Zeichnet sich zumeist durch emotionales Gerede ohne Argumente aus. Und steckt wie üblich voller Suggestion. Beispiel:</p>
<blockquote><p>Wir lassen nicht zu, dass Kinder und Jugendliche zu Tötungsmaschinen auf den virtuellen und realen Schlachtfeldern dieser Welt abgerichtet werden.</p></blockquote>
<p>Ja, find ich auch. Außerdem lass ich nicht zu, dass auf Dinosauriern reitende Nazis meine Innenstadt verwüsten!</p>
<p>Dann wird da noch gefordert, dass kriegsverherrlichende und gewaltfördernde Spiele u.a. für Erwachsene verboten werden. Bullshit. Spiele die sowas im Extremen tun, werden eh schon beschlagnahmt (indiziert sowieso). Ansonsten wird hiermit gefordert, dass erwachsene Bürger entmündigt werden. Wir wissen besser was gut für euch ist. Achja.</p>
<p>Soviel zum Artikel &#8220;<a href="http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13254" target="_blank">Killerspiele doch gefährlich!</a>&#8220;. Man kann ja von dem Thema halten was man will. Aber dieser Beitrag (wie so viele andere aus der Kontra-Fraktion) in seiner polemischen, reißerischen Subjektivität trägt weder zur Aufklärung über den Sachverhalt bei, noch sammelt er für seine Seite Stimmen&#8230;bei einigermaßen aufgeklärten Leuten. Zielgruppe ist offensichtlich, Bild-like, der uninformierte Wutbürger. Es wird sich eine Verschwörung konstruiert, durch Formulierungen Dinge suggeriert (Topwort dieses Blogposts) die halt nicht stimmen, Befürworter der Gegenseite werden niedergemacht, Quellen zum Selbstinformieren werden weggelassen. Und völlig verschiedene Themen angedeutet (so das man jeweils nichts weiß, aber ne Meinung hat) und miteinander verquirlt zu einem großen Stimmungsmacherbrei. Im Grunde ist es ein großer Meinungsbeitrag ohne Hintergründe objektiv zu erläutern. Ganz übler Schund das Ganze. Meiden!</p>
<p>(via <a href="http://twitter.com/Bombilein" target="_blank">Bombilein</a>, thx!)</p>
<p>P.S. Muaha, ich sehe gerade, dass der Autor sich unter anderem bei Texten von Dr. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Pfeiffer" target="_blank">Christian Pfeiffer</a> informiert hat. Ja, der Typ den kaum ein Wissenschaftler ernst nimmt, weil er unsauber arbeitet, zielgerichtet gegen Videospiele agiert und möglichst seine Meinung in alle Medien verbreitet, so wenig Ahnung er auch hat. Dann ist ja alles klar.</p>
<p>P.P.S. Und mal wieder zur eigenen Absicherung: Natürlich bin ich auch gegen Lobbyismus. Und gegen nicht altersgerechte Gewaltdarstellungen. Aber die Methoden, mit denen öffentlichkeitswirksam dagegen mobil gemacht wird, sind lächerlich, schaden der Glaubwürdigkeit der Sache und sind kontraproduktiv. Dagegen vorgehen, ja, aber nicht so. Anders als häufig dargestellt, ist man nicht automatisch für Gewalt, wenn man gegen zu umfassene Restriktionen ihrer Darstellung ist.</p>
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		<title>Machinarium &#8211; Ein Herz für Rost</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 23:11:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Videospiele]]></category>
		<category><![CDATA[Amanita Design]]></category>
		<category><![CDATA[Indie Games]]></category>
		<category><![CDATA[Machinarium]]></category>
		<category><![CDATA[Samorost]]></category>

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		<description><![CDATA[Ihr solltet das wirklich spielen. Es ist ein Adventure, es ist kurz, wunderschön und liebevoll gestaltet. Die Rätsel sind einfach bis knackig, die Atmosphäre bizarr, verstörend und zugleich sympathisch. Länger muss eine Rezension gar nicht sein, oder? Wer wissen will wie das Spiel funktioniert, kann googeln oder auf der Entwickler-Seite die Demo online spielen(!). Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p style="text-align: justify;"><img class="alignright size-medium wp-image-684" title="machinarium_titulka-326x4401" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/machinarium_titulka-326x4401-222x300.jpg" alt="machinarium_titulka-326x4401" width="222" height="300" />Ihr solltet das wirklich spielen. Es ist ein Adventure, es ist kurz, wunderschön und liebevoll gestaltet. Die Rätsel sind einfach bis knackig, die Atmosphäre bizarr, verstörend und zugleich sympathisch. Länger muss eine Rezension gar nicht sein, oder? Wer wissen will wie das Spiel funktioniert, kann googeln oder auf der Entwickler-Seite die Demo <a href="http://machinarium.net/demo/" target="_blank">online spielen</a>(!). Das Spiel ist von Amanita Design, den Machern des Flashgame-Kults <a href="http://amanita-design.net/samorost-1/" target="_blank">Samorost</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich für meinen Teil hab Machinarium genossen, auch wenn es leider viel zu schnell vorbei war. Es hat dieses nette Indie-Gefühl, dass etwas auch ohne Multimillionen$Budget großartig sein kann, wenn es nicht sogar gerade deswegen großartiger und origineller ist als der x-te Aufguss bekannter Blockbuster-Formeln. Experimentelle Musik und träumerische Grafik schaffen ein interaktives Kunstwerk, was weniger mit einem normalen Videospiel gemein hat als vielmehr mit einem fesselnden Roman oder einer Kunstaustellung von Giger und Co. It&#8217;s arty <span style="text-decoration: underline;">and</span> fun.</p>
<p>Pro.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-692" title="machinarium_04_bigger" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/machinarium_04_bigger1-1024x603.jpg" alt="machinarium_04_bigger" width="615" /><img class="aligncenter size-large wp-image-693" title="machinarium008" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/machinarium0081-1024x643.jpg" alt="machinarium008" width="615" /><img class="aligncenter size-full wp-image-694" title="machinarium_03" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/machinarium_031.jpg" alt="machinarium_03" width="615" /></p>
<div class="shr-publisher-683"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Braid</title>
		<link>http://tomhartig.de/wordpress/braid</link>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 19:28:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Videospiele]]></category>
		<category><![CDATA[Braid]]></category>
		<category><![CDATA[Game]]></category>
		<category><![CDATA[Pro]]></category>
		<category><![CDATA[Videospiel]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Das tolle an Videospielen ist die Kontrolle, die der Spieler über das Geschehen hat. Kontrolle, die einem im richtigen Leben oftmals fehlt. Zum Beispiel über die Zeit. Physikalische Gesetze werden zwar in Games seit Ewigkeiten gebogen und gebrochen, Dimensionen werden munter gewechselt, Bäume ausgerissen etc., doch seltsamerweise hat sich an das Zeitkonzept bisher kaum ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><font size="2">Das tolle an Videospielen ist die Kontrolle, die der Spieler über das Geschehen hat. Kontrolle, die einem im richtigen Leben oftmals fehlt. Zum Beispiel über die Zeit. Physikalische Gesetze werden zwar in Games seit Ewigkeiten gebogen und gebrochen, Dimensionen werden munter gewechselt, Bäume ausgerissen etc., doch seltsamerweise hat sich an das Zeitkonzept bisher kaum ein Entwickler herangetraut. Erinnern kann ich mich gerade nur an das relativ junge „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prince_of_Persia#Prince_of_Persia:_The_Sands_of_Time">Prince of Persia: The Sands of Time</a>“ (ein paar Jährchen sinds dann doch schon). Dort hielt sich die Originalität jedoch auch in Grenzen, man konnte lediglich das Spielgeschehen zurückspulen oder die Zeit verlangsamen. Letzteres war auch das Hauptfeature von „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Payne">Max Payne</a>“, quasi ein Game Noir mit Matrix-Feeling. Das waren zwar „coole“ Features, beeinflussten aber das Gameplay nur unwesentlich. Man konnte auch komplett darauf verzichten. Ganz anders im folgenden Schmuckstück:</p>
<p><a href="http://tomhartig.wordpress.com/2009/05/22/braid/#more-399"><img src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/05/braid_title_new.jpg" alt="braid_title_new" title="braid_title_new" width="497" height="279" class="aligncenter size-full wp-image-401" /></a><br />
<span id="more-399"></span><br />
Die Story beginnt augenscheinlich als simple „Held rettet Prinzessin vor bösem Monster“-Geschichte, doch entwickelt sich zunehmend immer cleverer zu einer großen, psychologischen Parabel. So durchlebt die Hauptfigur Tim in jeder Welt einen gewissen Gemütszustand, welcher sich im Design und Gameplay des jeweiligen Abschnitts manifestiert. Bis schließlich am Ende der Anfang der ganzen Geschichte steht und diese völlig auf den Kopf stellt. Was genau das Ende bedeutet, steht dabei frei zur Interpretation.</p>
<p><img src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/05/braid_screenshot2.jpg" alt="braid_screenshot2" title="braid_screenshot2" width="497" height="279" class="aligncenter size-full wp-image-402" /></p>
<p>Der Form nach ist <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Braid_(video_game)">Braid</a> ein Jump‘n‘Run, mit dem Haken, dass es nicht ums Überleben geht oder gar schnelle Reflexe. Eigentlich ist es nämlich ein Puzzlespiel, dass ohne vertrackte Logik nicht zu lösen ist. Die Rätsel erfordern das geschickte Einsetzen von allen Möglichen Formen von Zeitmanipulationen. Man kann die Zeit so oft man will vor- bzw. zurückspulen. Das erspart nicht nur nerviges Wege-Zurücklegen (z.B. wenn man mal von einer Plattform fällt), sondern macht es auch unmöglich, endgültig zu sterben: Keine Anzahl von Leben, kein Wiederholen des Levels. Wenn etwas nicht geklappt hat, versucht man es sofort noch mal anders.</p>
<p>Der Witz an der Sache ist nun, dass manche Objekte von der Zeitmanipulation unbehelligt bleiben. Man kann also durch geschicktes Bewegen und Zeitspulen die Synchronität der Dinge verändern um das Ziel zu erreichen.  In einigen Levels bewegt sich die Zeit nur vorwärts, wenn man nach rechts läuft. Sobald man nach links läuft, läuft auch die Zeit wieder zurück, inklusive Gegner, die man eigentlich schon erledigt hatte. Durch das Überwinden von Höhenunterschieden und dem Einsatz der zeitunempfindlichen Objekte kann man sich dies zu Nutze machen. In anderen Levels kann man zurückspulen, doch im Anschluss führt eine Schattenversion des Spielers die rückgängig gemachte Aktion nochmals aus. Dies ermöglicht es, mehrere Dinge zur gleichen Zeit zu tun. Und dies sind noch nichtmal alle Features, die im Laufe des Spiels zur Verfügung stehen&#8230;</p>
<p><img src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/05/braid.png?w=300" alt="braid" title="braid" width="200" class="alignleft size-medium wp-image-403" />Erwähnenswert ist neben dem genialen Gameplay auf jeden Fall das unglaubliche Design von Braid. Alles sieht aus wie gemalt, als bewege man Gemälde. Die Musik ist sanft und geht einem auch dann nicht auf die Nerven, wenn man mal länger an einem Rätsel sitzt. Insgesamt fühlt sich Braid erstaunlich wie ein Märchen an, ohne dabei kindlich oder naiv zu wirken.</p>
<p>Braid ist ein Paradebeispiel dafür, dass ein Spiel keine immense Entwicklungsmaschinerie und Millionen von Dollar und hyperrealistische Grafik haben muss, um Spaß zu machen. Das Ganze ist vergleichbar mit der Filmindustrie: Die Blase des pompösen Tamtams bläst sich immer weiter auf bis sie keinerlei Gehalt mehr besitzt. Schließlich kommen kleine, individuelle Künstler und bringen mit ihrer Kreativität alles zum platzen (bis sie das Seifenwasser der neuen Blase werden&#8230;). In diesem Fall stammt Idee und Programmierung des Spiels von einer einzigen Person, Jonathan Blow. Er schuftete 3 Jahre lang an Braid, erarbeitete zusammen mit David Hellman das Aussehen und erntete schließlich hohes Lob von Spielern und Kritik und erntete zahlreiche Auszeichnungen. Völlig zu Recht!</p>
<p><img src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/05/braid11.jpg" alt="braid1" title="braid1" width="497" height="279" class="aligncenter size-full wp-image-407" /></p>
<p>15$ kostet Braid, eine <a href="http://braid-game.com/">kostenlose Demo</a> ist für PC, Mac und Linux erhältlich. Es gibt die Kritik, das Spiel sei zu kurz um den Preis zu rechtfertigen. Ich denke jedoch, dass man sich so oder so dieses innovative Spielerlebnis nicht entgehen lassen sollte. Besser, als sich den x-ten Ego-Shooter zu holen ist es allemal.</p>
<p>Pro.<br />
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<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=uqtSKkyJgFM">www.youtube.com/watch?v=uqtSKkyJgFM</a></p>
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