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	<title>Moosbett &#187; Kunst</title>
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		<title>Ich habe ein neues Spielzeug</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 17:39:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[D3100]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Nikon]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe ein neues Spielzeug und es heißt: Nikon D3100. Meine erste Digitale Spiegelreflex Kamera! Tiefenunschärfe! HD-Videos! Und so ein Teil sieht halt affenstark aus. Freue mich schon darauf, die ersten "richtigen" Bilder schießen zu können. Dann auch ohne natürlichen Gelbgrünstich meines Badezimmers. <a href="http://tomhartig.de/wordpress/ich-habe-ein-neues-spielzeug">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/02/nikon.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1173" title="Nikon" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/02/nikon.jpg" alt="Meine Nikon D3100" width="555" height="370" /></a></p>
<p>und es heißt: <a href="http://www.chip.de/artikel/Nikon-D3100-DSLR-bis-1.000-Euro-Test_45201562.html" target="_blank">Nikon D3100</a>. Meine erste Digitale Spiegelreflex Kamera! Tiefenunschärfe! HD-Videos! Und so ein Teil sieht halt affenstark aus. Freue mich schon darauf, die ersten &#8220;richtigen&#8221; Bilder schießen zu können. Dann auch ohne natürlichen Gelbgrünstich meines Badezimmers. Ick freu mir!</p>
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		<title>Copying Is Not Theft</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 11:57:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<description><![CDATA[Gute Laune, wichtige Botschaft. Will ich gar nicht viel mehr zu schreiben (ich schiebe eh gerade Arbeit vor mich her). Den genannten Unterschied sollten sich viele Leute in der Wirtschaft immer wieder bewusst machen. Die nicht mehr zeitgemäßen Urheberrechtgesetze werden ja zum Glück in letzter Zeit immer wieder in Frage gestellt. <a href="http://tomhartig.de/wordpress/copying-is-not-theft">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="550" height="334" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/IeTybKL1pM4?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="550" height="334" src="http://www.youtube.com/v/IeTybKL1pM4?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Gute Laune, wichtige Botschaft. Den genannten Unterschied sollten sich viele Leute in der Wirtschaft immer wieder bewusst machen. Die nicht mehr zeitgemäßen Urheberrechtgesetze werden ja zum Glück in letzter Zeit immer wieder in Frage gestellt.<span id="more-1155"></span> Klar müssen Produzenten von irgendwas leben. Aber siehe Musikbusiness: Dann verdient man sein Geld halt über Dinge, die nicht zu kopieren sind, wie z.B. über Konzerte. Und Werbung funktioniert ja auch ganz gut. Mir wachsen jedenfalls kleine, unabhängige Projekte immer mehr ans Herz, für die ich dann auch freiwillig einen kleinen Geldbetrag ausgebe. Und: Fast ALLE Ideen sind kopiert. Vor Einfluss ist niemand gefeit, und ein einsames Genie was im Keller wohnt und einfach so durch göttliche Eingebung ein Meisterwerk schafft: Nö, ist Unsinn. Nur durch die Kombination und Veränderung von schon Bestehendem kann etwas Neues geschaffen werden. Wer Ideen absperrt und für sich pachtet, beraubt ein gigantisches Netzwerk an großartigen Möglichkeiten. Das ist der wahre Diebstahl!</p>
<p>Was an Geld verpulvert wird für Hollywood und Co. ist das Resultat und den resultierenden Preis nicht wert. Mir jedenfalls nicht. Zugang zu Kunst (und Bildung) sollte nicht vom Geldbeutel abhängig sein. Und Kunst muss nicht teuer sein, um interessant zu sein. Im Gegenteil, häufig sind die superteuren Filme, Spiele etc. auch am langweiligsten. Aber weils beworben wird, wirds auch gekauft. Hach. Ich merk schon, ich hab meinen Kapitalismuskritischen heute&#8230;muss an Weihnachten liegen.</p>
<p>Merry Christmas!</p>
<p>(via <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/schones-video-copying-is-not-theft/" target="_blank">netzpolitik</a>)</p>
<div class="shr-publisher-1155"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Piraten &#8211; Propaganda</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 15:19:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe ein wenig mit Photoshop herumprobiert. Inspiriert durch den aktuellen Wahlkampf sollte ein Wahlplakat entstehen, das an die Propaganda der 40er und 50er angelehnt ist. Und weil die Partei etwas Aufmerksamkeit verdient und sich ihr Leitmotiv eh hervorragend für &#8230; <a href="http://tomhartig.de/wordpress/piraten-propaganda">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p style="text-align: justify;">Ich habe ein wenig mit Photoshop herumprobiert. Inspiriert durch den aktuellen Wahlkampf sollte ein Wahlplakat entstehen, das an die Propaganda der 40er und 50er angelehnt ist. Und weil die Partei etwas Aufmerksamkeit verdient und sich ihr Leitmotiv eh hervorragend für Bearbeitungen eignet, fiel die Wahl auf die <a href="http://www.piratenpartei.de/">Piratenpartei</a>:<br />
<a href="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/08/propklein.jpg?w=570&amp;h=798"><img class="aligncenter size-full wp-image-527" title="propklein" src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/08/propklein.jpg" alt="propklein" width="570" height="798" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Im Grunde hat der Stil nicht viel Aufwand erfordert. Als Hintergrund diente ein brauner Umschlag, der dem Ganzen etwas Struktur verpasst und zudem die Farbrichtung vorgegeben hat. Die schwarzen Menschenumrisse wurden zweimal nebeneinander kopiert und darüber ein vorher freigestellter Captain Jack Sparrow gelegt.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieser ging für seinen verfremdeten Look durch den Kunstfilter Farbpapier-Collage. Für den weißen Umriss hab ich die Jack-Ebene einmal dupliziert, etwas vergrößert, komplett weißgefärbt und unter die Original-Ebene gepackt.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Hintergrund wurde das Logo der Piratenpartei eingesetzt sowie ein gespiegeltes Copyright-Zeichen, beide mit einer Deckkraft von ca. 30%.</p>
<p style="text-align: justify;">Am längsten hat eigentlich der Schriftzug gedauert. Richtige Schriftgröße, Abstände, Winkel etc.. Die Farbwahl erforderte farbige Balken, die Jack untenrum abtrennen und etwas klarere Linien in das Bild bringen. Alles (bis auf das Copyright) wurde im Winkel von etwa 30° angekippt um dynamischer zu wirken (Lesrichtung von links nach rechts: Es geht aufwärts).</p>
<p style="text-align: justify;">Anschließend wurde das Plakat noch schwarz gerahmt. Schmale, hellbraune Linien wurden grob an alle 4 Seiten gepappt um das Ganze etwas wilder aussehen zu lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Schluss folgten noch ein paar mit einem Spezialpinsel aufgetragene Risse und Flecken. Farbbearbeitung etc. war nicht notwendig, da mir die Farben und der Kontrast schon so ganz gut gefielen.</p>
<p style="text-align: justify;">Kommentare? Tipps? Immer her damit!</p>
<p style="text-align: justify;">Pro.</p>
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		<title>Braid</title>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 19:28:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Videospiele]]></category>
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		<category><![CDATA[Videospiel]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Das tolle an Videospielen ist die Kontrolle, die der Spieler über das Geschehen hat. Kontrolle, die einem im richtigen Leben oftmals fehlt. Zum Beispiel über die Zeit. Physikalische Gesetze werden zwar in Games seit Ewigkeiten gebogen und gebrochen, Dimensionen werden &#8230; <a href="http://tomhartig.de/wordpress/braid">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><font size="2">Das tolle an Videospielen ist die Kontrolle, die der Spieler über das Geschehen hat. Kontrolle, die einem im richtigen Leben oftmals fehlt. Zum Beispiel über die Zeit. Physikalische Gesetze werden zwar in Games seit Ewigkeiten gebogen und gebrochen, Dimensionen werden munter gewechselt, Bäume ausgerissen etc., doch seltsamerweise hat sich an das Zeitkonzept bisher kaum ein Entwickler herangetraut. Erinnern kann ich mich gerade nur an das relativ junge „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prince_of_Persia#Prince_of_Persia:_The_Sands_of_Time">Prince of Persia: The Sands of Time</a>“ (ein paar Jährchen sinds dann doch schon). Dort hielt sich die Originalität jedoch auch in Grenzen, man konnte lediglich das Spielgeschehen zurückspulen oder die Zeit verlangsamen. Letzteres war auch das Hauptfeature von „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Payne">Max Payne</a>“, quasi ein Game Noir mit Matrix-Feeling. Das waren zwar „coole“ Features, beeinflussten aber das Gameplay nur unwesentlich. Man konnte auch komplett darauf verzichten. Ganz anders im folgenden Schmuckstück:</p>
<p><a href="http://tomhartig.wordpress.com/2009/05/22/braid/#more-399"><img src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/05/braid_title_new.jpg" alt="braid_title_new" title="braid_title_new" width="497" height="279" class="aligncenter size-full wp-image-401" /></a><br />
<span id="more-399"></span><br />
Die Story beginnt augenscheinlich als simple „Held rettet Prinzessin vor bösem Monster“-Geschichte, doch entwickelt sich zunehmend immer cleverer zu einer großen, psychologischen Parabel. So durchlebt die Hauptfigur Tim in jeder Welt einen gewissen Gemütszustand, welcher sich im Design und Gameplay des jeweiligen Abschnitts manifestiert. Bis schließlich am Ende der Anfang der ganzen Geschichte steht und diese völlig auf den Kopf stellt. Was genau das Ende bedeutet, steht dabei frei zur Interpretation.</p>
<p><img src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/05/braid_screenshot2.jpg" alt="braid_screenshot2" title="braid_screenshot2" width="497" height="279" class="aligncenter size-full wp-image-402" /></p>
<p>Der Form nach ist <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Braid_(video_game)">Braid</a> ein Jump‘n‘Run, mit dem Haken, dass es nicht ums Überleben geht oder gar schnelle Reflexe. Eigentlich ist es nämlich ein Puzzlespiel, dass ohne vertrackte Logik nicht zu lösen ist. Die Rätsel erfordern das geschickte Einsetzen von allen Möglichen Formen von Zeitmanipulationen. Man kann die Zeit so oft man will vor- bzw. zurückspulen. Das erspart nicht nur nerviges Wege-Zurücklegen (z.B. wenn man mal von einer Plattform fällt), sondern macht es auch unmöglich, endgültig zu sterben: Keine Anzahl von Leben, kein Wiederholen des Levels. Wenn etwas nicht geklappt hat, versucht man es sofort noch mal anders.</p>
<p>Der Witz an der Sache ist nun, dass manche Objekte von der Zeitmanipulation unbehelligt bleiben. Man kann also durch geschicktes Bewegen und Zeitspulen die Synchronität der Dinge verändern um das Ziel zu erreichen.  In einigen Levels bewegt sich die Zeit nur vorwärts, wenn man nach rechts läuft. Sobald man nach links läuft, läuft auch die Zeit wieder zurück, inklusive Gegner, die man eigentlich schon erledigt hatte. Durch das Überwinden von Höhenunterschieden und dem Einsatz der zeitunempfindlichen Objekte kann man sich dies zu Nutze machen. In anderen Levels kann man zurückspulen, doch im Anschluss führt eine Schattenversion des Spielers die rückgängig gemachte Aktion nochmals aus. Dies ermöglicht es, mehrere Dinge zur gleichen Zeit zu tun. Und dies sind noch nichtmal alle Features, die im Laufe des Spiels zur Verfügung stehen&#8230;</p>
<p><img src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/05/braid.png?w=300" alt="braid" title="braid" width="200" class="alignleft size-medium wp-image-403" />Erwähnenswert ist neben dem genialen Gameplay auf jeden Fall das unglaubliche Design von Braid. Alles sieht aus wie gemalt, als bewege man Gemälde. Die Musik ist sanft und geht einem auch dann nicht auf die Nerven, wenn man mal länger an einem Rätsel sitzt. Insgesamt fühlt sich Braid erstaunlich wie ein Märchen an, ohne dabei kindlich oder naiv zu wirken.</p>
<p>Braid ist ein Paradebeispiel dafür, dass ein Spiel keine immense Entwicklungsmaschinerie und Millionen von Dollar und hyperrealistische Grafik haben muss, um Spaß zu machen. Das Ganze ist vergleichbar mit der Filmindustrie: Die Blase des pompösen Tamtams bläst sich immer weiter auf bis sie keinerlei Gehalt mehr besitzt. Schließlich kommen kleine, individuelle Künstler und bringen mit ihrer Kreativität alles zum platzen (bis sie das Seifenwasser der neuen Blase werden&#8230;). In diesem Fall stammt Idee und Programmierung des Spiels von einer einzigen Person, Jonathan Blow. Er schuftete 3 Jahre lang an Braid, erarbeitete zusammen mit David Hellman das Aussehen und erntete schließlich hohes Lob von Spielern und Kritik und erntete zahlreiche Auszeichnungen. Völlig zu Recht!</p>
<p><img src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/05/braid11.jpg" alt="braid1" title="braid1" width="497" height="279" class="aligncenter size-full wp-image-407" /></p>
<p>15$ kostet Braid, eine <a href="http://braid-game.com/">kostenlose Demo</a> ist für PC, Mac und Linux erhältlich. Es gibt die Kritik, das Spiel sei zu kurz um den Preis zu rechtfertigen. Ich denke jedoch, dass man sich so oder so dieses innovative Spielerlebnis nicht entgehen lassen sollte. Besser, als sich den x-ten Ego-Shooter zu holen ist es allemal.</p>
<p>Pro.<br />
</font></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=uqtSKkyJgFM">http://www.youtube.com/watch?v=uqtSKkyJgFM</a></p>
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		<title>Neue Kloß &amp; Spinne Folge!</title>
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		<pubDate>Fri, 01 May 2009 18:34:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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		<category><![CDATA[Kloß & Spinne]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[Volker Strübing hat eine neue Folge seiner genial-philosophischen Trickfilmreihe Kloß &#38; Spinne fertiggestellt! Wieder einmal gibt es viel Identifikationspotential, schließlich kennt jeder von uns das schlechte Gewissen, wenn man etwas vor sich herschiebt (siehe zwei Einträge vor diesem). Doch wie &#8230; <a href="http://tomhartig.de/wordpress/neue-klos-spinne-folge">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><font size="2">Volker Strübing hat eine neue Folge seiner genial-philosophischen Trickfilmreihe Kloß &amp; Spinne fertiggestellt! Wieder einmal gibt es viel Identifikationspotential, schließlich kennt jeder von uns das schlechte Gewissen, wenn man etwas vor sich herschiebt (siehe zwei Einträge vor diesem). Doch wie immer kommt es nur auf den Standpunkt an, mit dem man so etwas sieht. Und das Wort &#8220;Augengabel&#8221; gehört ab sofort zu meinem Lieblingswortschatz&#8230;</p>
<p>Viel Spaß dabei und besucht auf jedenfall mal <a href="http://volkerstruebing.wordpress.com/">Strübings Blog Schnipselfriedhof</a>, sehr lesenswert!</p>
<p>Folge 16: Das Leben ist ein Ponyhof</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=Sw7VB2_dJmY">http://www.youtube.com/watch?v=Sw7VB2_dJmY</a></p>
<p>Pro.</font></p>
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		<title>I&#039;m a cyborg, but that&#039;s ok</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 18:13:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Film aus der Abteilung: DIe spinnen, die Asiaten. Neben &#8220;Juno&#8221; zählt &#8220;I&#8217;m a cyborg, but that&#8217;s ok&#8221; zu den neuesten Errungenschaften meiner DVD-Sammlung. Gehört hatte ich von diesem Film ursprünglich in einem Uni-Seminar, ich weiß nicht mehr zu welchem &#8230; <a href="http://tomhartig.de/wordpress/im-a-cyborg-but-thats-ok">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><font size="2"><img src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/03/i-am-a-cyborg-btok_poster-01.jpg?w=212" alt="i-am-a-cyborg-btok_poster-01" title="i-am-a-cyborg-btok_poster-01" width="212" height="300" class="alignright size-medium wp-image-273" />Ein Film aus der Abteilung: DIe spinnen, die Asiaten. Neben &#8220;Juno&#8221; zählt &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/I’m_a_Cyborg,_But_That’s_OK" target="_blank">I&#8217;m a cyborg, but that&#8217;s ok</a>&#8221; zu den neuesten Errungenschaften meiner DVD-Sammlung. Gehört hatte ich von diesem Film ursprünglich in einem Uni-Seminar, ich weiß nicht mehr zu welchem Thema. Aber da das moderne asiatische Kino ja visuell wie inhaltlich beeindruckende Werke wie &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/2046" target="_blank">2046</a>&#8221; oder &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oldboy" target="_blank">Oldboy</a>&#8221; hervorgebracht hat, warum nicht? Letzter teilt sich mit diesem Film den gleichen südkoreanischen Regisseur: Chan-wook Park. Und Preise in Cannes hat er mit diesem Werk ebenfalls erneut abgeräumt. Was kann da schon schiefgehen?<br />
<span id="more-271"></span><br />
Realitätsfreunde und Kulturbegrenzer aufgepasst: &#8220;I&#8217;m a cyborg, but that&#8217;s ok&#8221; ist nichts für euch. Der Film springt munter zwischen Fantasie und Wirklichkeit hin und her. Das erleichtert nicht gerade das Verständnis, zumal einem als westlichen Zuschauer vieles aufgrund der kulturellen Unterschiede eh schon spanisch genug vorkommt. Etwas Toleranz und Filmerfahrung ist also Voraussetzung, um dem Geschehen einigermaßen folgen zu können.</p>
<p><img src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/03/i_m_a_cyborg_but_thats_ok_gross.jpg?w=300" alt="i_m_a_cyborg_but_thats_ok_gross" title="i_m_a_cyborg_but_thats_ok_gross" width="300" height="193" class="alignleft size-medium wp-image-275" />Der Film spielt fast ausschließlich in einem Irrenhaus. Dorthin wird unsere Heldin Young-goon gebracht, nachdem sie ihre Pulsadern an eine Steckdose angeschlossen hat. Young-goon hält sich nämlich für einen Cyborg, also eine Mensch-Maschine. Im Verlauf des Films begegnen wir verschiedenen Charakteren, die alle ihre eigenen Macken haben. Neben Young-goon, die fleißig mit Lampen und Getränkeautomaten spricht, ist vor allem Park Il-sun zu nennen, welcher ständig mit Hasenmasken herumläuft und anderen Insassen ihre Fähigkeiten raubt. Zwischen den beiden entspinnt sich eine Romanze, welche allen Widerständen durch die Ärzte und den anderen Bewohnern trotzt. Dass Young-goon Batterien leckt statt richtige Nahrung zu sich zu nehmen oder verzweifelt versucht, ihrer Großmutter ihr Gebiss zu bringen, macht das Leben in der Anstalt nicht leichter.</p>
<p>Chan-wook Park liefert uns hier ein wahres Feuerwerk an Ideen und Verrücktheiten, alle Register der Filmkunst werden gezogen. Auf der Packung steht &#8220;Amelie im Irrenhaus&#8221; und das trifft zu. Die Bilder sind gewaltig wie kunstvoll, die Charaktere verrückt wie liebenswürdig. Ähnlich wie in &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Einer_flog_übers_Kuckucksnest" target="_blank">Einer flog übers Kuckucksnest</a>&#8221; erscheinen uns die Fantastereien ehrlicher und lebendiger als die kalte Realität da draußen. Der ganze Film ist ein Plädoyer für Träume und die Vorstellungskraft an sich. So ist der intimste Moment nicht etwa die grandiose Kusszene im Wald (in der sich Young-goons Kopf um 360° gedreht hat und sieh mit Düsentriebwerken über dem Boden schwebt), sondern der, wo die beiden Liebenden im kalten Heizungskeller sitzen und Park Il-sun ihr (vorgeblich) einen Reiskorninenergieumwandler in den Rücken einbaut. Das mag sich verrückt anhören, ist aber einfach nur das: schön.</p>
<p><img src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/03/imacyborg03.jpg" alt="imacyborg03" title="imacyborg03" width="497" height="142" class="aligncenter size-full wp-image-276" /></p>
<p>Chan-wook Park, sonst eher für blutige Filme bekannt, hat sich hier laut eigener Aussage eine Pause vom Gemetzel gegönnt. Dennoch gibt es einige absurde Szenen, in denen Young-goon Kugelsalven aus ihren Fingerkuppen verschießt und die Patronen aus dem Mund ausspuckt. Auch dass sie am Ende erkennt, eine Atomwaffe zu sein, deren Ziel es ist die Welt zu vernichten, lässt die Geschichte nicht allzu weich werden. Doch fast wünscht man den Figuren, dass sie ihre Bestimmung erfüllen können. Sie tragen keinerlei Schuld in sich.</p>
<p>Pro.</font></p>
<div class="shr-publisher-271"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Slumdog Millionaire</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 21:12:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Oscar]]></category>
		<category><![CDATA[Pro]]></category>
		<category><![CDATA[Slumdog Millionaire]]></category>

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		<description><![CDATA[So, der erste der Filme, die ich derzeit unbedingt sehen will, ist erledigt: Slumdog Millionaire (still to go: The Wrestler, Frost/Nixon, Gran Torino, Watchmen). Viel habe ich im Vorfeld darüber gehört, über diese kleine, herzerweichende Überraschungsperle aus Indien, Oscar-Abräumer (8 &#8230; <a href="http://tomhartig.de/wordpress/slumdog-millionaire">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><font size="2">So, der erste der Filme, die ich derzeit unbedingt sehen will, ist erledigt: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Slumdog_Millionär" target="_blank">Slumdog Millionaire</a> (still to go: The Wrestler, Frost/Nixon, Gran Torino, Watchmen).</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Slumdog_Millionär" target="_blank"><img class="alignright size-full wp-image-238" title="slumdog_millionaire" src="http://tomhartig.files.wordpress.com/2009/03/slumdog_millionaire.jpg" alt="slumdog_millionaire" width="179" height="265" /></a>Viel habe ich im Vorfeld darüber gehört, über diese kleine, herzerweichende Überraschungsperle aus Indien, Oscar-Abräumer (8 Stück!) ohne einen einzigen Star. Was habe ich erwartet? Durchaus viel, auch wenn Indien an sich als Kulturraum nicht gerade zu meinen Favoriten zählt, was auch damit zu tun haben dürfte, dass ich filmtechnisch mit diesem Land außer dem zahllosen Bollywood-Schund rein gar nichts verbinde.</p>
<p>You know what? Die Kritiken hatten vollkommen recht, Danny Boyles Film ist einfach wundervoll. Und wie so oft bei wundervollen Filmen lässt sich gar nicht genau sagen, woran das liegt.<br />
<span id="more-233"></span><br />
Die Story an sich ist recht schnell erzählt: Unser Held Jamal Malik wächst in den Slums von Mumbai auf, durchlebt eine harte Reise zusammen mit seinem vom rechten Wege abgekommenen Bruder und seiner Jugendliebe und tritt schließlich bei &#8220;Wer wird Millionär&#8221; auf, um mit ihr ein neues Leben beginnen zu können. Das klingt banal, ist aber hinreißend inszeniert. Die Schauspieler sind nicht atemberaubend, aber trotzdem sehr passend. Zusammen mit ihnen durchlebt man nicht nur den Verlauf in ihrem persönlichen Schicksal sondern auch die Veränderung ihrer Heimat: Bürotürme entstehen dort, wo früher die lebhaften Slums waren, doch statt für Erfolg stehen sie eher für eine kalte, leere Moderne, die sich nicht um das Schicksal ihrer Bewohner kümmert. Wir begegnen Bettlerkindern, die von Gangstern auf die Straße geschickt werden und für erhöhten Profit geblendet werden. Wir sehen minderjährige Mädchen, die an den Meistbietenden verschachert werden. Wir sehen die Menschen, die aufgrund ihrer vermeintlich falschen Religion abgeschlachtet werden. Und wir sehen, wie eine ganze Nation abends an den Fernsehschirmen hängt, und sei es nur an denen hinter dem Schaufenster, um eine Show zu sehen, die für den Traum eines jeden von ihnen steht: Dem Elend zu entkommen. Der Traum vom Geld, der letztendlich, so zeigt uns der Film, ins Verderben führt.</p>
<p>Ich glaube der große Verdienst des Films ist seine stimmige Inszenierung. Das Drehbuch wechselt einfach super zwischen dem Jetzt und der Vergangenheit, zeigt mit unkonventioneller Musik und wundervoller Kameraarbeit eine tolle Milieustudie der indischen Slums, wo ein absurdes wie tragisch grausames Ereignis das nächste jagt. Der Film pulsiert nur so vor Leben und Emotionen und reißt einen einfach mit, so dass mich sogar die einzige Tanzszene am Schluss des Films nicht verärgert hat. Slumdog Millionaire hat mich wirklich mehrmals schockiert und zu Tränen gerührt, und das schaffen nicht viele Filme. Unbedingt sehenswert!</p>
<p>Und am Ende triumphiert allein die wahrhaftige Liebe. Wieso sollten wir es auch anders wollen?</p>
<p>Pro.</font></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=AIzbwV7on6Q">http://www.youtube.com/watch?v=AIzbwV7on6Q</a></p>
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		<title>Andy Strauß &#8211; Fiberglas</title>
		<link>http://tomhartig.de/wordpress/andy-straus-fiberglas</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 18:44:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[Schäuble]]></category>
		<category><![CDATA[StudiVZ]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Youtube]]></category>

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		<description><![CDATA[Okay, eigentlich wollte ich es ja nicht bloggen. Es ist gut, es ist lustig, es ist wahr. Aber es ist auch nicht sehr originell, einen von nem Kumpel gefundenen Link weiterzuleiten, wenn die Leute, die diesen Blog lesen, zu großen &#8230; <a href="http://tomhartig.de/wordpress/andy-straus-fiberglas">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Okay, eigentlich wollte ich es ja nicht bloggen. Es ist gut, es ist lustig, es ist wahr. Aber es ist auch nicht sehr originell, einen von nem Kumpel gefundenen Link weiterzuleiten, wenn die Leute, die diesen Blog lesen, zu großen Teilen eh jenen Kumpel auch bei Twitter verfolgen. Aber nun hab ich das Video noch auf einem fremden Blog (siehe Kommentar auf den letzten Beitrag) gefunden und somit die perfekte Ausrede: Es kommt von einem Ort, den ihr nicht kennt. Und somit habe ich einen neuen Eintrag, fein!</p>
<p>Achja, das Video: Ein toller Poetry Slam Beitrag! Youtube Description says:</p>
<blockquote><p><span class="description">Andy Strauß &#8211; Fieberglas. Ein Text über StudiVZ, MySpace, Überwachung und das Web 2.0 ansich. </span></p></blockquote>
<p><span class="description">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=R-xGu6Toi9Q">http://www.youtube.com/watch?v=R-xGu6Toi9Q</a></p>
<p></span></p>
<div class="shr-publisher-96"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Tocotronic &#8211; Luft</title>
		<link>http://tomhartig.de/wordpress/tocotronic-luft</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 08:49:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Interpretation]]></category>
		<category><![CDATA[Luft]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Tocotronic]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Faullenzerhymne? Meditationslyrik? Belohnung für harte Arbeit? Angst vor Veränderungen? Alles in „Luft“ vom Album „Kapitulation“ von Tocotronic enthalten: Luft Die Luft ist so nutzlos um mich herum So schön vergeht jetzt ein Millenium Schon die ersten beiden Zeilen sprechen &#8230; <a href="http://tomhartig.de/wordpress/tocotronic-luft">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Eine Faullenzerhymne? Meditationslyrik? Belohnung für harte Arbeit? Angst vor Veränderungen? Alles in „Luft“ vom Album „Kapitulation“ von Tocotronic enthalten:</p>
<p><span id="more-106"></span></p>
<p><strong>Luft</strong></p>
<p><strong>Die Luft ist so nutzlos um mich herum<br />
So schön vergeht jetzt ein Millenium</strong></p>
<p>Schon die ersten beiden Zeilen sprechen mit dem Kapitulations-Konzept: Die Schönheit des Negativen. Mit Ignoranz werden selbstverständliche Dinge wie die Luft betrachtet, nicht gesehen, wie notwendig sie sind, da man so gut wie nie ohne sie auskommen muss. Doch diese einseitige, subjektive Betrachtungsweise wird mitnichten verurteilt, sie wird genossen: Trotz oder gerade wegen der Sinnlosigkeit der Luft vergeht die Zeit, eine Ära, das Millenium schön. Dass sie damit endet muss damit nichteinmal gemeint sein.</p>
<p><strong>Ja ich habe heute nichts gemacht<br />
Ja meine Arbeit ist vollbracht</strong></p>
<p>Ja, eine Antwort auf eine Frage, einen Vorwurf, den wir uns vorstellen müssen. Entsprungen der Leistungsgesellschaft: Wie bitte, du liegst hier rum, erfüllst deine Pflichten nicht, kümmert dich um so etwas unwichtiges wie Luft? Die Antwort zeigt keine Reue, die persönliche Arbeit ist vollbracht:</p>
<p><strong>Ich atme nur</strong></p>
<p>Es fragt sich nun, ist das Atmen, das Existieren, das Bewusstwerden die fragliche Arbeit? Das Auseinandersetzen mit den oben genannten, selbstverständlichen Dingen, die wir so oft ignorieren? Oder ist es das Durchatmen nach der gemachten Arbeit, der verdiente Lohn? Die Hingabe zum Nutzlosen als Zuckerstück für die Knüppelei mit den Aufgaben, die das Leben so stellt?</p>
<p><strong>Genau wie jetzt nur ein bisschen anders wird es sein<br />
Sei schlau und kleb die Bilder ein<br />
Ja ich habe heute nichts gemacht<br />
Ja meine Arbeit ist vollbracht<br />
Ich atme nur</strong></p>
<p>Es geht also um Veränderungen und Erinnerungen. Dinge vergehen, bleiben nur über Metaphern wie dem Fotoalbum für längere Zeit im Gedächtnis. Diese Veränderungen werden nicht sehr positiv betrachtet, weshalb der wiederholte Refrain nun schon wirkt, als würde sich das lyrische Ich gezielt gegen eine erneute Arbeit wehren. Diese Zeilen ergeben vor allem im Folgenden Sinn:</p>
<p><strong>Und jetzt weiter im Text<br />
Neue Fehler warten<br />
Steine liegen auf dem Weg<br />
Ich leg sie rüber in den Garten</strong></p>
<p>Und jetzt weiter im Text: Auch wenn man sich gerne in der Lethargie verlieren möchte, so ist es notwendig, seinen Standpunkt zu verdeutlichen um dies zu legitimieren: Das geforderte zukünftige Handeln trägt Missgriffe in sich, Steine liegen auf dem Weg. Ein Sprichwort sagt, man solle Brücken aus diesen Steinen bauen, hier werden sie nur aus dem Weg gelegt: Die Fehler der Zukunft werden nicht als Chance begriffen, sie werden höchstens gemieden.</p>
<p><strong>Ich warte bis es dunkel ist<br />
Und ich seh die Schatten fliegen<br />
Ich warte bis es dunkel es<br />
Das Nutzlose wird siegen<br />
Das Nutzlose bleibt liegen<br />
Also züchte ich mir Staub<br />
Entschuldigung das hab ich mir erlaubt</strong></p>
<p>Warten, nichts tun. Andere agieren lassen, Schatten werfen lassen. Die Sinnlosigkeit im Handeln, gerade durch die erwähnten, zwangsläufigen Fehler lassen den triumphieren, der sich dieser Aufgabe verwehrt: Wer keinen Nutzen hat, der ist niemandem etwas schuldig. Und wer niemandem etwas schuldig ist, der kann niemanden enttäuschen. Wer nicht kämpft, hat schon verloren? Unsinn: Wer nicht kämpft, kann nur gewinnen. Diese These ist natürlich höchst provokativ, aber die eine oder andere Überlegung wert und unterwirft sich nicht ganz dem konformativen Leistungsprinzip der Gesellschaft. Staubzüchten ist dabei eine wohlwollende, aktive Umschreibung des eigentlich passiven Nichtstuns: Ganz klar ist Nichtstun eine Tätigkeit, für die man sich scheinbar entschuldigen muss, auch wenn man sich dafür entschieden hat: Der Hohn in dieser Aussage ist nicht zu übersehen, das lyrische Ich ist überzeugt von der Richtigkeit seines Handelns.</p>
<p><strong>Und jetzt weiter im Text<br />
Neue Wege gehen<br />
Ich weiß ich werde jetzt<br />
Jedem zu Verfügung stehen<br />
Ich gehe wenn der Tag beginnt<br />
Und ich seh die Schatten fliegen<br />
Ich gehe wenn der Tag beginnt<br />
Das Nutzlose wird siegen<br />
Das Nutzlose bleibt liegen<br />
Also laufe ich durchs Laub<br />
Entschuldigung das hab ich mir erlaubt </strong></p>
<p>Und so wird die Verweigerung aufgelöst, die vorherigen Strophen werden zu einer Episode, einem endlichen Gefühl, welches jeder einmal durchmacht um sich früher oder später davon zu lösen. Die Lethargie wird ersetzt durch Tatendrang! Ich gehe neue Wege, und wenn noch soviele Steine darauf liegen! Wer will etwas von mir, ich stelle mich ihm! Die Schatten fliegen, ich bin das Licht! Und auch wenn das Nutzlose bestehend bleibt wie totes, sinnentleertes Laub: Ich durchschreite es, lasse es hinter mir. Entschuldigt meinen Sinneswandel, den hab ich mir erlaubt.</p>
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		</item>
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		<title>Tocotronic &#8211; Imitationen</title>
		<link>http://tomhartig.de/wordpress/tocotronic-imitationen</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 08:51:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Interpretation]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Tocotronic]]></category>

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		<description><![CDATA[Offizielles Musikvideo zum Lied Vorab: Meine Bemerkungen stellen lediglich persönliche Gedankengänge zum Liedtext dar und haben natürlich kein Anspruch auf Vollständigkeit, insofern es eine solche bei Interpretation überhaupt geben kann. Interessanterweise hielt ich &#8220;Imitationen&#8221; von Anfang an für ein waschechtes &#8230; <a href="http://tomhartig.de/wordpress/tocotronic-imitationen">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://de.youtube.com/watch?v=CX9PKpGxAgs">Offizielles Musikvideo zum Lied</a></p>
<p>Vorab: Meine Bemerkungen stellen lediglich persönliche Gedankengänge zum Liedtext dar und haben natürlich kein Anspruch auf Vollständigkeit, insofern es eine solche bei Interpretation überhaupt geben kann. Interessanterweise hielt ich &#8220;Imitationen&#8221; von Anfang an für ein waschechtes Liebeslied, bis mich jemand verwundert darauf ansprach, wie ich denn darauf käme. Dazu im Folgenden mehr.</p>
<p><span id="more-110"></span></p>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Imitationen</strong></span></p>
<p><strong>Imitationen von dir<br />
Befinden sich in mir<br />
Imitationen von dir<br />
Verbünden sich mit mir</strong></p>
<p>Ich habe von der Intimitäts-Theorie &#8220;Bei sich sein im anderen&#8221; gehört, dies scheint das Gegenteil darzustellen. Der andere ist in mir, bzw. eine Imitation von ihm. Verliebte würden vermutlich von &#8220;Er/Sie geht mir nicht aus dem Kopf&#8221; reden, man müsse ständig an den anderen denken. Das Ebenbild des Anderen ist in mir, dies könnte auch bedeuten, ich gleiche dem anderen. Ich sehe uns nicht als etwas Divergentes, sondern als etwas Gemeinsames. Das Wort Imitation löst die offensichtliche Unmöglichkeit physisch eins zu sein, so denn es sich denn beim Du um einen Menschen handelt (geht man nicht davon aus, bieten sich viele weitere Interpretationen an). Dass diese Imitationen (wohlbemerkt: Plural) sich mit dem lyrischen Ich &#8220;verbünden&#8221;, sehe ich als positive Wertung des Prozesses an. Die Wortwahl wiederum ist vermutlich dem militärischen Konzept des Albums &#8220;Kapitulation&#8221; zuzuschreiben.<br />
Die Strophe beschreibt also grob gesagt, wie die Vereinigung zunächst fremder Facetten (einer Person?) mit der eigenen Identität vollzogen wird.<br />
Beispiel: Ich passe mich dem Menschen an, den ich liebe.</p>
<p><strong>Berühren und begleiten mich<br />
Sagen es gibt kein wahres Ich<br />
Verspüren und bereuen nichts<br />
Spucken den Leugnern ins Gesicht</strong></p>
<p>Die Liebe als Verführer? Die Erlösung durch Selbstaufgabe: ein Bild, welches sich durch das ganze Album zieht. Die Anpassung an andere ist so angenehm und befreiend, dass man seine eigene Identität aufgeben möchte. Wir bilden uns ein, es hätte kein &#8220;wahres Ich&#8221; gegeben, wir seien so, wie uns das beruhigende Gefühl der Gemeinsamkeit verspricht. Wie sehr verteidigt man nicht auch in einer Verliebtheit die Gemeinsamkeiten mit dem Partner gegenüber anderen und &#8220;leugnet&#8221; Kommentare wie &#8220;Du hast dich verändert&#8221;? Diese Selbstaufgabe wird zunächst nicht bereut oder auch nur wahrgenommen, wenn auch oft hinterher umso mehr.</p>
<p><strong>Dein gut ist mein gut<br />
Dein schön ist mein schön<br />
Dein wahr ist mein wahr</strong></p>
<p>Man sieht die Dinge also mit den Augen des anderen, bejaht dessen Aussagen, findet schön, was er schön findet. Spätestens jetzt ist die Selbstaufgabe vollkommen, man kann kein eigenes Urteil mehr bilden.</p>
<p><strong>Imitationen von dir<br />
Wiederholen sich in mir<br />
Imitationen von dir<br />
Klopfen an die Tür</strong></p>
<p><strong>Und leise reden sie mir ein<br />
Du musst nicht du selber sein<br />
Und leise reden sie mir ein<br />
Wir werden dich von dir befreien</strong></p>
<p><strong>Dein schlecht ist mein schlecht<br />
Dein schlimm ist mein schlimmm<br />
Dein schlimm ist mein ganz schlimm</strong></p>
<p>Interessanterweise handelt es sich bei diesen drei Absätzen um fast inhaltslgeiche Wiederhohlungen der drei Absätze davor. Während dort jedoch die Imitationen als eine Art Befreiungsfront erscheinen, werden sie zunehmend konspirativ. Nicht der Kampf gegen außenstehende Leugner wird gefochten, sondern gegen die eigene Identität, von der sie das lyrische Ich &#8220;befreien&#8221; wollen, als wäre es unanehmbar. Sie reden ein, sie überzeugen, sie überwältigen. Sie sind gekommen, klopfen an die Tür, doch wollen dich hinauswerfen. Dieser negative Aspekt der Vereinahmung durch Andere wird im dritten Absatz durch eine Umkehrung vom Guten zum Schlechten betont: Was du schlecht findest, muss ich auch schlecht finden. Ich habe nicht Mitgefühl mit dir, sondern ich übernehme einfach dein Gefühl.</p>
<p><strong>Du bist so viel gereist<br />
Im Zickzack durch die Zeit<br />
Nirgendwo wo du bleibst<br />
Manchmal nur durch Träume treibst<br />
Fast durch die ganze Welt<br />
Bist du zu mir bestellt<br />
Fast durch die ganze Welt<br />
Bist du zu mir bestellt</strong></p>
<p>Eine interessante Umkehrung des Abhängigkeitsverhältnisses: Du, dessen Imitationen ich in mir trage, in den ich vielleicht verliebt bin, du bist zu mir &#8220;bestellt&#8221;, ohne Wahlmöglichkeit. Hattest in der Welt keinen Sinn, warst rastlos, in Träumen versunken. Bist du mich gefunden hast und dich in mir (Imitationen!) widerspiegeln kannst. Diese Passage erweckt tatsächlich Mitleid mit dem &#8220;Du&#8221; und relativiert die Passiv/Aktiv-Konstruktion der beiden Protagonisten. Im Liebesbeispiel: Der Geliebte kann nichts dafür, dass er geliebt wird, auch nicht, wenn er davon profitiert.<br />
Da das lyrische Ich die Zeilen formuliert, können sie natürlich auch subjektiv ausgelegt werden, als eine Art Besitzanspruch: Du wurdest nur dazu geschaffen damit ich dich lieben kann. Diese einseitige Betrachtungsweise würde jedoch wiederum die Abhängigkeit des Erzählers betonen. Wenn er sich ganz dem anderen ergibt und dessen Identität annimmt: Was bleibt dann, wenn dieser ihn zurückweist?</p>
<p><strong>Dein gut ist mein gut<br />
Dein schön ist mein schön<br />
Dein wahr ist mein wahr<br />
Dein schlecht ist mein schlecht<br />
Dein schlimm ist mein schlimmm<br />
Dein schlimm ist mein ganz schlimm</strong></p>
<p>Nocheinmal die Wiederholung der positiven und negativen Aspekte, die zeitgleich mit der Selbstaufgabe für einen anderen (alternativ: eine Sache) auftreten. Selbstverständlich kann beides insgesamt als erstrebenswert erachtet werden oder eben abgelehnt werden.</p>
<p>Auch wenn ich wie gesagt das Lied von jeher als Liebeslied gesehen habe (die persönlichen Identifizierungsprozesse springen wohl bei diesem Thema augrund der starken Bedeutung immer als erste an), könnte man es wie erwähnt auch auf andere Bereiche übrtragen (Aufgabe der eigenen Meinung, Übernahme von gesellschaftlichen Überzeugungen etc.).</p>
<div class="shr-publisher-110"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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