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	<title>Moosbett &#187; Film</title>
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		<title>Der Gott des Gemetzels – Zum Kotzen wunderbar</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 15:21:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Waltz]]></category>
		<category><![CDATA[Der Gott des Gemetzels]]></category>
		<category><![CDATA[Jodie Foster]]></category>
		<category><![CDATA[John C. Reilly]]></category>
		<category><![CDATA[Kate Winslet]]></category>
		<category><![CDATA[Roman Polanski]]></category>

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		<description><![CDATA[Roman Polanksi zeigt mit seiner Adaption von  Yasmina Rezas Bühnenstück eindringlich, dass ein Film spannend, lustig, traurig und interessant zugleich sein kann - auch wenn er fast ausschließlich in einer Wohnung spielt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/der-gott-des-gemetzels-–-zum-kotzen-wunderbar"><img class="aligncenter size-full wp-image-1348" title="Der Gott des Gemetzels" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/canrage1.jpg" alt="" width="560" height="150" /></a></p>
<p>Roman Polanksi zeigt mit seiner Adaption von  <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yasmina_Reza">Yasmina Rezas</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Gott_des_Gemetzels">Bühnenstück</a> eindringlich, dass ein Film spannend, lustig, traurig und interessant zugleich sein kann &#8211; auch wenn er fast ausschließlich in einer Wohnung spielt.<span id="more-1345"></span></p>
<p><strong>Ein ganz normaler Besuch</strong></p>
<p>Wer kennt diese Situation nicht? Man trifft einen fremden Menschen und muss mit ihm umgehen. Man ist freundlich, betreibt Small Talk. Man stößt auf unterschiedliche Ansichten, versucht diese vielleicht noch ein wenig fair zu diskutieren und lässt dann davon ab, um Streit zu vermeiden. Doch was passiert, wenn man diese Unstimmigkeiten nicht mehr ignorieren kann? Genau darum dreht sich „Der Gott des Gemetzels“.</p>
<p>Ein Kind schlägt ein anderes mit einem Stock. Die Eltern treffen sich, um darüber zu reden. Dabei herrscht zunächst kein Groll zwischen Penelope und Michael Longstreet (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jodie_Foster">Jodie Foster</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_C._Reilly">John C. Reilly</a>) sowie Nancy und Alan Cowan (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kate_Winslet">Kate Winslet</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Waltz">Christoph Waltz</a>). Alle sind sich einig, dass es sich um eine Lappalie handelt. Das Gespräch entwickelt sich, man tauscht Nettigkeiten aus, isst Kuchen zusammen.  Der Aufenthalt zieht sich in die Länge, als sich Nancy übergeben muss, Alan ständig telefoniert und zur Beruhigung der Whisky aufgemacht wird. Damit hat das Chaos erst begonnen.</p>
<p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/carnage3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1349" title="Der Gott des Gemetzels" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/carnage3.jpg" alt="" width="560" height="370" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Alles nur Fassade</strong></p>
<p>Der Film demontiert Stück für Stück die bürgerliche Fassade, hinter der sich seine Protagonisten verstecken. Oberflächlich freundlich halten sich beide Paare zunächst an die Regeln des sozialen Zusammenlebens. Doch die unterschiedlichen Lebensentwürfe prallen zunehmend aufeinander. Alan ist mehr oder weniger skrupelloser Anwalt eines Pharmakonzern, Michael ein Haushaltswarenvertreter. Nancy ist Anlageberaterin, Penelope eine Kunstliebhaberein, die sich für Kinder in Afrika engagiert. Die Gespräche drehen sich um Blumenläden, ausgesetzte Hamster und nicht zuletzt: Wie hat man eigentlich sein Kind zu erziehen?</p>
<p>Das Drehbuch ist ein Lehrstück in Charakterzeichnung. Ein harmloser Anlass führt dazu, dass die Figuren ihr Leben offenlegen. Ständig wird gestritten und versöhnt. Mal geht es Frauen gegen Männer, Paar gegen Paar, jeder gegen jeden. Alan bringt deutlich auf den Punkt, er glaube an einen Gott des Gemetzels: Unter der Oberfläche brodelt doch in jedem ein Tier, dass sich selbst über alles stellt.</p>
<p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/carnage2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1351" title="Der Gott des Gemetzels" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/carnage2.jpg" alt="" width="560" height="342" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fazit: Grandios</strong></p>
<p>Es ist schwer, die Brillanz des Drehbuchs wiederzugeben. Die Dialoge strotzen vor Witz und Tragik. Sie werden von vier super Schauspielern wiedergegeben, bei denen sich vor allem Jodie Foster als humorloser Moralapostel und Christoph Waltz als zynischer Workaholic  selbst übertreffen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roman_Pola%C5%84ski">Polanski</a> wird mit seiner subtilen Inszenierung dem fast 1 zu 1 übernommenen Bühnenstück absolut gerecht, ohne es mit filmischem Schnickschnack zu überladen.</p>
<p>&#8220;Der Gott des Gemetzels&#8221; &#8211; das sind vier Menschen in einer Wohnung, die reden. Das ist aber auch Saufen, Kotzen, Schreien, Weinen und Lachen. Top Vorlage, top Regisseur, top Schauspieler. Der Kinosaal war bei meinem Besuch fast leer, 3 Tage nach Premiere wohlgemerkt. Das hat der Film nicht verdient. Klar ist er kein Blockbuster, aber unterhaltsam trotzdem ohne Ende. Denn es werden genügend Rollen angeboten, mit denen man sich identifizieren kann. Und das sind mehr als vier. Anschauen!</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/wLW-mbn7Z7c?rel=0&amp;hd=1" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Tree of Life</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 10:32:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Brad Pitt]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Ebert]]></category>
		<category><![CDATA[Stanley Kubrick]]></category>
		<category><![CDATA[Terrence Malick]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Eltern bekommen einen Anruf: Einer ihrer Söhne ist gestorben. Eine Welt bricht zusammen. Doch was für eine Welt? Und was wird nun? Tree of Life ist kein einfacher Film. Er stellt die ganz großen Fragen und lässt dem Zuschauer viel Zeit, darüber nachzudenken. Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Und wieso machen wir uns das Leben so kompliziert? Meisterregisseur Terrence Malick hat sich damit auseinandergesetzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p style="text-align: center;"><a title="Tree of Life" href="http://tomhartig.de/wordpress/tree-of-life"><img class="aligncenter size-full wp-image-1277" title="Tree of Life" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/tree1.png" alt="" width="560" height="150" /></a></p>
<p>Die Eltern bekommen einen Anruf: Einer ihrer Söhne ist gestorben. Eine Welt bricht zusammen. Doch was für eine Welt? Und was wird nun? Tree of Life ist kein einfacher Film. Er stellt die ganz großen Fragen und lässt dem Zuschauer viel Zeit, darüber nachzudenken. Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Und wieso machen wir uns das Leben so kompliziert? Meisterregisseur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Terrence_Malick" target="_blank">Terrence Malick</a> hat sich damit auseinandergesetzt.<span id="more-1275"></span></p>
<p><strong>Alles wird kompliziert</strong></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Tree_of_Life" target="_blank">Tree of Life</a> zeigt die Welt in 3 Phasen, die trotz ihrer zeitlichen Trennung miteinander verbunden sind. Zunächst ist dies der Ursprung allen Seins, die Entstehung der Welt, des Lebens. Ein Chaos in prächtiger Schönheit. Wir sehen Minuten lang die Entwicklung vom Urknall, von den Vulkanlandschaften der frühen Erdgeschichte bis zur Entwicklung des Lebens in den Meeren und die Gewinnung des Festlandes durch die ersten Dinosaurier. Natur pur, sozusagen.</p>
<p>Es folgt die Geburt und das Aufwachsen von Jack O’Brien (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hunter_McCracken" target="_blank">Hunter McCracken</a>) in der harmonischen Kulisse des mittleren Westens in den 50er Jahren. Worte sind nicht wichtig, die Faszination für die Welt und das Leben steht im Vordergrund. Stets präsent ist seine feengleiche Mutter (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jessica_Chastain" target="_blank">Jessica Chastain</a>), voller Liebe und Geborgenheit. Es sind glückliche Erinnerungen.</p>
<p>Mit dem Alter wächst die Verantwortung. Der Vater (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brad_Pitt" target="_blank">Brad Pitt</a>) nimmt eine immer größere Rolle ein. Er ist Lehrmeister der drei Söhne, will sie auf das Leben vorbereiten. Bringt ihnen bei, wie sie sich zu verhalten haben. Sagt ihnen, sie müssen hart sein, bringt ihnen den Boxkampf und die Musik nahe. Er selbst wollte immer Musiker werden, hat es aber selbst im Leben scheinbar zu nichts gebracht. Am Ende verliert er seine Arbeit. Wie sagt man seinem Kind, es könne alles erreichen, wenn man selbst kein Vorbild sein kann?</p>
<p>Beim Schwimmen stirbt ein Junge und Jack fragt seinen Vater: „Müssen wir alle sterben?“ Jack lernt: Darüber spricht man nicht. Weil es keine Antworten gibt? Die Welt wird komplizierter, die Regeln des Vaters und der Gesellschaft werden in Frage gestellt. Die Eltern sind nicht mehr nur das, sie sind Menschen wie alle anderen auch. „Er ist ein Lügner. Er sagt uns wir sollen die Ellenbogen vom Tisch nehmen, hält sich aber selbst nicht dran.“ Es ist eine Phase, die jeder Mensch durchmachen muss: Die heile Welt der Eltern zerbricht und man muss sich neu orientieren. Welche Regeln gelten für mich?</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/tree2.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1280" title="Jack in der Klammer seines Vaters" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/tree2.png" alt="Jack in der Klammer seines Vaters" width="560" height="300" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Rebel without a cause</strong></p>
<p>Es wird kein konkreter Grund präsentiert, warum Irgendetwas schiefläuft. Man spürt die zunehmende Bedrohung der Familie, das Auseinanderbrechen. Der Sohn begehrt gegen den Vater auf, denkt sogar daran, ihn zu töten. Er hört nicht mehr auf die Mutter, weil diese ja auch nur dem Vater hörig sei. Streit zwischen den Eltern, bisher nur durch die Fenster der Nachbarhäuser gesehen, zieht ins eigene zu Hause ein. Jack verstößt bewusst gegen Regeln, testet seine Grenzen. Er verletzt seinen Bruder mit dem Luftgewehr. Bricht in ein fremdes Haus ein, zerschmeißt Fenster, bindet Frösche an Raketen. Jack fragt: „Wie sollen wir etwas lernen, wenn wir nichts ausprobieren dürfen?“ Und doch ist es nicht so einfach. Jack hasst seinen Vater nicht, er liebt ihn. Trotz aller Probleme ist er als Vater sein Vorbild. Manchmal werden wir wie unsere Eltern, mit all ihren Fehlern. „Vater und Mutter, stets ringt ihr in mir.“</p>
<p>Schließlich sehen wir Jack als Erwachsenen (Sean Penn), welcher ziellos durch ein Labyrinth von Hochhäusern und Glaspalästen irrt. Das einzige Stück Natur ist hier ein Baum in einer großen Halle, überdacht von Glas. Scheinbar hat Jack es zu etwas gebracht, wie sein Vater es immer wollte. Glücklich ist er nicht. Er trauert um seinen toten Bruder, bereut seinen Neid auf ihn, steckt in einer Sinnkrise. Die Welt wird vom Menschen künstlich geordnet, sich Untertan gemacht und trotzdem erhalten wir keine Antworten. Jack ist so verloren wie nie zuvor.</p>
<p>Am Ende finden alle Menschen in einer weiten Landschaft wieder zueinander. Ist dies das Jenseits? Die bildliche Darstellung der Sehnsüchte, wieder zum Ursprung zurückkehren zu können? All das Vergessen zu machen, was an irgendeinem Punkt im Leben schiefgelaufen ist? Wir wissen es nicht.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/tree4.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1281" title="Jack ist verloren" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/tree4.png" alt="Jack ist verloren" width="560" height="300" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>(Zu) Große Fragen?</strong></p>
<p>Der Film ist eine große Meditation über das Leben. Man muss kein spiritueller Mensch sein, um das faszinierend zu finden. Es gibt wunderschöne Bilder, sphärische Musik. Wir sehen keine große, zusammenhängende Story. Lediglich Fragmente werden gezeigt, einzelne Situationen. Diese reichen aus, um die Fragen aufzuwerfen, die dieser Film verfolgt. Die Verknüpfung des Universums, der Natur und den  O’Briens ruft die universalen Zusammenhänge ins Bewusstsein. Was ist das Leben des einzelnen im Vergleich zum Sein? Alles? Nichts? Wir sind winzig im Hinblick auf die Geschichte der Welt und doch riesig gegenüber dem kleinsten Atom. Und wieso sollte das menschliche Leben nichts mit der Entstehung allen Seins zu tun haben, nur weil da ein großer Zeitraum zwischen ist? Der Film versteht es, solche banalen Grenzen zu durchdringen.</p>
<p>Tree of Life ist nicht unterhaltsam im Sinne von kurzweiligem Vergnügungen. So sehr ich die Funktion der Endlosbilder von Flüssen, Wäldern etc. auch verstehe &#8211; mir war es ab und an etwas zu viel. ABER: Das ist subjektiv und immer davon abhängig, wie weit die Gedanken des Zuschauers derweil wandern können. Ich nehme an, das nennt sich Anspruch.  Viele werden verprellt sein und fragen: „Was soll der Scheiß? Ich wollt nen schönen Film mit Brad Pitt sehen und dann über 2 Stunden nur zusammenhangslose Bilder vom Weltall, spielenden Kindern und Kirchengesang!“</p>
<p>Zu Recht hat <a href="http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20110602/REVIEWS/110609998" target="_blank">Roger Ebert Tree of Life mit Stanley Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum verglichen</a>: Wir haben hier einen meditativen Film, in dem auf der Handlungsebene nicht viel passiert, der aber unglaublich tiefgründig ist, wenn der Zuschauer den entsprechenden Hintergrund besitzt und die Bilder mit seinen eigenen Gedanken füllen kann. Und wo 2001 noch kalt und künstlich erschien, besitzt Tree of Life eine Wärme und Menschlichkeit, die ihres Gleichen sucht.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/tree31.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1294" title="Neid" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/tree31.png" alt="Neid" width="560" height="300" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Nix für jeden</strong></p>
<p>Man kann sagen: Eine Gewisse Vorliebe für Philosophie ist von Nöten. Oder einfach die Einstellung: Ich lass mich nicht von einem Film berieseln sondern nutze diese Stunden, um über mein Leben, meine Kindheit, meine Kinder, meine Eltern etc. nachzudenken. Ich fands dufte. Aber vielleicht braucht man auch eine gewisse Erfahrung mit Filmen, um sich nicht von der ungewöhnlichen Erzählweise verwirren zu lassen, so dass man sich auf das Wesentliche konzentrieren kann? Leichte Kost ist der Film nicht, aber auf jeden Fall etwas für die Kritiker.</p>
<p>Zitat einer Freundin: „Den möchte ich noch einmal sehen, um ihn besser zu verstehen.“ Das schaffen nicht viele Filme und ich bin immer froh, wenn so einer auftaucht.</p>
<p>P.S. Der Film ist ein super Beispiel dafür wie Leute oft sagen „Der Film ist scheiße“ wenn sie eigentlich meinen „Der Film hat mir nichts gesagt“. Das ist schon ein Unterschied. So mies und undurchdacht kann Tree of Life nicht sein, wenn einige Menschen darüber stundenlang diskutieren können. Leider gibt es auch da die arrogante Haltung: „Das sind Kunstschnösel die sich wichtigmachen wollen.“ Seufz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/E6n_eEuo2is" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Pirates Of The Caribbean &#8211; Fremde Gezeiten</title>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2011 20:12:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Fluch der Karibik]]></category>
		<category><![CDATA[Fremde Gezeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Johnny Depp]]></category>

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		<description><![CDATA[Jack Sparrow ist wieder da. Fehlt da nicht irgendwo ein Capt'n? Ja, tut er. Der vierte Aufguss des eigentlich amüsanten Südseeabenteuers schippert nämlich zielos umher, geht mächtig baden, läuft ordentlich auf Grund.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://wp.me/pDE8C-jS"><img class="aligncenter size-full wp-image-1233" title="jack" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/jack.png" alt="Jack Sparrow" width="565" height="153" /></a></p>
<p>Jack Sparrow ist wieder da. Fehlt da nicht irgendwo ein Capt&#8217;n? Ja, tut er. Der vierte Aufguss des eigentlich amüsanten Südseeabenteuers schippert nämlich zielos umher, geht mächtig baden, läuft ordentlich auf Grund.<span id="more-1232"></span></p>
<p><strong>Neues Spiel, neues Glück?</strong></p>
<p>Ich mein, ich hab es ja geahnt. Neuer Regisseur (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rob_Marshall" target="_blank">Rob Marshall</a>), neue Story. Und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johnny_Depp" target="_blank">Johnny Depp</a> macht nur mit, weil seine Kinder das so wollten. Und darf als Jack Sparrow jetzt ganz konkret den ganzen Film als Held leiten, was halt einfach nicht zur Rolle passt. Aber man schauts sich ja doch an, die Hoffnung stirbt zuletzt. Bei mir dann etwa so nach 15 Minuten im Film.</p>
<p>Jack begibt sich in diesem Film auf die Suche nach der Quelle der ewigen Jugend, mit an Bord sind Kapitän Blackbeard (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ian_McShane" target="_blank">Ian McShane</a>) sowie  Angelica (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pen%C3%A9lope_Cruz" target="_blank">Penelope Cruz</a>) als Love Interest. Auch Barbossa (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geoffrey_Rush" target="_blank">Geoffrey Rush</a>) und Gibbs (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kevin_McNally" target="_blank">Kevin R. McNally</a>) sind wieder mit von der Partie. Auf ihrer Reise kriegen sie es mit Meerjungfrauen und der spanischen Marine zu tun&#8230;und das wars. Die Story des Films ist leider eine völlige Gurke. Lieblos wird von Schauplatz zu Schauplatz gesprungen, werden Nichtigkeiten ausgetauscht, die später nie wieder eine Rolle spielen werden. Wer mit wem, wann und warum&#8230;es ist einem schnell egal. Moment, war das nicht auch schon bei Teil 2 und 3 so? Aber die fand ich doch gar nicht soo übel?</p>
<p><strong>Es geht nicht um das Was, sondern um das Wie</strong></p>
<p>Das liegt daran, dass man Fluch der Karibik nicht wegen einer großen Story guckt. Es ist ein Abenteuerfilm, man will unterhalten werden. Tolle Orte sehen, Kostüme bewundern, abwechslungsreiche Action betrachten und über schmissige Oneliner von Capt&#8217;n Jack Sparrow lachen. Und genau hierbei versagt Teil 4 leider völlig. Der Film ist ein Paradebeispiel dafür, dass es nicht ausreicht, liebgewonnene Figuren in vertrauter Umgebung zu platzieren und auf den Geldsegen an den Kinokassen zu warten (der natürlich kommen wird). Denn sowohl Drehbuch als auch Action lassen jenen Einfallsreichtum vermissen, der Teil 1 bis 3 (abnehmend) zu tollem Popcornkino machten. Gags wirken bemüht, sind selten lustig (man lächelt halt höchstens weils eben Jack Sparrow ist) und sind einfach nur ein lauer Aufguss von Altbekanntem. Die Dialoge führen nirgendwo hin und lassen den Zuschauer oft mit einem Fragezeichen zurück: Was sollte das jetzt? Das Drehbuch baut immer wenns gerade einmal passt irgendeine Prophezeiung oder ähnliches ein, um Dinge zu erklären, die gerade keinen Sinn machen. Screw this, next scene. Logik kann man bei Fremde Gezeiten komplett über Bord werfen. Die Filme haben sich zwar schon immer von toller Szene zu toller Szene gehangelt, aber das ist es eben: Sie waren toll. Oder zumindest beeindruckend. Oder interessant. IRGENDWAS.</p>
<p><strong>Und wieder ne Prügelei. Und wieder ein Schwertkampf.</strong></p>
<p>Was ich noch schlimmer finde als uninspirierte Sinnlosdialoge: Uninspirierte Action. Wann kapieren Filmemacher das endlich: Es ist nicht unterhaltsam, fünf Minuten am Stück Sachen explodieren zu lassen oder Leute die Schwerter kreuzen zu lassen. Da muss auch was Originelles bei passieren! In Teil 1-3 war in Kampfszenen bei jeder 3. Einstellung ein Gag enthalten oder zumindest eine interessante Idee, zum Beispiel Jack und Wills erster Kampf in der Schmiede &#8211; Kampf auf den Dachbalken, auf einer wippenden Karre, Katapultwirkung, Blasebalk, Esel, in den Pausen guter Dialog&#8230;so muss datt. Das war interessant zuzuschauen. Wenn Jack im 4. Teil auf Angelica trifft und mit ihr kämpft, schaut man den beiden 2 Minuten lang zu wie sie fechten. Was, beide stehen auf rollenden Fässern? Ja, das könnte doch spannend..ach nee, sind schon wieder runter. Blupp. Die bekannte Musik ist dabei übrigens auch nur noch ein Schatten ihrer selbst. Ab und zu die altbekannten Motive, sonst nur Lärm. Meine Abneigung zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Zimmer_(Komponist)" target="_blank">Hans Zimmer</a> wächst, zumal ja alles Gute vom Karibik-Soundtrack eh dem ursprünglichen Komponisten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Badelt" target="_blank">Klaus Badelt</a> zuzuschreiben sein soll.</p>
<p><strong>Wann gehts endlich los?</strong></p>
<p>Der Film strotzt von Möglichkeiten, die nicht genutzt werden. Das ist es, was am meisten wehtut. Man sieht Figuren, die man eigentlich mochte, die sich aber irgendwie verändert haben. Andere lieb gewonnene Nebenfiguren sind verschwunden (Pintel und Ragetti) und wurden durch Pappkameraden ersetzt. Man sieht Schauplätze und Handlungsfetzen mit Potential, die dann aber so schnell fallengelassen werden, wie sie kamen. Ein Subplot um einen Kleriker und eine Meerjungfrau zählt übrigens nicht dazu, den hätte man gerne komplett streichen können. Es ist kein gutes Zeichen, wenn ich im Kinosessel sitze, zunehmend mit den Fingern auf die Lehne klopfe und alle 2 Minuten zur Leinwand rufe: WHAT? Bullshit! HÄ? Argh.</p>
<p>Der Film wirkt im großen und Ganzen wie eine reduzierte Fassung des Originals, dem der Witz und die Energie ausgesaugt wurden. Alles scheint etwas billiger, etwas weniger beeindruckend. Leere Figuren vor leeren Kulissen. Teil 2 und 3 waren storymäßig zwar überladen, aber hatten Witz, Charisma und Tempo. Teil 4 fehlt jeglicher Drive. Ich vermag nicht zu sagen, obs am Regisseur liegt. Es scheint, als hätte er die Triologie kopieren wollen, aber nicht die Fähigkeiten dazu gehabt.  Fazit:  Geschichte schlecht, Handwerk schlecht. Da kann auch Jack Sparrow nichts mehr retten. Der Witz wurde zu oft erzählt.</p>
<p>P.S. Aber ein toller Film für &#8220;Das hätte ich aber anders gemacht&#8221;-Hobbyregisseure.</p>
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		<title>Oscars 2011 &#8211; Naja.</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Feb 2011 14:10:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Oscars 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Was für eine Blamage. Wieder einmal haben die Oscars versagt &#8211; und ich weiß nicht einmal, ob das die schlechteste Vorstellung gewesen ist, die ich je gesehen habe. James Franco und Anne Hathaway sind das jüngste Moderatorenpaar ever und sollten die verschlafene Veranstaltung eigentlich aufpeppen, haben aber exakt das Gegenteil erreicht. Sie wirkten zunehmend überfordert, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/oscars-2011-naja"><img class="aligncenter size-full wp-image-1188" title="oscar2011" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/02/oscar2011.png" alt="Oscars 2011" width="555" height="150" /></a></p>
<p>Was für eine Blamage. Wieder einmal haben die Oscars versagt &#8211; und ich weiß nicht einmal, ob das die schlechteste Vorstellung gewesen ist, die ich je gesehen habe.<span id="more-1186"></span></p>
<p>James Franco und Anne Hathaway sind das jüngste Moderatorenpaar ever und sollten die verschlafene Veranstaltung eigentlich aufpeppen, haben aber exakt das Gegenteil erreicht. Sie wirkten zunehmend überfordert, langweilig und unvorbereitet. Man merkte dem Saal an, dass an diesem Abend Fremdschämen angesagt war. Schlechte Gags, Versprecher, eine kichernde Hathaway und ein völlig zugedröhnter Franco, der wirkte, als würde er jeden Moment mit der gleichen zugetackerten Miene lächelnd nach hinten aufs Parkett donnern. Ob da improvisiert wurde, weil Franco seine geplanten Acts wegen Rauschmittelzufuhr nicht mehr durchführen konnte…?</p>
<p>Die beiden sind jedoch nicht allein verantwortlich für diesen TV-Totalausfall. Das ganze Konzept der Show war absolut wirr. Ganz wenige, schlechte Sketche, viel zu viele ganz miese Songdarbietungen (ganz schlimm: Celine Dion singt die verstorbenen Filmschaffenden endgültig ins Jenseits), alle 5 Minuten Werbung. Alles wirkte sehr gehetzt, kein Glanz, kein Glamour. Scheinbar ist da bei der Planung der Awards einiges schiefgelaufen…viele Programmpunkte hinterließen einfach nur ein großes Fragezeichen, z.B. der ständige Einsatz einer hässlichen runden Bühnendeko, auf der immer mal wieder an ein paar bisherige Oscar-Gewinner erinnert werden sollte…oder so. Wer den Ehren-Oscar nun gekriegt hat, hab ich nicht mal mitbekommen, weil da mittendrin Werbung reingepflanzt wurde, ähem. Einer von den 3 Laudatoren? Oder waren das die Gewinner? Keine Ahnung. Höhepunkt an einem Abend, der jeglichen Höhepunkt vermissen ließ, war vielleicht noch der Auftritt von Kirk Douglas, 94 Jahre alt. Also das Alter ist der Wahnsinn, nu. Gähn. Und dabei hatte er trotz Beinahe-Tod noch mehr Esprit als viele andere Redner des Abends. Mit Ausnahme noch von Billy Crystal, selbst langjähriger Oscar-Host, der in seinem Gastauftritt allein mehr gute Pointen brachte als Franco und Hathaway den ganzen Abend zusammen.</p>
<p>Ach ja, die Gewinner. Keine großen Überraschungen. Die Liste folgt. Tom Hooper für beste Regie bei King’s Speech find ich nicht berechtigt, der hätte eher an David Fincher gehen sollen für The Social Network. Colin Firth und Natalie Portman war klar und gut so. Bester Film King’s Speech…vielleicht etwas zu offensichtlicher Oscar-Pick. Hätte da TSN oder Inception weiter vorne gesehen. BTW hat Inception, trotz hauptsächlicher Ehrung in technischen Kategorien, doch noch neben The King’s Speech die meisten Oscars abgeräumt, nämlich 4 Stück. Ich meine, dass er Oscars kriegt war relativ klar, aber dass die anderen Filme ihre Preise so verteilen, dass er mit zu den Meistausgezeichneten gehört, hätte ich nicht gedacht. Best FX für Inception war fast klar und find ich auch sehr gut, weil da vieles tatsächlich am Set realisiert wurde und nicht einfach alles per Greenscreen drübergeklatscht wurde. Trent Reznor für Best Score für The Social Network ist sehr gut. Drehbuch (Original) für TKS…naja, hätte Inception zugestanden. Drehbuch (adaptiert) für TSN ist sehr richtig.</p>
<p>Kein Oscar für True Grit (immerhin 10 Nominierungen!)…also, mein Review folgt ja (hoffentlich) noch, aber so viel sei gesagt: Find ich gut so. Hätte vielleicht noch bei Kostüme oder Setdesign was reißen können, aber wer kennt sich da als Laie schon aus. Als beste Nebendarstellerin wurde ja Hailee Steinfeld favorisiert…ich fand sie nicht so beeindruckend, auch wenn sie natürlich gut war. Allerdings hab ich außer TKS mit Helena Bonham Carter die Konkurrenz auch nicht gesehen. Und HBC ist zwar amüsant, aber so toll auch wieder nicht. Jeff Bridges war auch nicht so stark, dass er gleich wieder einen Oscar kriegen müsste, gerade im Vergleich mit Collin Firth. Und die Story…naja. Achja, kein Oscar für Banksy und &#8220;Exit through the gift shop&#8221;. Hab ich zwar nicht gesehen (eben so wenig wie den Gewinner Inside Job), aber Banksy scheint ja als Street-Art-Legende Kult zu sein und ein eventueller Streich des anonymen Provokateurs hätte der Veranstaltung echt mal gut getan.</p>
<p>Alles etwas zusammengewürfelt, aber wenn einem die Oscars so gelangweilt präsentiert werden, was soll man sich da die Mühe machen. Hoffentlich ist das kein Trend für die nächsten Jahre…</p>
<p><strong>Bester Film</strong> &#8220;The King&#8217;s Speech&#8221;<br />
<strong>Hauptdarstellerin</strong> Natalie Portman, &#8220;Black Swan&#8221;<br />
<strong>Hauptdarsteller</strong> Colin Firth, &#8220;The King&#8217;s Speech&#8221;<br />
<strong>Nebendarstellerin </strong>Melissa Leo, &#8220;The Fighter&#8221;<br />
<strong>Nebendarsteller </strong>Christian Bale, &#8220;The Fighter&#8221;<br />
<strong>Regie </strong>Tom Hooper, &#8220;The King&#8217;s Speech&#8221;<br />
<strong>Nicht-englischsprachiger Film</strong> &#8220;In a Better World&#8221;, Susanne Bier, Dänemark<br />
<strong>Adaptiertes Drehbuch</strong> Aaron Sorkin, &#8220;The Social Network&#8221;<br />
<strong>Original-Drehbuch</strong> David Seidler, &#8220;The King&#8217;s Speech&#8221;<br />
<strong>Kamera </strong>Wally Pfister, &#8220;Inception&#8221;<br />
<strong>Schnitt </strong>Angus Wall, Kirk Baxter, &#8220;The Social Network&#8221;<br />
<strong>Ausstattung </strong>Robert Stromberg, Karen O&#8217;Hara, &#8220;Alice in Wonderland&#8221;<br />
<strong>Kostümdesign </strong>Colleen Atwood, &#8220;Alice in Wonderland&#8221;<br />
<strong>Ton </strong>&#8220;Inception&#8221;<br />
<strong>Ton-Schnitt</strong> &#8220;Inception&#8221;<br />
<strong>Maske </strong>Rick Baker, &#8220;The Wolfman&#8221;<br />
<strong>Spezial-Effekte</strong> &#8220;Inception&#8221;<br />
<strong>Original-Filmmusik</strong> Trent Reznor and Atticus Ross, &#8220;The Social Network&#8221;<br />
<strong>Original-Song</strong> Randy Newman, &#8220;We Belong Together&#8221; aus &#8220;Toy Story 3&#8243;<br />
<strong>Kurzfilm </strong>&#8220;God of Love&#8221;<br />
<strong>Animationsfilm</strong> &#8220;Toy Story 3&#8243;<br />
<strong>Animations-Kurzfilm</strong> &#8220;The Lost Thing&#8221;<br />
<strong>Dokumentarfilm </strong>&#8220;Inside Job&#8221;<br />
<strong>Kurz-Dokumentarfilm</strong> &#8220;Strangers No More&#8221;</p>
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		<title>The King‘s Speech &#8211; Arschfickscheiße</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 14:13:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Oscars 2011]]></category>
		<category><![CDATA[The King's Speech]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Oscar-Vorbereitungen laufen auf vollen Touren, deshalb war am Dienstag der Favorit „The King‘s Speech“ dran, der immerhin 12 Nominierungen sein Eigen nennt. Zu Recht? Der Film erzählt von Herzog Albert von Yorks Aufstieg zum König Georg VI. (Colin Firth). Albert leidet an einem Stottern, welches ihn für öffentliche Zwecke im Grunde untragbar erscheinen lässt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/the-king%E2%80%98s-speech-arschfickscheise"><img class="aligncenter size-full wp-image-1180" title="kingsspeech" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/02/kingsspeech.png" alt="The Kings Speech" width="555" height="150" /></a></p>
<p>Meine Oscar-Vorbereitungen laufen auf vollen Touren, deshalb war am Dienstag der Favorit „The King‘s Speech“ dran, der immerhin 12 Nominierungen sein Eigen nennt. Zu Recht?<span id="more-1179"></span></p>
<p>Der Film erzählt von Herzog Albert von Yorks Aufstieg zum König Georg VI. (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Colin_Firth" target="_blank">Colin Firth</a>). Albert leidet an einem Stottern, welches ihn für öffentliche Zwecke im Grunde untragbar erscheinen lässt. Auf Drängen seiner Frau (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Helena_Bonham_Carter" target="_blank">Helena Bonham Carter</a>) begibt er sich bei dem Sprachtherapeuten Lionel Logue (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geoffrey_Rush" target="_blank">Geoffrey Rush</a>) in Behandlung. Die Fortschritte der ungewöhnlichen Therapiemethoden werden von den privaten und den politischen Entwicklungen um die Königsfamilie überschattet. Alberts Vater König Georg V. stirbt, Bruder Edward erweist sich als unzuverlässiger Thronfolger und gleichzeitig droht Hitler Europa in den 2. Weltkrieg zu stürzen. Kann Albert mit Hilfe von Lionel die notwendige Stimme erlangen um das Volk Englands in dieser schweren Zeit führen zu können?</p>
<p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/02/ks1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1181" title="ks1" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/02/ks1.jpg" alt="Albert vor seiner ersten Rede" width="555" height="370" /></a></p>
<p>Wer sich in Geschichte auskennt, kennt die Antwort: Ja. Aber „The King‘s Speech“ lebt auch nicht von einer großen, wendungsreichen Story. Wer auch nur grob gehört hat, worum es in dem Film geht, wird dahingehend keine Überraschungen erleben. Die große Qualität ist vielmehr in den Charakteren und ihren Interaktionen zu finden. Nicht umsonst sind alle 3 Hauptdarsteller bzw. Nebendarsteller für Oscars nominiert. Ich habe normalerweise nicht viel für Historien-Filme übrig. Doch Regisseur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tom_Hooper" target="_blank">Tom Hooper</a> schafft es vom ersten Augenblick an, dass der Zuschauer mit den Figuren mitfiebert.</p>
<p>Da wäre Albert, der in der ersten Szene auf dem Weg zu einer Ansprache vor einem Millionenpublikum wie zum Schafott geleitet wird. Und dann versagt. Jeder, der schon einmal vor Publikum sprechen musste, kennt diese Angst. Colin Firth spielt diese Rolle mit solcher Ohnmacht und Wut, der Oscar wäre völlig gerechtfertigt. Er steht im ständigen Widerstreit, ob er sich mit seinen Problemen auseinandersetzen oder vor ihnen fliehen soll. Probleme, die nicht seine Schuld sind. Die von seiner Umgebung gleichermaßen verursacht als auch schlecht behandelt worden sind, z.B. ein dominanter Vater, der glaubte, die Sprachprobleme mit strenger Disziplin einfach hinweg befehlen zu können.  Albert ist von Unsicherheiten geplagt, in denen sein Sprachproblem besonders stark zur Geltung kommt. Der Teufelskreis: Umso größer die Angst vorm Versagen, umso stärker wird das Stottern. Allein in ehrlichen, unbedachten Wutausbrüchen erklingt seine Stimme klar und deutlich. Diese unterdrückte Wut wird der Schlüssel sein, über den Lionel Albert helfen wird.</p>
<p>Geoffrey Rush spielt nicht einfach nur den allwissenden Mentor, sondern ist selbst von Problemen geplagt. Er spielt eine Figur, die sich ihr Leben lang um andere gekümmert hat, aber doch nur nach Äußerlichkeiten wie Titel oder Herkunft beurteilt wird. Er liebt Shakespeare und Stücke vor seinen drei Söhnen zu spielen, doch wird er von Theatern nur müde belächelt. Der Auftrag, Albert zu helfen, ist für ihn gleichermaßen Chance als auch zunehmend eine Herzensangelegenheit. Beide Charaktere helfen sich gegenseitig auf dem Weg zu einer tiefen Freundschaft gegenüber den Vorurteilen der High Society.</p>
<p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/02/ks2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1182" title="ks2" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/02/ks2.jpg" alt="Sprachübungen" width="555" height="299" /></a></p>
<p>Neben der brillanten Darstellung glänzen die Dialoge, welche den Film zum Glück nicht einfach schwer dramatisch kleben lassen, sondern (für mich) überraschend häufig Gelächter beim Publikum provozieren. Dies passiert vor allem dann, wenn Lionel versucht, die gute Erziehung von Albert aufzubrechen. „Ihre Ärzte sind Idioten!“, „Singen sie ihre Probleme heraus!“, „Chorknaben kennen bessere Schimpfwörter als Sie!“. Das herausbrechende „Arsch! Fick! Scheiße!“ ist eine wahre und nachvollziehbare Erlösung nach Jahren der Unterdrückung.</p>
<p>„The King‘s Speech“ ist großes Schauspielkino. Für den spontanen Unterhaltungsfilmkinogänger nicht unbedingt die richtige Wahl, aber wer sich an schnörkelloser, klassischen Inszenierung erfreuen kann, der wird diesen Figuren gerne bei ihrer Entwicklung zusehen. Ein typischer Oscarfilm, bei dem die Anzahl der Nominierungen nicht gleichbedeutend mit seiner Qualität ist, aber auch nicht völlig ungerechtfertigt daherkommt. Gerade Darsteller und Drehbuch sind sehr gut. Ich hab‘s genossen, obwohl es nicht mein Genre ist. Das will ja auch was heißen.</p>
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		<title>Black Swan</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 18:24:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Aronofsky]]></category>
		<category><![CDATA[Black Swan]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war einmal ein Schauspieler und Sportler. Der gab körperlich und seelisch alles für sein Publikum, pfiff auf seine Gesundheit, brachte sich selbst an die Grenzen der Belastbarkeit und darüber hinaus. Regisseur Darren Aronofsky zeigte Blut, Schweiß und Tränen. Der Lohn: Der Golden Globe für die beste Hauptrolle in einem Drama. Nein, ich rede nicht von "The Wrestler".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/black-swan"><img class="aligncenter size-full wp-image-1163" title="swan" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/01/swan.png" alt="" width="555" height="150" /></a></p>
<p>Es war einmal ein Schauspieler und Sportler. Der gab körperlich und seelisch alles für sein Publikum, pfiff auf seine Gesundheit, brachte sich selbst an die Grenzen der Belastbarkeit und darüber hinaus. Regisseur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Darren_Aronofsky" target="_blank">Darren Aronofsky</a> zeigte Blut, Schweiß und Tränen. Der Lohn: Der Golden Globe für die beste Hauptrolle in einem Drama. Nein, ich rede nicht von &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Wrestler" target="_blank">The Wrestler</a>&#8220;.<span id="more-1162"></span></p>
<p>Nina Sayers (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Natalie_Portman" target="_blank">Natalie Portman</a>) lebt für das Ballett. Ihr ganzes Leben ist darauf ausgerichtet, stets unter der Anleitung ihrer ehrgeizigen Mutter, welche ihre eigene Karriere als Tänzerin für ihre Tochter aufgeben musste. Nina isst kaum, trainiert den ganzen Tag, hat keinen privaten Augenblick in der gemeinsamen Wohnung. Als Ensemble-Chef Leroy (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vincent_Cassel" target="_blank">Vincent Cassel</a>) seinen ehemaligen Star Beth (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Winona_Ryder" target="_blank">Winona Ryder</a>) absägt, schlägt Ninas große Stunde: Sie erhält die Rolle der Schwanenkönigin in Tschaikowskis <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwanensee" target="_blank">Schwanensee</a>. Doch der Druck wird immer größer. Ist sie in ihrer Unschuld und Unterwürfigkeit ideal für die Rolle des weißen Schwans, muss sie doch ihre dunkle Seite erforschen, um den schwarzen Schwan darstellen zu können. Konkurrentin Lily (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mila_Kunis" target="_blank">Mila Kunis</a>) stellt derweil alles dar, was Nina fehlt: Absolute Lockerheit. Sie wird zum Vehikel für Ninas Selbstzweifel und Versagensängste. Muss sie so werden wie Lily? Kann sie jemand anderes werden? Kann sie perfekt werden? Mit Gewalt werden ihr Dinge aufgezwungen, die in ihrem bisherigen Leben unterdrückt wurden: Sexuelle Begierde, Wut, Eifersucht, Schuld. Immer mehr verliert sie sich in Wahnvorstellungen und wird zerrissen im Kampf zwischen Weiß und Schwarz. Dabei verliert sie immer mehr das, worauf sie sich am meisten konzentriert: Kontrolle. Sie wird geformt, es wird in sie eingedrungen. Exemplarisch steht dafür eine Szene, in der ihre Mutter das Zwerchfell von Nina ertastet, wobei ihre Hand fast völlig im Brustkorb ihrer Tochter versinkt. Sie ist eine leere Hülle, kein Mensch mehr, nur noch die Rolle. Das ideale Bild, was präsentiert wird und dann verschwindet.</p>
<p>Die Geschichte des Films ist im Grunde nicht sehr originell, wird sogar durch die Handlung von Schwanensee vorweggenommen. Doch die Art und Weise, wie die langsame Transformation der unterdrückten Nina zum zerstörerischen Exzess inszeniert wird, ist gelinde gesagt extrem effektiv. Subtil geht anders. Black Swan ist ganz nah dran beim Zerschinden des Körpers und der Seele. Traumhafter Tanz und tragisch-schöne Musik verbinden sich mit knackenden Knochen, blutenden Wunden und Drogenrausch. Schon recht früh deutet sich an, dass Nina ihre eigene Realität entwickelt, sie bildet sich Dinge ein, verwandelt sich auch körperlich langsam in einen schwarzen Schwan. Psychodrama/Psychohorror ist das Genre.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1164" title="Natalie Portman" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/01/swan2.jpg" alt="Natalie Portman" width="555" height="370" /></p>
<p>Schauspieltechnisch gibt es nichts zu meckern. Natalie Portman, die ich sonst eigentlich nicht so sehr mag, ist quasi die Idealbesetzung. Sie bringt körperlich alles mit, hat sogar Monate lang Balletttraining absolviert, um sich auf die Rolle vorzubereiten. Auf Dauer mag ihre Weinerlichkeit etwas eintönig sein, der Oscar wäre trotzdem verdient. Vincent Cassell gibt den Klischee-Franzosen-Künstlerchef-Egomanen, was aber ganz gut passt. Interessant ist vor allem der Umgang seiner Rolle mit Nina: Leroy spricht Tacheles, bedrängt sie eindeutig sexuell, ohne jedoch tatsächlich mit ihr schlafen zu wollen. Was ist das für ein Lehrer, der die Intimspähre seiner Schülerin so stark verletzt, nur um sie zu einer besseren Tänzerin zu machen? Hausaufgabe Selbstbefriedigung? Auf jeden Fall interessant.</p>
<p>Wer schonmal Filme von Aronofsky gesehen hat, weiß, was ihn stilistisch erwartet. Nervige Wackelkamera á la &#8220;The Wrestler&#8221; für einen etwas dokumentarischen Stil und absoluter, durchinszenierter Horror á la &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Requiem_for_a_Dream" target="_blank">Requiem for a Dream</a>&#8220;, wenn die Wahnvorstellungen beginnen. Wie auch in letzterem Film steigert sich der Wahnsinn am Ende von &#8220;Black Swan&#8221; bis zur Unerträglichkeit. Man windet sich förmlich im Sitz. Dazu Clint Mansells Soundtrackvariation von &#8220;Schwanensee&#8221;&#8230;super!</p>
<p>&#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Black_Swan_(Film)" target="_blank">Black Swan</a>&#8221; ist nach Ansicht von Aronofsky so etwas wie der Schwesterfilm zu &#8220;The Wrestler&#8221;. Wenn &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rocky">Rocky</a>&#8221; Symbol für den amerikanischen Traum ist, dann stellen diese beiden Filme dessen Perversion dar. Die Sehnsucht nach Ruhm und Erfolg frisst seine Kinder und hinterlässt nichts als Schmerz. Es ist eine Parabel auf den Versuch, zu einem Bild zu werden, zu einem Ideal, dass niemand erreichen kann. Der Film ist gnadenlos und birgt keine Hoffnung. Ich persönlich kann damit leben. Es ist in Ordnung, wenn Filme Extreme darstellen. Es gibt ja auch andere Filme. Den hier sollte man gesehen haben.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="555" height="342" src="http://www.youtube.com/embed/gpuOfPv1D_Q?rel=0&amp;hd=1" frameborder="0" allowFullScreen></iframe></p>
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		<title>Copying Is Not Theft</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 11:57:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Copyright]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Gute Laune, wichtige Botschaft. Will ich gar nicht viel mehr zu schreiben (ich schiebe eh gerade Arbeit vor mich her). Den genannten Unterschied sollten sich viele Leute in der Wirtschaft immer wieder bewusst machen. Die nicht mehr zeitgemäßen Urheberrechtgesetze werden ja zum Glück in letzter Zeit immer wieder in Frage gestellt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="550" height="334" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/IeTybKL1pM4?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="550" height="334" src="http://www.youtube.com/v/IeTybKL1pM4?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Gute Laune, wichtige Botschaft. Den genannten Unterschied sollten sich viele Leute in der Wirtschaft immer wieder bewusst machen. Die nicht mehr zeitgemäßen Urheberrechtgesetze werden ja zum Glück in letzter Zeit immer wieder in Frage gestellt.<span id="more-1155"></span> Klar müssen Produzenten von irgendwas leben. Aber siehe Musikbusiness: Dann verdient man sein Geld halt über Dinge, die nicht zu kopieren sind, wie z.B. über Konzerte. Und Werbung funktioniert ja auch ganz gut. Mir wachsen jedenfalls kleine, unabhängige Projekte immer mehr ans Herz, für die ich dann auch freiwillig einen kleinen Geldbetrag ausgebe. Und: Fast ALLE Ideen sind kopiert. Vor Einfluss ist niemand gefeit, und ein einsames Genie was im Keller wohnt und einfach so durch göttliche Eingebung ein Meisterwerk schafft: Nö, ist Unsinn. Nur durch die Kombination und Veränderung von schon Bestehendem kann etwas Neues geschaffen werden. Wer Ideen absperrt und für sich pachtet, beraubt ein gigantisches Netzwerk an großartigen Möglichkeiten. Das ist der wahre Diebstahl!</p>
<p>Was an Geld verpulvert wird für Hollywood und Co. ist das Resultat und den resultierenden Preis nicht wert. Mir jedenfalls nicht. Zugang zu Kunst (und Bildung) sollte nicht vom Geldbeutel abhängig sein. Und Kunst muss nicht teuer sein, um interessant zu sein. Im Gegenteil, häufig sind die superteuren Filme, Spiele etc. auch am langweiligsten. Aber weils beworben wird, wirds auch gekauft. Hach. Ich merk schon, ich hab meinen Kapitalismuskritischen heute&#8230;muss an Weihnachten liegen.</p>
<p>Merry Christmas!</p>
<p>(via <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/schones-video-copying-is-not-theft/" target="_blank">netzpolitik</a>)</p>
<div class="shr-publisher-1155"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Scott Pilgrim: Just epic.</title>
		<link>http://tomhartig.de/wordpress/scott-pilgrim-just-epic</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Nov 2010 19:41:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Awesome]]></category>
		<category><![CDATA[Edgar Wright]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Cera]]></category>
		<category><![CDATA[Scott Pilgrim]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist jetzt ein paar Wochen her, dass ich „Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“ gesehen habe und wenn ich gekonnt hätte, wäre ich glatt noch ein zweites mal reingegangen. Und ein drittes mal. Denn wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, war das eins der besten Kinoerlebnisse, die ich jemals hatte. Schade nur, dass das kaum jemand mitbekommen hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/scott-pilgrim-just-epic" target="_self"><img class="aligncenter size-full wp-image-1099" title="scott" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/11/scott.png" alt="Scott Pilgrim vs the World" width="555" height="150" /></a></p>
<p>Es ist jetzt ein paar Wochen her, dass ich „Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“ gesehen habe und wenn ich gekonnt hätte, wäre ich glatt noch ein zweites mal reingegangen. Und ein drittes mal. Denn wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, war das eins der besten Kinoerlebnisse, die ich jemals hatte. Schade nur, dass das kaum jemand mitbekommen hat.<span id="more-1098"></span></p>
<p>Denn der Film ist leider absolut gefloppt. Sowohl in den Staaten als auch in Deutschland. Kein Schwein hat den geguckt, es gab kaum Werbung, bei mir in Magdeburg lief er in einem einzigen Kino und das gerade mal eine Woche lang. Warum? Weil der Film ein feuchter Traum für Nerds ist? Weil er völlig überdreht ist, voller Anspielungen auf Videospiele und Comics? Weil er für „normale“ Menschen deswegen unverständlich ist? Vielleicht. Ich weiß nur, dass ich während des kompletten Films ein Grinsen auf dem Gesicht hatte (wenn ich nicht gerade gelacht habe). Scott Pilgrim ist vielleicht etwas für Insider. Er ist Comic, er ist Videospiel. Und zwar ein richtig gutes.</p>
<p><strong>Die Story</strong></p>
<p>Scott Pilgrim (ideal besetzt: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Cera" target="_blank">Michael Cera</a>) ist ein mitzwanziger Taugenichts. Er spielt mit seinen Freunden zusammen in einer Band und teilt sich mit seinem schwulen Kumpel eine kleine Wohnung (und rein platonisch: ein Bett) gegenüber seines Elternhauses. Zudem ist er aus Verzweiflung mit der jungen 17jährigen Knives zusammen, die ihn vergöttert. Eines Tages jedoch lernt er Ramona Flowers (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mary_Elizabeth_Winstead" target="_blank">Mary Elizabeth Winstead</a>) kennen, die Frau seiner Träume. Sie ist zunächst sehr abweisend und will eigentlich keine Beziehung. Die beiden kommen sich jedoch näher, es gibt aber einen Haken: Ramona bringt Altlasten mit, nämlich ihre 7 teuflischen Exlover. Diese muss Scott im Laufe des Films im Kampf besiegen, um mit Ramona zusammen sein zu können. Das ganze erinnert sehr stark an die Logik von Videospielen, jeder Exlover stellt dabei einen Levelboss dar (und hinterlässt stilecht Münzen, wenn besiegt).</p>
<p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/11/scott3.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1100" title="scott3" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/11/scott3.png" alt="Scott" width="555" height="380" /></a></p>
<p>Mag der Plot des Films sich auch hanebüchen anhören, so ist er doch ein Spektakel um eigentlich sehr reale Themen. Denn Scott und Ramona stehen sich hauptsächlich selbst im Weg, haben schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht und fürchten somit die Zukunft. Die Exlover stehen symbolisch für diese Vergangenheit, mit der jeder abschließen muss, um etwas Neues beginnen zu können. Es geht in Scott Pilgrim grundlegend um Selbstwertgefühl und Verantwortung. Scott, welcher sich zu Anfang des Films einfach nur treiben lässt, lernt in zunehmendem Maße, was es heißt für das einzustehen, was er will. Gleichsam er die übermächtigen Exlover besiegt, erst in bloßer Verteidigung, später im Angriff, besiegt er somit seine Selbstzweifel.</p>
<p>Das tolle an Scott Pilgrim ist, dass die Figuren menschlich sind und sich gut zur Identifikation eignen. Scott z.B. ist nicht einfach Held. Gerade zu Beginn wird er als Versager gezeichnet, der nicht den Mut hat, sich Problemen zu stellen. Er windet sich aus Problemen heraus und hat so schon manche Freunde enttäuscht, wie auch er selbst einige Male enttäuscht wurde. Wir haben hier nicht den Klischee-Gutmenschen, sondern eine glaubhafte Biografie. Ein Typ, der eigentlich ein netter Kerl ist, aber von der Welt überfordert. Auch Ramona ist nicht einfach das perfekte Mädchen. Sie ist arrogant, hat in ihrer Vergangenheit viel Mist gebaut und lässt am Ende beinahe Scott fallen, nachdem er schon alles mögliche für sie getan hat. Hart, aber glaubhaft. Es geht nicht immer fair zu im Leben, aber die Message ist: Man muss es weiter versuchen.</p>
<p><strong>Die Grafik</strong></p>
<p>Der Film ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Wucht. Basierend auf der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Scott_Pilgrim_vs._the_World" target="_blank">gleichnamigen Comicbuchreihe von Bryan Lee O’Malley</a> gibt es kaum Szenen, die nicht nur so vor grafischem Schnickschnack und ganz tollem Schnitt leben. Sounds werden wie in Comics auch optisch mit einem „Kawumm“, „Riiiiiing“ und „Autsch“ dargestellt, Herzchen fliegen durchs Bild,  es gibt ständig was zu sehen. Dabei verlässt der Film spätestens in den tollen Kampfszenen völlig die Welt des Rationalen und kommt komplett übertrieben daher: In dieser Welt hat Scott übermenschliche Kräfte, wird meterweit durch die Luft geschleudert, lässt Gebäude durch musikalische Awesomness einstürzen, gewinnt durch einen guten „Spielzug“ ein weiteres Leben dazu. Wer entschlossen genug ist, kann halt jeden Feind besiegen. Und wenn Scott später stirbt, beginnt das Level halt von vorn! Der Film hat vor allem in seinen unzähligen humorvollen Szenen eine unbändige Energie, ein tolles Timing und vor allem: Ihm geht nie die Luft aus. Die ganzen optischen Gimmicks und Anspielungen kommen den ganzen Film über ganz beiläufig daher, selbst in den ruhigeren Szenen. Und gerade Insider freuen sich über jede (Sound)Anspielung auf Zelda und Co.</p>
<p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/11/scott1.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1101" title="scott1" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/11/scott1.png" alt="Bumm" width="555" height="297" /></a></p>
<p><strong>Der Sound</strong></p>
<p>Apropos Sound: Der Soundtrack ist der Hammer. Wie auch die Optik ist die Musik, wissenschafltich ausgedrückt: Voll auf die Fresse. Und es gibt eine Menge Musik in dem Film. Egal ob Scott mit seiner Band deftigen Lo-Fi Stonerrock brettert oder 8-Bit Musik des nostalgischen Gamers Herz erfreut: Wers mag, der liebts. Ich kann jedenfalls sagen: Schon als das Universal-Logo am Anfang des Films völlig verpixelt daherkam und seine Fanfare im 8-Bit-Sound daherkam, hatte der Film mich und die anderen 15 Leute im Kinosaal (hörbar) erobert. Es vermittelt eine gewisse Unschuldigkeit, die man diesem kleinen großen Film die ganze Zeit abnimmt. Man hat das Gefühl: Die Macher meinen es ehrlich. Und das Publikum nimmt es ihm ab: Das akustische Lächeln des Anfangs war genau so auch noch nach dem Abspann da, wenn eine kleine Scott Pilgrim Figur in Nintendo-Ästhetik mit Nintendo-Sound den Schriftzug „The End“ kaputthaut und verschwindet.</p>
<p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/11/scott2.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1102" title="scott2" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/11/scott2.png" alt="Ramona" width="555" height="305" /></a></p>
<p><strong>Die Wertung</strong></p>
<p>Regisseur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Edgar_Wright" target="_blank">Edgar Wright</a> (Shaun of the Dead, Hot Fuzz) hat eine wichtige Sache erkannt: Wenn etwas cool ist, dann ist es richtig. Man muss nicht ständig irgendeiner strengen Logik folgen. Solange die Message eine reale ist, können die Mittel abgedreht sein wie sie wollen, Hauptsache, sie machen Spaß. Aber Spaß ist ja relativ. Ich kann nicht aus meiner Haut und sagen, ob der Film auch Leuten gefällt, die z.B. nichts mit dem Charme alter Videospiele anfangen können. Ich bin der Meinung, dass der Film auch ohne diese Aspekte viele sehr gute Gags beinhaltet, die in jeder Beziehungskomödie funktionieren würden. Und da die Liebe ja Universalthema Nummer 1 ist, gilt: Wer nicht gerade eine Abneigung gegen etwas nerdige Popkultur und visuellen Overflow hat, der müsste den Film auch ohne Fachwissen genießen können. Er ist bunt, er ist laut, er ist ehrlich. Und macht unheimlich viel Spaß. Wie schon der Titel-Slogan sagt: An epic of epic epicness.</p>
<p>Und wenns schon nicht im Kino geklappt hat, kauft euch wenigstens die DVD! Es ärgert mich tierisch, dass ein so toller Film keinen Erfolg hat. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Guillermo_del_Toro" target="_blank">Guillermo Del Toro</a> hat es ganz passend ausgedrückt:</p>
<blockquote><p>“This is a really important screening, because I think we all can go out to the world after this screening and tell every motherfucker out there to watch the movie. Why? Because anyone that didn’t watch it is a motherfucker. We can tell them when they ask, ‘Why does Hollywood make such shitty movies?’ Because when they do great ones, you don’t fucking show up!”</p></blockquote>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="555" height="337" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/qjR60mIOFRs?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="555" height="337" src="http://www.youtube.com/v/qjR60mIOFRs?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Ich &#8211; Einfach unverbesserlich</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Oct 2010 18:10:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[CGI]]></category>
		<category><![CDATA[Ich - Einfach unverbesserlich]]></category>
		<category><![CDATA[Pixar]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Filme, die müssen nicht wirklich gut sein und man mag sie trotzdem. Weil sie sympathisch sind und nichts wirklich falsch machen. Wo man hinterher sagt: Muss ich nicht gesehen haben, aber ich bereue das Erlebnis auch nicht. So ein Film ist „Ich - Einfach unverbesserlich“.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://tomhartig.de/wordpress/ich-einfach-unverbesserlich" target="_self"><img class="aligncenter size-full wp-image-1076" title="despicable" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/10/despicable.jpg" alt="Despicable Me" width="555" height="150" /></a></p>
<p>Es gibt Filme, die müssen nicht wirklich gut sein und man mag sie trotzdem. Weil sie sympathisch sind und nichts wirklich falsch machen. Wo man hinterher sagt: Muss ich nicht gesehen haben, aber ich bereue das Erlebnis auch nicht. So ein Film ist „Ich &#8211; Einfach unverbesserlich“.<span id="more-1075"></span></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ich_%E2%80%93_Einfach_Unverbesserlich" target="_blank">Despicable Me </a>(so der weniger bekloppte Originaltitel) erzählt die Geschichte des eher mittelmäßigen Superschurken Gru, welcher den Mond stehlen will. Um das zu schaffen, muss er drei kleine Mädchen adoptieren, damit er an einen Schrumpfstrahler gelangen kann, welcher sich in den Händen seines Gegenspielers Vektor befindet. Klingt wirr? Ist es auch. Die Story des Films ist zu vernachlässigen. Wer 1 und 1 zusammenzählen kann weiß, dass die Kinder den weichen Kern von Gru wecken und dass Liebe und Freundschaft für ihn am Ende wichtiger sein werden als seine Schurkereien.</p>
<p>Der Film lebt von seinen Settings und den typischen Slapstickeinlagen. Die Hauptquartiere von Gru und Vektor sind ein Fundus an verrückten Möbeln, Apparaten, Waffen und Tieren. Als großer Werbeträger des Films dienen die so genannten Minions, kleine gelbe Gnome, die für alle möglichen Arbeiten in Grus Lager zuständig sind. Immer wieder bekommen die Kleinen zwischendurch die Gelegenheit, mit ihrem aberwitzigen Spieltrieb für Lacher zu sorgen.</p>
<p>Despicable Me stellt den Einstieg der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Universal_Studios" target="_blank">Universal Studios</a> im Bereich der CGI-Animationsfilme dar. Dabei drängt sich natürlich eine große Frage auf: Wie schlagen sie sich z.B. gegenüber <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pixar_Animation_Studios" target="_blank">Pixar</a>? Vor allem im Erzählen der Geschichte muss sich Universal seinem Konkurrenten geschlagen geben. Der Film besteht größtenteils aus einer Nummernrevue mit austauschbarer, holpriger Story. Die Figuren sind aber durchweg liebenswert, auch wenn Grus Wandel vom Bösewicht zum Familienmenschen nicht wirklich überzeugend ist (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/A_Christmas_Carol" target="_blank">Scrooge</a> he‘s not, das hat Pixar in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oben_(Film)" target="_blank">Oben</a> glaubhafter gelöst). Er ist zwar nicht erfolgreich in dem was er tut, aber es wird nicht wirklich deutlich, dass er unglücklich einsam oder verbittert wäre. Er hat sogar ein herzliches Verhältnis zu seinen Minions und seinem Wissenschaftler und ist generell recht lebenslustig. Das Gegenteil wäre aber nötig, um den schwierigen Annäherungsprozess zu den Kindern bedeutsam zu machen. Mehr als ein &#8220;Ein Bösewicht hat&#8217;s auch nicht leicht&#8221; ist nicht drin. Eine potentiell interessante Geschichte, nämlich das schwierige Verhältnis zu seiner Mutter, wird nur als Erklärung für seine Laufbahn herangezogen ohne wirklich an Bedeutung zu gewinnen. Was aber scheinbar genauso wie bei Pixar funktioniert: Herzschmerziger Kitsch, wenn er denn mal plötzlich aufkommt, wird durch freche Slapstick aufgelockert und geht deswegen nicht auf die Nerven.</p>
<p>Optisch gibt es nichts zu meckern, auch wenn der Einfallsreichtum von Pixar nicht ganz erreicht wird. Ich habe den Film in 2D gesehen, was umso saurer aufstoßen lässt, dass bestimmte Szenen ganz offensichtlich nur zum Ausreizen des 3D-Effekts im Film enthalten sind (z.B. eine Achterbahnfahrt in Egoperspektive), so aber etwas überflüssig wirken.</p>
<p>Einige nette Lacher, keine schlimme Langeweile. Für Filmfans nicht sehr ergiebig, aber das sind solche animierten Kinderfilme ja selten. Pixar z.B. liebt man jedoch gerade dafür, dass sie ihre Moral sehr effektiv und warmherzig vermitteln (z.B. im großartigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wall-E" target="_blank">WALL-E</a>) und somit auch ältere Zuschauer berühren können. Im Vergleich dazu bleibt Despicable Me eher ein oberflächlicher, aber unterhaltsamer Spaß für zwischendurch.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="555" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/aGul5Sfvsrk?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="555" height="340" src="http://www.youtube.com/v/aGul5Sfvsrk?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Inception &#8211; Die andere Matrix</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 14:18:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tomhartig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Nolan]]></category>
		<category><![CDATA[Ellen Page]]></category>
		<category><![CDATA[Inception]]></category>
		<category><![CDATA[Leonardo DiCaprio]]></category>
		<category><![CDATA[Memento]]></category>
		<category><![CDATA[The Dark Knight]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist Inception ein toller Film? Ja, ist er. Sollte man sich ihn anschauen? Ja, sollte man. Christopher Nolan hat sich mit seinem rückwärts erzählten Memento bereits einen Namen als innovativer Regisseur gemacht und schließlich mit der Wiederbelebung des Batman-Franchise bewiesen, dass Filme nicht strunzendoof sein müssen, um Erfolg an den Kinokassen zu haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p style="text-align: justify;"><a href="http://tomhartig.de/wordpress/inception-die-andere-matrix"><img class="aligncenter size-full wp-image-982" title="Inception" src="http://tomhartig.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/inception.jpg" alt="Inception" width="555" height="150" /></a><br />
Ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Inception" target="_blank">Inception</a> ein toller Film? Ja, ist er. Sollte man sich ihn anschauen? Ja, sollte man. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christopher_Nolan" target="_blank">Christopher Nolan</a> hat sich mit seinem rückwärts erzählten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Memento_(Film)" target="_blank">Memento</a> bereits einen Namen als innovativer Regisseur gemacht und schließlich mit der Wiederbelebung des Batman-Franchise bewiesen, dass Filme nicht strunzendoof sein müssen, um Erfolg an den Kinokassen zu haben. Und wie schon bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Dark_Knight" target="_blank">The Dark Knight</a> kommen bei Inception zwei Dinge zusammen, die sich selten sehen: Eine fantastische (millionenschwere) Optik und eine tiefgründige, diesmal auch äußerst originelle Story.<span id="more-983"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Protagonist Cobb (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leonardo_DiCaprio" target="_blank">Leonardo DiCaprio</a>) und sein Team sind darauf spezialisiert, in die Träume anderer Menschen einzudringen und deren Geheimnisse zu stehlen, quasi Industriespionage im Science-Fiction-Modus. Der Konzernchef Saito (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ken_Watanabe" target="_blank">Ken Watanabe</a>) will dem wegen Mordes gesuchten Cobb eine Rückkehr zu seinen Kindern in den USA ermöglichen, wenn dieser einen ganz speziellen Auftrag erledigt: Statt einen Gedanken zu stehlen, soll er ihn in den Verstand eines Konkurrenten einpflanzen. Der komplizierte Auftrag wird gleichzeitig zur Vergangenheitsbewältigung von Cobb, der in den Träumen seiner verstorbenen Frau (großartig: <a title="Marion Cotillard" href="/wiki/Marion_Cotillard">Marion Cotillard</a>) begegnet.</p>
<p style="text-align: justify;">Oberflächlich betrachtet ist Inception erstmal nicht mehr, als ein normaler Heist-Movie: Team bekommt Auftrag, plant Auftrag, führt ihn unter unvorhergesehenen Schwierigkeiten aus. Genau diese Konstruktion ist einer der wenigen Schwachpunkte des Films: Abgesehen vom wirklich guten und notwendigen Subplot von Cobb und seiner Frau hat mich die eigentliche Handlung des Auftrags eher gelangweilt. Das gilt vor allem für die Geschehnisse in einer schneebedeckten Bergfestung, wo endlose, langweilige Verfolgungsjagden im Schnee aneinandergereiht wurden, ohne dass auch nur ein surreales Traumelement in Erscheinung treten würde.</p>
<p style="text-align: justify;">Davon abgesehen hat der Film 3 große Pluspunkte:</p>
<p style="text-align: justify;">Nummer 1: Die Erzählstruktur ist sehr abwechslungsreich, wenn auch etwas verwirrend beim ersten Anschauen. Je nach Interpretation existieren in dem Film bis zu 6 ineinander verschachtelte Traum- bzw. Wirklichkeitsebenen, in welchen die Zeit unterschiedlich stark voranschreitet. Gegen Ende des Films springt die Handlung ständig zwischen den Ebenen hin- und her, es passiert eine Menge gleichzeitig und auch ein kleiner Sprung in der Chronologie konnte sich Nolan nicht ganz verkneifen. Einige Zuschauer könnte das alles abschrecken, aber Inception bietet auf jeden Fall ordentlich was zum knabbern und ist was die Struktur angeht alles andere als altmodisch.</p>
<p style="text-align: justify;">Nummer 2: Das Traumsetting erlaubt fantastische Effekte, wer den Trailer gesehen hat, kann sich eine Vorstellung machen. Ganze Städte falten sich zusammen, die Gravitation spielt verrückt, Menschen verändern ihr Erscheinungsbild undundund. Das Ganze geht super zusammen mit dem Soundtrack von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Zimmer_(Komponist)" target="_blank">Hans Zimmer</a>, der schon bei The Dark Knight verstanden hat, über einen langen Zeitraum hinweg eine spannungsgeladene Kulisse fürs Ohr zu bieten. Man muss dem Film jedoch fast schon vorwerfen, zu wenig aus den Möglichkeiten zu machen, die ein Traum anbietet. Es ist zwar inhaltlich logisch, dass die Umgebung naturgetreu dargestellt wird, schließlich ist sie konstruiert, um sie jemandem als Wirklichkeit zu verkaufen. Aber etwas mehr Abweichungen, wenn die Täuschung auffliegt, wären vielleicht doch drin gewesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nummer 3: Die Darsteller sind topp. Leonardo DiCaprio hat sich ja schon seit geraumer Zeit als Charakterkopf etabliert, aber auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ellen_Page" target="_blank">Ellen Page</a> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Juno_(Film)" target="_blank">Juno</a>), Ken Watanabe und die anderen überzeugen. Die Nebenfiguren bleiben zwar aus Zeitmangel etwas blass, aber ähnlich wie bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ocean%E2%80%99s_Eleven" target="_blank">Ocean‘s 11</a> nutzen sie ihre wenigen Momente gut, um in Erinnerung zu bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Innerhalb der Heistgeschichte befindet sich eine sehr gut erzählte Story um Cobb und seine verstorbene Frau, die den Film mit der notwendigen Emotionalität versorgt. Wer möchte, kann hier einige Parallelen zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Orpheus" target="_blank">Orpheus</a>-Geschichte finden. Davon abgesehen wird, ähnlich wie in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Matrix" target="_blank">The Matrix</a>, die existentielle Frage aufgeworfen: Was ist Wirklichkeit und woher wissen wir, dass wir uns nicht nur innerhalb eines Traums befinden?</p>
<p style="text-align: justify;">Einige Leute haben sich beschwert, dass die Traum-Technologie im Film nicht genug erklärt wird. Also wie genau das ganze funktioniert, wer das entwickelt hat, ob die Regierung es nutzt, warum man scheinbar nur einen Koffer mit ein paar Kabeln braucht und so weiter. Dazu sage ich: Bullshit. Sicherlich wäre sowas interessant, würde aber diesen Film nur in die Länge ziehen und nichts zur Story beitragen. Gute Science Fiction nutzt Technologie nur, um Dinge in ein neues Licht setzen zu können, die uns auch in Wirklichkeit tangieren. Genau das hat Nolan in Inception konsequent umgesetzt und erklärt das Verfahren nur insoweit es zum Verständnis der Handlung notwendig ist. Wer Technobabble mag, soll sich eine Serie wie Star Trek anschauen, wo genügend Zeit ist, eine komplexe Technik und gute Stories miteinander zu verbinden.</p>
<p style="text-align: justify;">Inception ist ein Blockbuster, den auch intellektuelle Kritiker mögen dürfen; und so was ist selten. Bei diesem Film ist, ähnlich wie Roger Ebert in <a href="http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20100714/REVIEWS/100719997" target="_blank">seiner Kritik</a> sagte, nicht das „Was“ entscheidend, sondern das „Wie“. Nolan fährt wirklich alle filmischen Geschütze auf, die ihm zur Verfügung stehen. Inhaltlich passiert viel weniger, als man meint. Aber das ist nicht schlimm. Letztendlich zählt ja nur das, was man wahrnimmt. Denn das ist die Wirklichkeit, ne?</p>
<p style="text-align: justify;">P.S. Danke, danke, danke, dass dem Film kein 3D aufgedrückt wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">P.P.S. Ich habe gerade einen <a href="http://latimesblogs.latimes.com/the_big_picture/2010/08/why-is-it-that-the-older-you-are-the-more-you-cant-stand-inception-.html" target="_blank">tollen Artikel in der Los Angeles Times</a> gesehen, wo darüber spekuliert wird, dass jüngere Zuschauer, vor allem Gamer, Inception besser verstehen und genießen können als ältere. Darin kommt auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Jenkins" target="_blank">Henry Jenkins</a> zu Wort:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Even though the density of &#8220;Inception&#8221; can be off-putting to older moviegoers, it&#8217;s a delicious challenge for gamers. &#8220;With &#8216;Inception,&#8217; if you blink or if your mind wanders, you miss it,&#8221; says Jenkins. &#8220;You&#8217;re not sitting passively and sucking it all in. You have to experience it like a puzzle box. It&#8217;s designed for us to talk about, to share clues and discuss online, instead of having everything explained to us. Part of the pleasure of the movie is figuring out things that don&#8217;t come easily, which is definitely part of the video game culture.&#8221;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/JEv8W3pWqH0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1?rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/JEv8W3pWqH0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1?rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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