Bild-Schlagzeile zum Thema Griechenland und Eurokrise:
Kommt mir vor wie:
Mehr Infos unter http://www.stefan-niggemeier.de/blog/und-die-eulen-wollen-wir-auch-zuruck/
Nuff said, dieses Blatt ist einfach nur zu verachten.
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Jeder darf seine Meinung haben. Wer diese aber öffentlich äußert, muss mit Kritik rechnen. Und vor allem sollte er sich Gedanken machen, WANN er sie äußert. Eva Herman, mir persönlich ausschließlich bekannt durch ihren Hitlerskandal und ihr seltsames Frauenbild, scheint sich ganz andere Gedanken zu machen. Sie nutzt die „Gunst“ der Stunde, nämlich die Medienpräsenz der Loveparade in Duisburg aufgrund der Massenpanik, welche derzeit 19 Tote und unzählige Verletzte forderte, um über die Veranstaltung und ihre Teilnehmer herzuziehen. Weiterlesen

Habe gerade (endlich) die Keynote zu Apples iPad gesehen. Es ist in etwa das eingetreten, was ich erwartet habe: Nachdem ich dem Tablet gegenüber durch die Reaktionen im Netz sehr negativ eingestellt war, hat mich die Präsentation wieder gierig gemacht. Gierig, selbst Hand anzulegen.
Es ist nachvollziehbar für iPhone bzw. iPod Touch Besitzer, dass sie etwas enttäuscht sind. Zunächst mal ist das iPad tatsächlich nicht viel mehr als ein großer iPod Touch. Mit wenig Speicherplatz (16GB-64GB) wenn man bedenkt, dass da Filme und Musik konsumiert werden sollen. Klar, als Ergänzung zu einem Mac hat man zwar einen Lagerplatz dafür. Aber ich möchte spontan das iPad greifen und einen Film gucken können. So muss ich immer erst einen Austausch mit dem Mac anleiern oder unterwegs ganz auf das Schauen verzichten. Suboptimal.
Wozu ein iPad, wenn man ein Netbook hat? Letzteres hat ungefähr die selbe Größe, leichteres Tippen, die bessere Leistung. Die Frage ist: Wer braucht zu Hause etwas Schlechteres als seinen Laptop, wer braucht unterwegs etwas Größeres als ein Smartphone?
Ich besitze kein iPhone oder iPod Touch. Unterwegs und unmittelbar will ich telefonieren können und Musik hören. Da reicht mir mein normales Handy und mein iPod. Alle Aktivitäten im Internet erfordern soviel Aufmerksamkeit, dass ich eben so gut mein MacBook aufklappen kann, wo ich einen Screen in vernünftiger Größe habe um das Internet zu nutzen.

Die Größe war für mich der Aspekt, der die durchaus tollen Features von iPhone und iPod Touch entwertet hat gegenüber dem Preis. Kurz gesagt: Das iPad merzt dieses Problem aus. Bleibt die Frage: Wozu ein iPad, wenn ich einen netten Laptop habe (in meinem Fall: Ein MacBook)? Einfache Antwort: Der Touchscreen und die darauf ausgelegte Software. Mitarbeiter, Studenten etc. mit iPads auf denen sie ihre Notizen machen, Recherche betreiben und Präsentationen halten? Erscheint irgendwie vorstellbarer und dynamischer als mit Klappcomputern. Ich habe wegen dem Größenfaktor komplett ignoriert, inwiefern MultiTouch die Bedienung von Programmen intuitiver und meinetwegen spaßiger machen kann. Apple war schon immer groß im Bereich Wohlgefühl, selbst wenn sie in Sachen Leistung Abstriche gemacht haben.
Ich weiß es mangels Erfahrung nicht, aber der Eindruck ist: Es ist möglich, dass 80-90% meiner Aktivitäten vor einem Monitor durch das iPad komfortabler umgesetzt werden können als mit einem Laptop. Falls das Tippgefühl hinhaut. Und für die restlichen Prozent bleibt der Mac als Alternative erhalten. Ob die Bedienung letztendlich wirklich angenehmer und spaßiger ist, muss sich zeigen. Ich sehe das ganze nach wie vor kritisch und werde mir sicherlich nicht sofort ein iPad kaufen, sobald es erhältlich ist. Aber die Chancen auf Erfolg von Tablets sehe ich inzwischen etwas weiter oben. Und wenn, dann wird Apple wieder Marktführer sein, selbst wenn andere Firmen (was Leistung und Features angeht) bessere Produkte entwickeln. Bei Apple geht Spaß über Zweckmäßigkeit. Die Frage ist, wie lange der Spaß anhält und wann die Ärgernisse überhand nehmen.

Polanski und Tate
Der Fall dürfte in den letzten Tagen/Wochen genug durch die Medien gegangen sein. Es ist demnach nicht nötig, hier nochmal den Fall groß auszuführen: Berühmter Regisseur Roman Polanski wird in der Schweiz festgenommen, weil er vor ca. 30 Jahren mit der 13-jährigen Samantha Geimer geschlafen hat.
Es gibt einige Punkte die für und andere, die gegen die Verhaftung sprechen. Zunächst einmal: Prominentenbonus kann und darf es nicht geben. Nur weil einer gute Filme macht (Tanz der Vampire, Rosemaries Baby, Der Pianist u.a.), wiegen seine Verbrechen nicht mehr oder weniger schwer. Ich betone das auch aufgrund des Kommentars vom vorherigen Beitrag: Klar, die Popularität von Polanski sorgt für Aufmerksamkeit, hat aber mit meiner Meinung zum Fall nichts zu schaffen.
Zweitens: Auch die persönlichen Schicksalsschläge des Täters (KZ-Flüchtling, Ermordung seiner schwangeren Ehefrau Sharon Tate durch Charles Manson und Co.) können nicht als Entschuldigung herangezogen werden. Es ist mitnichten so, als das Polanski unter irgendeiner psychologischen Störung leiden würde die ihn veranlasst, auf kleine Kinder zu stehen.
Drittens: Dass der Zugriff ausgerechnet jetzt stattfindet, wo Polanski oft genug offen in der Schweiz und Co. gelebt hat, mag juristisch ziemlich merkwürdig sein, aber kann jawohl kaum gegen die Verhaftung sprechen, hat sogar gar nichts mit dem Fall zu tun. Nur weil ich z.B. warum auch immer einen Mörder 5 Jahre nicht verhafte ist er doch nicht plötzlich unschuldig.
Und trotzdem bin ich gegen die Verhaftung.
Zum einen ist es nicht so, dass Polanski mit einem 5-jährigen geschlafen hätte. Selbstverständlich zählen 13 Jahre noch zur Minderjährigkeit, aber man nähert sich da zumindest einem Grenzbereich, auf jeden Fall der Pubertät. Offensichtlich steht Polanski nicht wie ein Pädophiler einfach auf kleine Kinder, war und ist glücklich verheiratet und sonst nie in ähnlichen Fällen aufgefallen. Das Ganze ist in den wilden 70ern passiert (sexuelle Revolution, Drogen) und nachweislich waren in diesem Fall auch illegale Substanzen im Spiel. Das soll keine Verharmlosung sein, sollte aber auch nicht außer Acht gelassen werden.

Samantah Geimer
Sex mit Minderjährigen gilt in Kalifornien automatisch als Vergewaltigung. Das Opfer hat nach eigener Aussage Polanski gesagt, dass es nicht mit ihm schlafen wolle. Er habe sie sogar mit entsprechenden Substanzen gefügig gemacht. Unter diesen Aspekten war es natürlich falsch, was Polanski getan hat, keine Frage. Zumal sie in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihm stand (ihre Mutter hatte sie zu Polanski gebracht damit dieser Fotos von ihr schieße), war in dieser fremden Villa und wollte nach Hause. Ich behaupte: Polanski war sich des Missbrauchs unzureichend bewusst. Er sah eine ziemlich junge, attraktive Frau und wollte mit ihr schlafen. Das „Gefügigmachen“ mit Drogen und/oder Alkohol, ich weiß nicht wie üblich das in diesen Kreisen war, es hatte aber wohl kaum etwas mit ihrem Alter zu tun. Der Fall zeigt klar die Gefahren der Selbstberauschung bei zu viel Macht, Erfolg und Einfluss.
Kein sehr positives Licht auf die geklärte Darstellung des Falles wirft übrigens die Behauptung, die Mutter des Opfers hätte zunächst Polanski um einen Millionenbetrag erpressen wollen bevor sie zur Polizei ging.
Dann ist da die Sache mit der Verjährung. Im letzten Spiegel wurde der sog. Rechtsfrieden erwähnt, sinngemäß: Irgendwann muss man die Dinge einmal ruhen lassen. Das Opfer ist inzwischen in ihren 40ern, glücklich verheiratet, hat 3 Kinder. Es hat keine bleibenden Schäden erlitten, Polanski verziehen und sogar selbst beantragt, dass das Verfahren gegen ihn endlich eingestellt werde. Die Frage ist: Wem nützt es etwas, wenn Polanski nun eingesperrt wird? Er selbst ist nie wieder negativ auffällig geworden, stellt also offensichtlich keine Gefahr für seine Umwelt dar. Das Opfer bekommt keine Genugtuung, im Gegenteil. Es leidet nach eigener Aussage unter dem Wiederaufrollen des Falles.
Im Spiegel wird die Frage gestellt, wieso man bei der Verhaftung von pädophilen Priestern applaudiert, sich aber bei Polanski aufregt. Die Gründe für die Aufregung sind sicherlich häufig falsch (toller Regisseur), aber hier verging sich eben kein krankhafter Mensch im besonderen Vertrauensverhältnis an kleinen Jungs sondern es schlief ein Regisseur in zu großer Ausschweifung seines Lebensstils mit einer zu jungen Frau. Das sollte man nicht unterstützen, aber auch nicht einfach gleichsetzen.
Hat Polanski etwas falsch gemacht? Sicherlich. Ist seine Verhaftung unter den Umständen des Falls jetzt angemessen? Nein. Beiden Betroffenen wird hier Leid angetan, ohne dass noch ein öffentliches Interesse bestanden hätte. Ein Argument für die Verhaftung könnte sein, dass der Fall sonst ein schlechtes Beispiel sein könnte und Pädophile glauben könnten, man könnte mit solch einem Verhalten davon kommen. Aber wie akut wäre dies nach über 30 Jahren, wenn die Verhaftung den Fall nun nicht wieder in die Schlagzeilen gebracht hätte?
Tagelang Stillstand hier, ein Unding. Ein Umzug, Semesterbeginn etc. sind unzureichende Gründe für die Schreibfaulheit. Und noch unbefriedigender wird der Ausgleich, der nun in Kürze bis zum nächsten richtigen Eintrag vertrösten soll. Es folgt in Tweet-Kürze meine Meinung zu ein paar aktuellen(?) Themen, die vielleicht(!) in naher Zukunft ausführlicher untermauert werden:
Friedensnobelpreis Barrack Obama
Na und?
Verhaftung von Roman Polanski
Ziehmlich fragwürdig. Opfer hat ihm verziehen, die halbe Welt hat ihm verziehen, nur juristische Bürokratie will den Mann noch hinter Gittern sehen.
Google Wave
Witzig, wie alle um eine Einladung betteln. Nach 3 Tagen liegt es dann wieder in der Ecke. Vielleicht. Die Über-Nerd-Blogger nennen das Teil ja übertrieben.
Fußball: Deutschland – Moskau 1:0
Lasst uns angeregt über Kunstrasen diskutieren!
Michael Jackson ist also tot. Und als wären die Menschen nicht schon zu seinen Lebzeiten gespalten gewesen ob man nun den Künstler ehren oder den Freak als Pädo-Jacko verdammen soll, so zeigt sich bei seinem Tod auf einmal fromme Einigkeit: Ein großer Sänger und Tänzer ist von uns gegangen. Nationen trauern, die Medien bringen Sondersendungen, der Tod und die Pietät erlauben keine kritischen Worte. Die Skandaljahre werden fast nur als Pflichtprogramm für die Biographie angesprochen. Als wäre es fairer jemanden im Tod in Ruhe zu lassen, weil er sich zu Lebzeiten ja hätte wehren können. Sicher.
Nicht, dass ich aufrufen würde sich über sein Ableben zu freuen (wie es einige scheinbar tun). Letztendlich, was hat er uns denn getan? Er hat sicherlich nicht in den letzten Jahren die Kameras auf sich gezogen um sich als Freak zu präsentieren, das haben die Medien und das wollten die Konsumenten. Kein Wunder, wenn man da zunehmend seltsam und zurückgezogen lebt. Ich kann nicht verstehen, wie einige sich anmaßen können, über jemanden zu urteilen, den sie nicht persönlich kennen. Das gleiche gilt für die Missbrauchsvorwürfe, bei der ich es wie mit der Gretchenfrage halte: Ich kann es gar nicht wissen, warum sollte ich mich also vielleicht zu Unrecht für schuldig oder unschuldig entscheiden?
Klar, die Berichterstattung über diese wichtige Pop-Figur ist angemessen. Ich kritisiere lediglich, wie stark er plötzlich auf ein Podest gehoben wird, was ihm die Jahre vor seinem Tod noch verwehrt geblieben ist. Von den gleichen Leuten, wohlgemerkt.
Kontra.
1000 (mich selbst nicht mitgezählt) Blogaufrufe! Ist zwar nicht soviel, aber hübsch rund. Und zum Geburtstag gibt es Jimmy Kelly, der aufm Magdeburger Stadtfest für Kleingeld musiziert. Da sach ich mal ganz hähmisch: Haha.
Pro.

Von wie vielen Beziehungen hat man gehört, die mit Hass beginnen und zunehmend der Liebe weichen? Wieso wird die Zeitung genau ab dem Zeitpunkt stetig schlechter, nachdem man sich zu einem Abo entschlossen hat? Wieso sind Fortsetzungen vom Lieblingsfilm eigentlich immer blöd? Und die neuesten Alben der alten Lieblingsband sind sowieso scheiße.
Alles wird schlecht. Das ist nicht etwa Pessimismus, sondern eine nüchterne Beobachtung. Genauer gesagt: Alles, was man mag, wird schlecht. Wann beginnt man denn (freiwillig) eine Beziehung? Wenn man gefallen an etwas findet. Das kann eine Beziehung zu einem Menschen sein, gleichermaßen aber auch eine Fernsehsendung, eine Band oder sonst was. Umso toller man das dann findet, desto wichtiger ist einem das Objekt der Begierde. Leider ist es auch so, das umso toller man etwas findet, desto weniger Möglichkeit besteht dass es noch toller wird. Stattdessen ist der Weg nach unten umso größer. Natürlich ist das alles einfach eine Sache der Wahrnehmung. Man nimmt den Verlust von etwas Tollem intensiver wahr als die Steigerung von etwas Blödem.
Doch es gibt Hoffnung. Eben so wenig, wie etwas Tolles in eine Starre verfällt und sich nicht verändert (und daher fast zwangsläufig schlechter werden muss), so ist entsteht mit dem Verfall auch ein wachsendes Verbesserungspotential: Was scheiße wird, kann auch wieder gut werden. Beziehungen müssen also nicht zwangsläufig steil starten und nach dem Höhepunkt steil den Bach runtergehen, sondern können hoch und runter gehen wie eine Achterbahn. Also: weniger kotzen, mehr die Fahrt genießen.
Pro.