Hey, ich habe eine neue Zeitung, die ich nicht mögen darf! Die Neue Rheinische Zeitung, ein Webmagazin in Marxscher Tradition. Wo die Autoren ohne Bezahlung arbeiten, sich also vermutlich genauso gern über Herzensangelegenheiten ereifern wie meinereiner in diesem Blog. Diesmal geht es mal wieder gegen “Killerspiele”. Weiterlesen
Category Archives: Medienbildung
Ballern an der Grenze
Ein Student entwickelt im Laufe eines Jahres für die Uni ein Spiel. Es heißt 1378 (km), ist ein Ego-Shooter bei dem man entweder DDR-Flüchtling oder Grenzer ist. Die Flüchtlinge versuchen die Mauer zu überwinden. Der Grenzer will das verhindern. Erreichen will der Student damit, dass sich Jugendliche mit der Mauergeschichte auseinandersetzen. Nun regen sich Politiker, Opferverbände etc. darüber auf, empfehlen teilweise sogar der Staatsanwaltschaft Klage wegen Gewaltverherrlichung einzureichen. Die Uni nimmt ihn in Schutz. Soweit der Hintergrund. Weiterlesen
Campus TV
Der Bachelor
Es ist vollbracht. Wochen von Stress, Selbstzweifel und schlichtem Wahnsinn neigen sich dem Ende zu. Am Montag wird abgegeben und wenn die beiden gebundenen Exemplare der Arbeit nicht vorher irgendwie herunterfallen, zerreißen oder explodieren war es das dann. Zumindest für 6 Wochen bis die Verteidigung ansteht.
58 Seiten sind es geworden. Zu einem einzigen Film, den ich nichtmal besonders unterhaltsam finde. Einem kitschigen Film. Aber was interessiert die Wissenschaft der persönliche Geschmack? Es ist eine werbende Arbeit. Sie sagt, wir sollten mehr Filme über das Jenseits haben. Weil uns das bildet. Halleluja!
Unzufrieden bin ich natürlich. Wie immer. Aber vermutlich muss man das sein, um sich nicht auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Das sagt einem: Es gibt noch was zu lernen!
All die Ängste und Befürchtungen, die ich hatte – in Luft aufgelöst. Die Menschen, von denen mein Erfolg abhing, alle waren sie freundlich und hilfsbereit. Toll, wenn man sich auf seine Mitmenschen verlassen kann. Ein riesiges Dankeschön an alle, die es betrifft!
Und eine neue Wohnung gibt es noch obendrein. Na dann, der Master kann kommen!
Pro.
10. Sendung Campus TV
So, die 10. Sendung Campus TV der Uni Magdeburg ist raus, diesmal mit meiner Mitarbeit an 3 Beiträgen. Bei keiner Sendung zuvor haben so wenige so viel geleistet, angucken!
Pro.
Abgabepanik
Abgabepanik…braucht man das zum Leben? Negative Gefühle um sich bedeutsam zu erscheinen? Wieso macht man so vieles gern auf den letzten Drücker um dann völlig aufgelöst in kurzer Zeit emotionale Drehzahlen im roten Bereich zu fahren? Da lässt man sich so treiben, es ist ja noch Zeit, ein Jahr, ein paar Monate, ein paar Wochen…und dann ist das Geschrei groß.
Warum eigentlich? Ist es die Angst vor dem nicht rückgängig zu machenden Schritt der Abgabe? Keine Möglichkeit mehr zur Korrektur, falls einem später noch etwas einfällt? Hat man auch ja nichts vergessen? Die Gedanken wirbeln um alles Mögliche und das ist auch gut so. Wäre dem nicht so, würde die Leistung vermutlich schlechter ausfallen. Man muss nur irgendwann die Notbremse ziehen und sagen können: Perfekt geht nicht, weg damit. Den Stress ist der eine kleine Rechtschreibfehler den man vielleicht übersehen hat nicht wert.
Es ist Bachelor-Anmeldungszeit für mich und meine Mitstudenten und oben genanntes Phänomen scheint gerade Konjunktur zu haben. Eigentlich gibt es kein fixes Datum und die empfohlene Anmeldezeit ist noch 3-4 Wochen entfernt. Jedoch fehlen vielen noch bestimmte Dokumente und die Angst greift wieder um sich: Was ist, wenn einer meiner Scheine (von mir) verschlampt wurde? Wenn mein Arbeitgeber mir die Praktikumsbescheinigung nicht schnell genug ausstellen mag? Wenn ich zwar alles zwei Wochen vorher abgebe, aber das Anmeldeverfahren dann noch mal 4 Wochen in Anspruch nimmt? Ich melde mich zu spät an, werde, wenn überhaupt, zu spät fertig mit dem Bachelor und muss dann mindestens ein halbes Jahr warten bis ich wieder irgendwo etwas arbeiten / studieren kann und überhaupt geht die Welt unter, meine Eltern verstoßen mich und McCain wird doch noch Präsident.
Stress hat seinen Zweck, man macht viel in kurzer Zeit und gleicht somit die langen Wochen des Nichtstuns wieder aus. Und hinterher ist man umso glücklicher, wenn man das alles wieder hinter sich hat und wieder faulenzen kann (und nicht sollte). Der letzte Drücker ist ein Risiko, aber aufregend und wer lebt nicht gern gefährlich? Kommt man sich wichtig vor, beschäftigt. Verdammte Wohlstandsgesellschaft. Stress als Allheilmittel dem Alltagstrott zu entfliehen? Assoziationsketten müffeln, also Schluss.
Pro.
Nachtrag Gewalt und Videospiele
Kurz und treffend: Prof. Johannes Fromme von der Otto-von-Guericke-Universität hat der dpa seine Meinung zum Thema Gewalt und Computerspiele erläutert. Sehr lesenswert.
Edit: Und noch ein sehr guter Artikel in der Netzeitung, der einige Kontra-Killerspiel-Argumente aufgreift.
Pro.



